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Wikipedia hat Brockhaus und Co. das Fürchten gelernt. Aber nicht nur die Herausgeber von Lexika haben ihre Mühe mit der Online-Enzyklopädie. Auch Firmen oder Institutionen beschäftigen sich aus Eigeninteresse mit dem beliebten Nachschlagewerk (s. auch Bericht bei taxipluto)
Dabei machen sie handfeste Interessen geltend. Wer in welchem Umfang Einträge der eigenen Firma oder Institution oder auch von anderen frisiert, zeigt ein Online tool. Die meisten Veränderungen werden aufgrund von Fehlern in der Schreibung von Ausdrücken oder in Ungenauigkeiten von Tatsachen vorgenommen.
Unter den Urhebern (zumindest muss man das annehmen – stehen doch die Computer an den angegebenen Orten) sind Firmen wie Pfizer, Wal-Mart oder ExxonMobil, News-Services wie Fox News oder die New York Times aber auch ideologische Kreise wie der Vatikan oder die Church of Scientology.
Neben den harmlosen Änderungen gibt es auch andere, die unangenehme Tatsachen entfernen oder solche, die Berichte korrigieren, die das Ansehen schädigen könnten.
Dabei sind schon einige interessante Dinge hervorgekommen. So hat sich beispielsweise der Vatikan am Eintrag über Sinn Fein’s Gerry Adams hergemacht. Andere Einträge wurden von CIA-Computern aus oder von Computern in Büros, die von politischen Parteien unterhalten werden, abgeändert. Bei Nachfragen bei den entsprechenden Verantwortlichen geben sich diese jeweils schwammig. Niemand will so richtig zugeben, dass Angehörige der eigenen Institution womöglich Änderungen vornehmen. Und wenn sie es tun, dann immer aus persönlichen und nicht aus institutionellen Gründen.
Links: Bericht bei BBC
Wikiscanner
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1 Antwort to “Wikipedia-Manipulationen offen gelegt”