Wer meint, dass die Präsentation der eigenen Produkte nicht genug hergibt, packt einfach etwas in den Prospekt hinein, das dem potenziellen Kunden vielleicht doch noch gefällt. Ein Marketing-Rezept, das in bestimmten Bereichen bis zum Gehtnichtmehr ausgereizt wird - keinem Multipack Batterien fehlt heute eine kleine Taschenlampe.
Die aktuellen Beispiele zweier Firmen versuchen damit zu verhindern, dass deren Werbematerial ungelesen im Papierkorb landet. Und beide haben den Reiseführer für sich entdeckt. Bei companys sollen es Tipps für den hippen Städteaufenthalt richten. Top 5 Attractions, Essen, Shopping, Nightlife, Websites und Important Numbers heissen die Rubriken. Im Gore-Tex-Prospekt «Travel More» für das Schuhangebot sind es thematische Erlebnisrouten durch Städte. Sinnigerweise alle zu Fuss zu bewältigen. Bei mir sind die beiden Prospekte trotzdem im Papierkorb gelandet.
Warum nicht mal etwas gratis abgeben? Aber halt, das tun die Firmen ja eh schon mit ihren Gutscheinen und Rabattaktionen für Stammkunden (mit Kundenkarte). Oder sind diese Massnahmen beim Festlegen der Preise schon einkalkuliert …?
Unendliche Weiten - der Weltraum. Dies sind die allerneuesten Abenteuer des Raumschiffs Enterprise. «Star Trek New Voyages» lässt die alten Zeiten wieder neu aufleben. Unter startreknewvoyages.com sind die bislang drei abgedrehten Fortsetzungen im Internet kostenlos zu sehen; Teil vier ist gerade in der Postproduktion. «99 Prozent der Leute im Produktionsteam waren Star Trek-Fans», so der Regisseur Marc Zicree. Er und viele seiner 300 Crewmitglieder verdienen ihr Geld in der Filmbranche.
Die ersten drei Episoden der Fan-Serie hatten mehr als zehn Millionen Internet-Klicks. Der Rechteinhaber Paramount erlaubt den Dreh nur, > weiterlesen ‘Star Trek lebt weiter’
Weshalb weisen die Gehirne von Menschen, Affen oder selbst Katzen eine solch eigenartige Struktur der äussersten Schicht auf - warum die vielen Falten? Eine der grossen offenen Fragen in den Neurowissenschaften.
Entstehung und Zerfall solcher Falten können nun, dank eines Verfahrens, entwickelt vom Massachusetts General Hospital in Zusammenarbeit mit der Harvard Medical School (unter Führung des MIT), nachvollzogen werden. Mit Hilfe von Magnetresonanz-Aufnahmen haben sie ein Verfahren entwickelt, das sicherer als ältere, > weiterlesen ‘Hirnwindungen’
Verstrichene Zeit fassbar zu machen ist das Ziel des Chrono Shredders von Susanna Hertrich. Der Mischling aus Kalender, Uhr und Zerkleinerungsmaschine verrichtet ununterbrochen seine Arbeit. Genau 24 Stunden braucht das Gerät, um das Tagessoll in Streifen zu zerlegen.
Zweck des Shredders ist es nicht, den gegenwärtigen Moment zu zeigen - das kann auch ein Kalender. Es geht hier viel mehr darum, die nähere Zukunft und die Zeit, die seit Inbetriebnahme des Geräts verstrichen ist, fassbar zu machen.
Die Tatasache, dass man unaufhaltsam älter wird, ist für viele nur schwer zu akzeptieren. Objekte wie der Chrono Shredder führen uns vor Augen, dass aber am Altern kein Weg vorbei führt.
Der Markt hält für jeden Geschmack immer individuellere Reiseführer bereit. Besonders hervorgetan haben sich in letzter Zeit solche, die sich auf Lifestyle-bewusste Weltenbummler konzentrieren. Diese haben ausgefallene Ansprüche und lieben alle Spielarten der Sinnesfreuden, sie wollen das «Besondere» erleben. Wallpaper* hat so unlängst die City Guides herausgebracht - kleine, handliche Büchlein, die in die Jackentasche passen und für Wochenendtouristen, Geschäftsreisende oder Kurzaufenthalter gedacht sind. In die selbe Richtung zeigen verschiedene Reihen von teNeues in deren Titel die Worte «Cool», «Fashion» oder «Deisgn» nicht fehlen dürfen. Der Verlag avedition hat sich in erster Linie Hotels vorgeknöpft. In der Reihe «Best designed» werden schön gestaltete Hotels vorgestellt. Im Buch «Affordable Hotels» werden einmal auch günstige Etablissements präsentiert.
Ergänzt werden die gedruckten Erzeugnisse immer häufiger von Onlineangeboten. Concierge.com komplettiert das Magazin «Condé Nast Traveler» mit allerlei Reiseberichten und Tipps. Ursprünglich für den Rucksacktouristen mit Insideranspruch gedacht, der Klassiker von Lonely Planet.
Und dann sind da noch die reinen Onlineangebote. «Gridskipper - the urban travel guide» spürt, laut eigener Aussage, chice Hotels, heisse Restaurants, das süsse Nachtleben und schöne Leute auf.
Erwähnenswert sind auch die unzähligen Web-Listen, die Fast jeder grössere Verlag im Netz bereitstellt. Darunter die von TimesOnline.
Bei all den Tipps und Hilfen kann eigentlich nichts mehr schief gehen - schöne(re)s Reise!
Bei Schutzmasken ist nicht immer klar, ob sie einem selbst dienen oder ob sie zum Schutz anderer getragen werden. Und manchmal ist nicht mal klar, ob sie überhaupt zum Schutz getragen werden. In Japan beispielsweise etabliert sich ein Trend, der die neckischen Dinger immer öfter als modisches Accessoire einsetzt. Kürzlich erschien die DVD «Mask & Musume», das erste Video, das die Maske sogar als Fetisch in Szene setzt. Anna Nakagawa soll zum ersten Masken tragenden Idol werden.
Und dann ist da natürlich noch der ganz normale Wahnsinn. Seit die Vogelgrippe Angst und Schrecken verbreitet, wird gleich beim ersten Huster des Nachbarn die Maske aufgesetzt. Und wenn es davon genügend gibt, wird kurzerhand eine Sperrzone errichtet. Davon weiss «Bo in Japan» zu berichten.
Man kann gespannt sein, ob dieser Trend auch zu uns rüberschwappt. Natürlich nur aus gesundheitlichen Gründen - hust, hust.
Letzten Freitag, 20. April war die Geschichte des Aufstiegs von Google zum weltweit tätigen Unternehmen Thema bei Arte. Die von den beiden Stanford-Studenten Larry Page und Sergey Brin 1998 entwickelte Suchmaschine ist heute nur ein Angebot unter vielen des an der Börse kotierten Unternehmens. Überall dort, wo es um den Zugriff auf Information, deren Verwaltung und Vermarktung geht, hat die Firma Google Inc. die Hände im Spiel.
Im Beitrag durchleuchten Journalisten, Autoren, gegenwärtige und ehemalige Weggefährten das Geschäftsgebaren der Firma - soweit es möglich ist. Nicht alles, was die Nutzer, und vor allem die Konkurrenz, gerne wissen möchten, ist ihnen zugänglich. Nur ein Rezept, das zum großen Erfolg des milliardenschweren Unternehmens geführt hat. Kritische Stimmen kommen im Film auch zur Sprache - aber leider nur am Rande.
Online ist der Bericht noch während sieben Tagen nach der Ausstrahlung abrufbar.
Beim Daguerrotype des Pariser Erzeugers Susse Frères handelt es sich nicht um eine alte Kiste. Diese als älteste Fotokamera identifizierte Rarität kommt an der 11. WestLicht Photographica Auction am 26. Mai 2007 unter den Hammer. Gefunden wurde sie auf einem Dachboden und löst so die von Daguerre’s Schwager Giroux gefertigte Daguerreotype von 1839 - von der in Museen weltweit etwa zehn Stück existieren - als älteste Kamera ab.
Experten gehen davon aus, dass der symbolische Rufpreis von 100 000 Euro problemlos um ein Vielfaches überschritten wird. Wer das nötige Kleingeld hat und mitbieten will, kann sich gratis den Auktionskatalog bestellen.
Nein, beim Design der Hello Kitty-Flugzeuge von EVA AIR handelt es sich nicht um einen Sub Brand für kaufkräftige Kinder. Auf verschiedenen inländischen Strecken fliegen die Flugzeuge in Japan für Kunden allen Alters, und das mit Erfolg!
Der Auftritt hat kürzlich sogar, an den Wallpaper Design Awards 2007, den Preis «Beste Bemalung» abgeholt. Jeroen Bergmans, Reiseredakteur des Wallpaper* Magazins, begründet die Entscheidung des Gremiums so: «Fluglinien versuchen bei ihrem Design innovativ und luxuriös zu sein, aber ihre ersten Klassen sehen oft langweilig aus und haben bestenfalls eine moderne Ausstattung. Das Essen in den First und Business Klassen hat Hauben-Qualität, das Service einen sehr hohen Standard und die Sitze können in Betten verwandelt werden, aber selten stößt man auf ein Outfit, das lustig und skurril ist. Die EVA AIR Hello Kitty-Flugzeuge sind kitschig, verrückt und durch und durch asiatisch und unterhalten auch quengelige Kinder während des Fluges!»
Normalerweise stehen Bezeichnungen wie «kitschig» oder «verrückt» nicht unbedingt für gutes Design. Bei Wallpaper* sieht man das anders - nicht zum ersten Mal.
Nachtrag Von der wundersamen Verwandlung eines Flugzeugs in einen Hello Kitty-Jet gibt es auch ein Making Of-Video:
Das «schrille Zeitgeistmagazin» Tracks spürt auf Arte seit 10 Jahren Trends aus Musik, Kunst und Lifestyle auf. Am Donnerstag, 19. April 2007 übergibt Arte das Kommando für ein Geburtstags-Special an Tracks. Wenn die dafür vorgesehenen vier Stunden so sind, wie die bisherigen Sendungen, kann man sich auf einiges gefasst machen!
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