Nato Matsumura lebt als einziger Mann in Tomioka (Vorort von Fukushima), wo er sich um zurückgelassene Tiere kümmert. Unter «CC» ist englischer Untertitel einblendbar.
Alles Gute für 2012!

Vor dem Besuch eines Tempels im Stadtteil Asakusa (Tokyo, Japan) reinigt sich eine Besucherin mit Rauch vom «Balast des Alltags». Entstanden auf einer Reise im Herbst 2011.
Wenn man bildhaft sprechen will, kann das Voranschreiten der Zeit mit einem stetig fliessenden Fluss verglichen werden. In der Osaka Station lässt man Wasser kontrolliert ab. Das Ergebnis lässt sich sehen: die Uhrzeit als Wasser-Skulptur.
Beim Denken an Japan fällt es gegenwärtig schwer, nicht an die Auswirkungen der Atomkatastrophe in Fukushima zu denken. Der Film hier zeichnet in einem fünfminütigen Kurzfilm ein Tokyo, das wir uns alle nicht wünschen. Es ist aber wohl nicht so weit von der Realität entfernt.
Neben den verheerenden Auswirkungen der Katastrophe vom März 2011 in Japan hat die Bevölkerung des Katastrophengebiets mit einem schlechten Krisenmanagement zu kämpfen. Besonders grosse Unsicherheit besteht in Bezug auf die Sicherheit von Umwelt und Nahrungsmitteln vor radioaktiver Strahlung.
Um Antworten auf ihre Fragen und verlässliche Messdaten der radioaktiven Belastung zu erhalten, haben sie eine Bürgerinitiative gegründet.

Die Citizen’s Radioactivity Measuring Station (CRMS) hat im August erste eigene Messstationen eingerichtet (je eine in Fukushima-Stadt, Koriyama und Soma). Folgendes wird gemessen:
- Äussere Strahlung in der Umgebung
- Belastung von Lebensmitteln
- Strahlung in Wasser und Boden
- Innere Strahlenbelastung von Menschen
Entsprechende Daten sollen gesammelt, publiziert und die Zusammenarbeit mit internationalen Experten gefördert werden.
Aufnahme der Pressekonferenz vom 11.8.2011 der CRMS
Links:
Citizen’s Radioactivity Measuring Station
Radiation Defense Project
Bericht der aktuellen Lage in Fukushima auf Focus.de (Stand 9.9.2011)
Bericht im Blog von Jan Hemmer
Bei einer Anhörung mit behördlichen Vertretern wollen Einwohner von Fukushima Antworten auf drängende Fragen. Alles was dabei herauskommt, hinterlässt kein gutes Gefühl. Die Frage, «haben Einwohner von Fukushima ein gleiches Recht auf Sicherheit vor Radioaktiver Strahlung?» bleibt unbeantwortet und auch zum Testen mitgebrachtes Urin von Kindern wird – entgegen früherer Zusagen – nicht zur Überprüfung entgegengenommen.
Dieses Video sollten sich nur jene ansehen, die behördliche Willkür ertragen können. Es macht traurig und wütend.
Einer, der 3357 Erfindungen hervorgebracht hat, verdient einen eigenen Film. So dachte sich ein dänischer Produzent. Bisher ist dieser Trailer zu sehen.
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