Archive für März, 2007

Lieber Luxusgüter als Bückwaren

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Währendem «Bückwaren» (Begriff aus der ehemaligen DDR für begehrte Mangelware; Dinge, die nur durch Bücken unter den Ladentisch zu erhalten waren) ganz und gar nicht begehrenswert erscheinen, hat man gegen «Luxusgüter» nichts einzuwenden. Das kommt daher, weil Benennung und benanntes Objekt nicht voneinander getrennt werden. Abgesehen vom kulturellen und historischen Aspekt bezeichnen vorher genannte Ausdrücke das Gleiche. Aber mit «Bückware» verbindet man eher unangenehme Dinge – an schöne Uhren, Lederprodukte oder eine teure Stereoanlagen denkt wohl kaum jemand.

Bestimmte Benennungen machen mitunter aus einer Sache etwas anderes, als sie sind. Die New Yorker Künstlerin Andrea Fraser spricht zwar direkt aus, um was es in ihrer Arbeit «Untitled» von 2003 geht. Dennoch färbt die Bezeichnung «Kunstwerk» auf das ab, was in der Videoarbeit zu sehen ist. Die Künstlerin hat sich für 20.000 Dollar mit einem Sammler beim Sex in > weiterlesen ‘Lieber Luxusgüter als Bückwaren’

Sphere – ich will raus!

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Wer Sphere spielt, ist selber schuld. Denn beginnt man dieses Spiel erst mal, kann man davon fast nicht mehr ablassen. Der Plot ist einfach: Allerlei Hilfsmittel sollen einem dabei helfen, den Ausweg aus einem Raum zu finden. Beim Lösen der kleinen Rätsel mittels verschiedener Objekte, spielen auch Farben eine Rolle …

Wer die Nerven zu verlieren droht, findet im Netz kleine Tipps. Viel Spass – spielen auf eigene Gefahr!

Links: Sphere
Hilfe aus dem Netz: 1 2
Weitere Spiele dieser Art: Crisom Room

Kill Bill Vol. 3

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Was machen, wenn einem Fernsehspots zu kurz sind und man trotzdem mehr von seinem Produkt zeigen möchte? Ganz einfach: Man dreht einen kleinen Film, bewirbt ihn mit TV-Spots und zeigt ihn dann in voller Länge im Internet. So geschehen für Pirellis neues Reifenmodell «New P Zero». Bereits zum zweiten Mal kommt Hollywood so zu Ehren. Uma Thurman macht in «Mission Zero» eine ebenso gute Rolle wie in ihren Kill Bill-Episoden 1 und 2. Die Anleihen an das Metzel-Epos von Tarantino sind unübersehbar: Gelb und Schwarz bestimmen den actionreich geschnittenen Film von Kathryn Bigelow. Neben dem aktuellen Film bietet die Website auch noch weitere Infos und ein kleines Spiel, damit man selber im gelben Lamborghini die Strassen unsicher machen kann.

Uma Thurman ist und bleibt ein Hingucker – da nimmt man die Reifen gerne in Kauf.

Links: Pirellifilm
Uma Thurman auf imdb
Kathryn Bigelow auf imdb
Lamborghini

Noch ein Auto?

Wer wissen möchte, ob «Hast du mir noch ein Auto?» ein grammatikalisch richtiger Satz ist oder sich nicht sicher ist, ob «Restaurateure» die Mehrzahlform von «Restaurator» ist, findet im Blog von canoonet Hilfe.

Das äußerst umfangreiche Online-Hilfsmittel bietet Antworten mit Wörterbüchern und Grammatikanweisungen auf eine Vielzahl von Fragen rund um die deutsche Sprache. Neben den manchmal etwas skurilen Fragen kommen im Blog auch solche zur Sprache, die auf fließende Übergänge zwischen Richtig und Falsch hinweisen. Lohnend für alle, die sich mit der deutschen Sprache versöhnen möchten.

Links: canoonet
Blog von canoonet
Neue deutsche Rechtschreibung

Apollo – Spektakuläres am Sternenhimmel?

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Apollo von Adobe möchte die Web- und die Desktop-Apllikationen miteinander verbinden. Diese Sofware wurde am 19. März 07 vorgestellt. Eine erste Alpha-Version steht zum Download gratis bereit. Apollo soll so eine Art plattformunabhängiges Runtime sein, unter deren Verwendung von Flash, HTML und JavasScript sich Desktop-Applikationen entwickeln lassen.

Tönt sehr interessant! Ich denke, wird spannend, was für Applikationen daraus entstehen, lustig ist eine Anwendung, welche mit Apollo entwickelt wurde – es ist die Desktop-Anwenung von Finetune. (tatwo)
Adobe
Finetune

Rettet die CD!

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Es mag antiquiert klingen, aber CDs sind mir immer noch lieber als herunter-geladene Musikfiles. Vielleicht kommt das daher, weil ich noch den Plattenspieler erlebt habe, bei dem man entweder auf die sich drehende Scheibe oder aufs Plattencover starren konnte. Die Plattenhüllen waren manchmal genauso gut wie die Musik. Manchmal leider auch besser – aber immerhin das. Die Hüllen gaben Versprechen ab, setzten Zeichen oder waren im schlechtesten Fall Leinwände für missratene Möchtegernkünstler. Die heutigen CDs haben zwar viel vom Charme einstiger Platten eingebüsst. Dennoch sind sie mir lieber als nur ein paar Einsen und Nullen auf meiner Festplatte. Und soll die Musik mit an den Strand, kann man sie immer noch auf den iPod ziehen.

Die CD ist für mich vorerst der beste Kompromiss. Auch wenn frühere Platten mit schönen Covers viel Lockstoff aussandten, waren sie doch recht mühsam im Handling. Runter geladene Musikfiles kommen nackt, ohne was zum drin blättern daher und hinterlassen bei den Freunden, die zum Nachtessen vorbeikommen, keinen Eindruck, wenn sie ins CD-Regal schauen. Das macht einfach keinen Spaß.

Daher mache ich einen Aufruf: Rettet die Compact Disc!

Links: Aktuelles über CD und DVD
Geschichte der Tonaufzeichnung
Download: The Compact Disc Story (Kees Immink)

Reingehört im März

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Belle and Sebastian – Push Barman to Open Old Wounds
Die Band aus Glasgow mit ihrem sphärischen, dabei aber nicht depressiven Sound, präsentiert – gebannt auf zwei CDs – einen Rückblick auf die EPs der Jahre 1997–2001. Etwas zur Entspannung nach anstrengenden Meetings.

Link: Belle and Sebastian

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Amy Winehouse – Back to Black
Die Frau mit der lasziven und etwas schrägen Ausstrahlung entspricht ganz und gar nicht dem Klischee der gängigen Soul-, R’n’B- oder Jazz-Retorten jüngster Zeit. Ihre Mischung aus stampfenden Beats, wirbelnden Bläserarrangements und einer Stimme, die Aretha Franklin in nichts nachsteht, geht gekonnt eine Ehe zwischen Motown und Punk ein.

Link: Amy Winehouse Deutsch
Amy Winehouse Englisch

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AIR – Pocket Symphony
Ungehört eine CD zu kaufen, kann ins Auge gehen. Bei AIR, so dachte ich mir, besteht diese Gefahr sicher nicht. Vielleicht habe ich die anderen Scheiben von den beiden Brüdern zu oft gehört, um die neue nicht gleich ins Herz zu schließen. Kann ja noch kommen, denn was auf den ersten Blick sperrig wirkt, kann auf den zweiten reizvoll sein.
Link: Pocket Symphony

Link: motor.de – Alternative Musikpropaganda

Viele kurze Filme

kurzfilmnacht2007_large.gifFeierabendDer Beste

Bereits zum 5. Mal schickt Swiss Films die Kurzfilmnacht auf Tour - quer durch die Schweiz von Zürich (30. März) unter anderem über Basel (13. April) bis Lausanne (16. November). In vier unterschiedlichen Blöcken werden 23 - teils preisgekrönte - Filme aus dem In- und Ausland gezeigt. Dazu in jeder Stadt eine lokale Kurzfilm-Premiere.

Übersicht
Block I: Schweizer Kurzfilmpreis 2007
Die besten unter den Kurzen des Schweizer Filmschaffens werden Jahr für Jahr im Januar mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet. Dieses Jahr sind auch die besten Trickfilme nominiert worden. Das Programm zeigt nominierte und preisgekrönte Kurzfilme des Schweizer Filmpreises in den Kategorien «Bester Kurzfilm» und «Bester Trickfilm»

Block II: Kurz in Berlin - in Zusammenarbeit mit Interfilm, Berlin
Ein filmischer Kurztripp durch die grosse Stadt an der Spree. Die Rolle bringt zusammen was zusammengehört: Vom Disco Film aus den legendären DEFA-Studios der DDR bis zum aberwitzigen Animations-Slapstick im öffentlichen Raum. Legendäre Kurzfilme aus Berlin (mit und ohne Mauer).

Block III: Shopping - in Zusammenarbeit mit den Kurzfilmtage Winterthur
Shopping ist das halbe Leben. Ob im Supermarkt oder im kleinen Laden. Aber wer hofft nicht, dass zwischen den Regalen mal etwas ganz und gar Unkommerzielles passiert?

Block IV: Shocking Shorts - In Zusammenarbeit mit 13th Street
Gefährliche Kurzfilme rund um Mitternacht. Dabei geht es auch um das subtile Grauen, jenseits von Blut und Horror.

Tourdaten Deutschschweiz
ZÜRICH, Freitag, 30. März 2007, Arthouse Le Paris & Arthouse Picadilly
BASEL, Freitag, 13. April 2007, kult.kino camera 1 & 2
ST. GALLEN, Freitag, 20. April 2007, Kino Corso
SCHAFFHAUSEN, Freitag, 27. April 2007, Kino Kiwi Scala 1 & 2
CHUR, Samstag, 28. April 2007, Kino Apollo
AARAU, Freitag, 4. Mai 2007, Kino Center Schloss
LUZERN, Freitag, 11. Mai 2007, Kino Bourbaki & Stattkino
BERN, Freitag, 18. Mai 2007, cineCine maStar & Kino Cinématte Bern

Links: Kurzfilmnacht
Swiss Films

Atlantic Herring auf Russisch

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Wer in Russland reisend nicht auf sein Herings-Sandwich verzichten möchte, mag den Versuch machen, sich eine Dose «Atlantic Herring» zu kaufen. Dass da tatsächlich drinsteckt, was auf den Bildern zu sehen ist, bleibt hoffentlich nur eine Ausnahme. Weitere haarsträubende Dosenbilder und sonstige, teils kuriose Einblicke ins russische Leben auf englishrussia.com. Ob man alles ernst nehmen will, sei jedem selbst überlassen …

Link: englishrussia.com.

Poetische Mathematik

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Dass an sich komplizierte Dinge auch schön sein können, beweist «eine Kalkulation von der Größe Manhattans», wie es Jeffrey Adams von der University of Maryland und seine Kollegen von Instituten aus den USA und Europa salopp umschreiben. Laut einem Bericht auf Spiegelonline sind dem Team von 18 Mathematikern neue Einblicke in die äußerst komplizierte Struktur sogenannter Lie-Gruppen geglückt. Das Ergebnis, eine Matrix aus 453.060 Zeilen und Spalten, könnte Physikern dabei helfen, verschiedene Theorien zu vereinigen.

Für Nichtmathematiker mag das weniger spannend sein. Umsomehr gefällt dafür das grafische Ergebnis, das über einen komplizierten Weg entstanden ist.

Links: Bericht auf Spiegelonline
American Institute of Mathematics
Massachusetts Institute of Technology
Wikipedia über Lie-Gruppen