
Wenn einer Tribut an seinen Lebenswandel zahlen muss, ist es sicher Punk-Pionier Iggy Pop. Wer ihn letzten Samstag auf SF2 gesehen hat, dem wurde Angst und Bange ob des ins Mikrophon röhrenden Altpunkers. Sein Oberkörper entblöst hat der bald 60-jährige mit wehendem Haar seine Kapriolen auf der Bühne vollzogen – dem Publikum vom letztjährigen Festival in Montreux hat es gefallen. Ich sage nur: Respekt bei dem Lebenswandel!
Neben dem Live-Auftritt kommen die Fans nun nach über 30 Jahren auch in Form eines neuen Studioalbums auf ihre Kosten: «The Weirdness» heisst das neue Werk, auf das die Fans über drei Jahrzehnte - seit der Veröffentlichung des bahnbrechenden 1973er-Albums «Raw Power» gewartet haben. Drei der vier Urmitglieder der Kultkapelle sind dabei mit von der Partie: Sänger Iggy Pop, Gitarrist Ron Asheton und Schlagzeuger Scott Asheton. Unterstützt werden sie vom ehemaligen Minuteman- und Firehose-Bassisten Mike Watt und dem Original-Saxophonisten der Stooges, Steve Mackay. Die Entscheidung, The Stooges wiederzubeleben, traf Iggy Pop 2003 während der Arbeit an seinem Soloalbum «Skull Ring». Er rief die beiden Ashetons an, die erstaunlicherweise immer noch unter der gleichen Telefonnummer erreichbar waren wie vor 25 Jahren. Die Brüder willigten ein, bei vier der Nummern auf «Skull Ring» mitzuwirken - womit die Saat der Wiedervereinigung gelegt war.
Link: iggypop.com
Aktuelle Kommentare