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Die meisten Fernsehserien sind gerade noch so schlecht, dass man dennoch nicht weiterzappt. Am Ende nervt man sich dann doch, den Ausschaltknopf erst so spät gedrückt zu haben.
Glücklicherweise gibt es auch Ausnahmen. Seit April läuft «Weeds – Kleine Deals unter Nachbarn». Im Vergleich zu den «Verzweifelten Hausfrauen», kommt hier alles eine Spur dreckiger daher und bewegt sich eher in Richtung «Six Feed Under». Die Abgründe der Familien kleiner amerikanischer Vororte treten zu Tage und lassen die Fassade des Mittelstands abbröckeln.
Nancy Botwin (Mary-Louise Parker) versucht sich nach dem Tod ihres Mannes mit dem Verkaufen von Marihuana über Wasser zu halten. Finanzielle Probleme zwingen sie zu diesem Schritt, den sie zunächst vor ihren zwei Söhnen und der Haushälterin Lupita geheim halten will. Lupita kommt dem Treiben aber bald auf die Spur und will sogleich mehr Lohn. Auch sonst läuft nicht immer alles so rund, wie gewünscht. Als naive Anfängerin im Geschäft macht Nancy immer wieder Fehler, die sie dann irgendwie ausbügeln muss.
Sämtliche Themen, die die Freuden und Nöte der Nachbarschaft und Freunde der Familie bewegen, kommen aufs Parkett: Erziehungsfragen, Ernährungs- und Fitness-Skurrilitäten und natürlich der Drogenkonsum.
Der relativ unverkrampfte Umgang mit Cannabis freut nicht alle Amerikaner. Manche sehen in der Serie den Versuch, der Legalisierung des Drogenkonsums die Türen zu öffnen.
Die Serie läuft auf ORF1 montags um 23.30 h und auf Pro7 mittwochs um 22.10 h 23.10 h. Endlich wieder eine Serie, die es wert ist, gesehen zu werden.
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