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Schlechte Propaganda kann Gift sein - besonders dann, wenn es darum geht, einen Krieg zu verkaufen. Daher wurde den US-Militärs kurzerhand untersagt, mit Computern der Streitkräfte Community-Seiten wie YouTube oder MySpace zu besuchen. Dem Bann erliegen insgesamt 13 Seiten. Ausdrücklich erwähnt wird, dass er nur auf Computer der Streitkräfte in Irak und Afghanistan angewandt wird - private Rechner oder Internet-Cafes sind davon ausgenommen.

Das Ziel ist klar: Die Berichte von der Front sollen weniger werden. Bereits eingeschränkt wurden Blogs von Soldaten. Sie müssen ihre Seite registrieren und ihre Inhalte vor Veröffentlichung überprüfen lassen. Matthew Burden, ein Militärveteran, der mit blackfive.net einen viel-gelesenen Militär-Blog betreibt, denkt, dass mit diesen Massnahmen der Kontakt zur Front mehr und mehr eingeschränkt werden soll.

Auswirkungen hat die Blockade auch auf den Kontakt zu Familienangehörigen. Viele nutzen die blockierten Plattformen zum Austausch mit den Daheimgebliebenen. Ohne diese Möglichkeit besteht die Gefahr, dass die Moral der ohnehin schon angeschlagenen Soldaten noch mehr leidet.

Von Militär-Seite wird begründet, dass der Datenverkehr ein zu hohes Mass angenommen hat und das Netz übermässig belastet. Zudem sollen Phishing-Attacken auf sensible Daten-Bereiche zugenommen haben.

Vom Bann betroffen sind die Video-Sharing-Seiten YouTube, Metacafe, IFilm, StupidVideos und FileCabi; die Social-Networking-Seiten MySpace, BlackPlanet und Hi5; die Musik-Seiten Pandora, MTV, 1.fm und live365; sowie die Foto-Sharing-Seite Photobucket.

Links: US-Streitkräfte
Medienmitteliung der US-Streitkräfte
blackfive.net

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