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Gewöhnlich fliesst Wasser von Bächen und Flüssen dem Lauf nach ins Meer. Und Wellen sind auch eher selten auf den fliessenden Gewässern anzutreffen. Nicht so im Amazonas.
Die Pororoca ist eine stromaufwärts laufende, zweimal täglich auftretende Tiden-Welle. Bei Voll- und Neumond werden grosse Wassermengen, die sich zu einer Springflut von bis zu vier Metern auftürmen, in die Flussmündung des Amazonas gepresst. Die einheimischen Tupi nennen das Phänomen nach der Bezeichnung poroc-poroc, was übersetzt soviel wie «grosser, zerstörerischer Lärm» bedeutet. Dem Eintreffen der Welle geht ein Grollen voraus, das lange vor der eigentlichen Welle wahrnehmbar ist.
Obwohl sich in der schlammigen Brühe Krokodile und giftig Schlangen tummeln, zieht diese Attraktion jeweils im Frühjahr begeisterte Surfer an, die es sich nicht nehmen lassen wollen, bis zu einer halben Stunde auf der Welle Flussaufwärts zu surfen.
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