Marken-K(r)ampf in Second Life

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Frage: Kann eine Marke virtuell gefälscht werden? Vor einigen Jahren hätte da wohl noch jeder den Kopf geschüttelt. Seit Second Life sieht das freilich anders aus. Laut einer Studie von P4M sind 59 Prozent der untersuchten Shops und Repräsentanzen gefälscht.

Um die eigene Online-Präsenz aufzupäppeln werden Originalbilder raubkopiert. Und das ist nur eines der vielen Probleme, mit denen sich Firmen, die sich in Second Life engagieren wollen, konfrontiert sehen. Der Schutz der eigenen Marke ist ebenso problematisch wie die Frage, wie Datenschutzerklärungen aussehen sollen.

Linden Labs, der Betreiber von Second Life, hält sich aus diesen Problemen bislang heraus. Auch die juristische Verfolgung - etwas, das der Betreiber auf Bitten von Usern vorsieht - wird laut Studie nicht umgesetzt.

In krassem Kontrast zu den Markenverstössen stehen einsame Markeninseln. Laut einer Studie von aquarius consulting werden die Inseln kaum besucht. Die Nissan-Ressidenz, das bestbesuchte Eiland, bringt es nicht einmal auf sechs Gäste pro Stunde - bei MTV/Laguna Beach sind es zwei und bei Sony eineinhalb. Reebok braucht sogar drei Stunden, bis sich überhaupt jemand bei ihnen blicken lässt.

In Anbetracht der vielen Probleme, die sich für Firmen in Second Life ergeben, ist es nicht verwunderlich, dass einige ihre Vertretung wieder abziehen. Darunter vor allem amerikanische Firmen, wie Dell oder die Hotelkette Starwood.

Man darf gespannt sein, was am Ende noch übrig bleibt …

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