


Die Flughafenüberwachung erhält wohl demnächst Zuwachs: Neben den schon vorhandenen Scannern, Polizisten, Agenten und Militärs, die mögliche Terroristen aufspüren sollen, wird an der University of Buffalo ein automatisches System entwickelt, das die möglichen Übeltäter anhand von verschiedenen Daten erkennen soll. Gesichter, Stimmen, Körper und andere biometrische Daten sollen Aufschluss darauf geben, ob jemand ein potenzieller Terrorist ist. Der soll möglichst noch vor dem Begehen einer Tat dingfest gemacht werden. Wir fühlen uns an Minority Report erinnert.
Die Wissenschaftler (u.a. Venu Govindaraju, Ph.D., professor of computer science and engineering in the University of Buffalo School of Engineering and Applied Sciences) sehen gegenüber den manchmal zufälligen Selektionsverfahren bei der Befragung von Personen an Flughäfen einen Vorteil in ihrer Methode. Sie soll wissenschaftlich und wirksam sein. Gestützt wird die Beurteilung nicht nur auf einen Teil des menschlichen Körpers sondern auf verschiedene Elemente.
In der Geschichte hat es immer wieder Versuche gegeben, anhand von Teilen des Körpers Rückschlüsse auf Wesen oder Charakter einer Person zu ziehen. Beispielsweise in der Physiognomik, die seit der Antike (u.a. Aristoteles, Cicero, Plinius, Seneca), aber auch im Mittelalter (u.a. Albertus Magnus, Albrecht Dürer, Paracelsus) bis hin in die neuere Zeit (u.a. Johann Caspar Lavater, Carl Huter) immer wieder neue Theorien hervorgebracht hat. Auch negative Seiten hat die Lehre zu verantworten (Wikipedia über Physiognomik, 10.10.07): «Die nationalsozialistischen Rassetheorien beriefen sich u. a. auf Lombrosos rassistischen Hypothesen und machten sie zum Kern der pseudowissenschaftlichen Unterfütterung ihres Eugenik-Programms.»
Bleibt zu hoffen, dass die neue Methode der University of Buffalo das ohnehin schon überbordende Überwachungswesen nicht noch weiter verschärft (s. auch Bericht bei taxipluto)
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