Bilder statt Worte

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Aktuelle Nachrichten sind heute im Internet direkt und rasch zugänglich. Die Verfügbarkeit übertrifft in Sachen Geschwindigkeit und Menge andere Medien um Längen. Wie soll man auswählen, was von Bedeutung ist und was nicht? Online-Plattformen von Zeitungen und Zeitschriften sieben Meldungen der Nachrichtenagenturen nach eigens definierten Selektionskriterien durch. Leserprofil und allgemeine Relevanz der Meldung spielen dabei eine Rolle. Aber auch der Leser beeinflusst die Inhalte der Plattformen durch sein Leseverhalten. Damit eine Meldung weiter gezeigt wird und ob sie an dominanter Stelle Platz findet, wird durch die Menge an Aufrufen des entsprechenden Berichts gesteuert – Demokratie im Internet.

Einen anderen Ansatz verfolgen Angebote wie 10×10 oder Daylife/Highligts. 10×10 beschreibt sich als «interaktive Erforschung von Worten und Bildern, die die Zeit definieren». Stündlich werden die 100 Worte und Bilder, die auf einer globalen Skala am bedeutendsten sind, gesammelt und jeweils in einem einzigen, repräsentativen Bild dargestellt. Jede Stunde wird so in einer Postkarte mit 100 Bildern festgehalten. Als Datenquellen dienen gegenwärtig die News-Feeds Reuters World News, BBC World Edition und New York Times International News. Daylife sammelt global Meldungen aller Art und Größe und präsentiert eine Auswahl davon in den «Highlights». Auch hier werden die verschiedenen Meldungen von Bildern repräsentiert. In beiden Fällen zeigt die Lösung mit dem Problem der Informationsflut in eine Richtung: Vereinfachung. Und diese wird am besten erreicht, indem man anstelle von Worten Bilder sprechen lässt.

Links: 10×10
Daylife/Highligts
RSS-Feeds: Reuters World News
BBC World Edition
New York Times International News

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