


Was soll man tun, wenn eine Massnahme genau das heraufbeschwört, was man eigentlich verhindern möchte? Dann lässt man sie lieber bleiben; könnte man meinen.
Doch im Falle des Tragens von Fahrradhelmen ist die Antwort nicht ganz so einfach. Der Verkehrspsychologe Ian Walker von der britischen University of Bath hat in verschiedenen Tests das Verhalten von an Fahrradfahrern vorbei fahrenden Motorfahrzeugen überprüft. Seine Ergebnisse wurden in der Märzausgabe von Accident Analysis & Prevention veröffentlicht.
Er fuhr mit und ohne Helm ausgestattet durch Salisburys und Bristols Strassen und zeichnete dabei die Daten von 2500 Überholmanövern auf. > weiterlesen ‘Gefährlicher mit Helm’



Der Rote Planet hat eine neue Überraschung zu bieten: Die «Seven Sisters» – sieben Höhlen mit einem geschätzten Durchmesser von 100 bis 250 m. Die Öffnungen, bei denen es sich nicht um Einschlagskrater oder dunkles Gesteinsmaterial handeln soll, tragen die Namen Dena, Chloe, Wendy, Annie, Abbey, Nikki, und Jeanne.
Etwas seltsam ist die Tatsache, dass die NASA (Mars Odyssey-Sonde, Mars Reconnaissance Orbiter) und die University of Arizona (High Resolution Imaging Science Experiment – HiRise – von MRO) bisher nichts von diesen Entdeckungen zu berichten haben. Gefundenes Fressen für wirre Verschwörungstheoretiker. Könnte ja sein, dass die nagra dort geheime Bohrungen durchführt, um einen möglichen Standort für unseren Atommüll ausfindig zu machen.
Auf der 38. Lunar and Planetary Science Conference wurden die Höhlen einem Fachpublikum präsentiert, die beim Vulkan Arsia Mons liegen. Weitere Aufnahmen sollen mehr Aufschluss über die Öffnungen geben.
Links: NASA
Mars Odyssey-Sonde
Mars Reconnaissance Orbiter
High Resolution Imaging Science Experiment
nagra
38. Lunar and Planetary Science Conference
(via: planetary.org)


Wenn man als Jäger zum Gejagten wird, braucht es mitunter gute Nerven und eine dicke Haut. Besonders dann, wenn die Beute Scientology heisst.
BBC-Reporter John Sweeney ist seit einigen Wochen den Machenschaften der selbsternannten Kirche auf der Spur. Das passt den Scientologen nun gar nicht. Ihre Antwort: Lasst uns zurückschlagen! Das tun sie mit einer Mischung aus Stalking und Diskreditierung. Jeden Schritt, den Sweeney mit seinem Team unternimmt, verfolgen die Scientologen mit einem eigenen Kamerateam. Sie lassen ihm kaum Luft zum Atmen und torpedieren ihn überall, wo es nur geht. Auch die Flucht aufs Stille Örtchen hilft da nichts.
Selbst Mittel, die zunächst abgelehnt wurden, sind nun Recht. Lange Zeit sahen die Scientologen im Internet die Verkörperung des Bösen. Nun scheint sich das Blatt gewendet zu haben, denn kürzlich luden sie ein Video von Sweeney auf die Plattform YouTube. > weiterlesen ‘Kampfplatz YouTube’
Ursprünglich wollte ich an dieser Stelle die vier Rock’nIndie-Roller von Blondelle und die neue CD (letzten Monat erschienen) von den Arctic Monkeys vorstellen. Nach genauerem hinhorchen muss ich aber sagen, dass deren Sound sich kaum mehr von dem anderer UK-Bands unterscheidet. Daher richten wir unseren Blick mal auf das einsamste Land der Erde – nach Australien.

Sarah Blasko – What The Sea Wants, The Sea Will Have
Diese Musikerin kann mit ihrer Stimme den Tag zu einem versöhnlichen Abschluss bringen. Es muss ja nicht immer Tempo-Pop sein. Geboren auf La Reunion, später mit den Eltern nach Sydney zurückgekehrt, spielt sie Musik, die sich zwischen Lisa Ekdahl und Lene Marlin befindet. Ihre letzte Einspielung stammt aus dem vergangenen Jahr.

The Sleepy Jackson – Lovers
Multiinstrumentalist Luke Steele alias Sleepy Jackson ist wieder eher ein Vertreter der Adrenalin-Musik. Seine CD von 2003 gefällt mir fast noch besser als die letztjährig erschienene, weil da der Sound noch experimenteller und ungeschliffener daherkommt als auf der neueren Scheibe.
Links: Blondelle
Arctic Monkeys
Sarah Blasko
Sarah Blasko bei MySpace
The Sleepy Jackson
The Sleepy Jackson bei MySpace



Die Würfel sind gefallen – das erste deutsche «Mobile Film Festival» für Handyfilmer (siehe Bericht bei taxipluto) hat seine Preisträger erkoren.
In der Kategorie bester Film hat Antje Brameyer mit ihrem Film «First Dice Vid» gewonnen. Er zeigt ein weiteres (sinnloses?) Hobby, um mit Würfeln und einem Becher allerlei Kunststückchen zu vollbringen. Da hat der Film «Rauchen kann tödlich sein» von Jörg Fritsche schon mehr zu bieten. Der Gewinner in der Kategorie beste Regie, der auch den Publikumspreis davonträgt, handelt das Thema Rauchen und dessen Folgen auf ironische Weise ab – mit überraschendem Ende. Der wohl beste Film des ganzen Wettbewerbs. Was an der Idee des Preisträgers der Kategorie originellste Idee so originell sein soll, entzieht sich meinem Verständnis.
Die Vergabe an diesen Beitrag zeigt wohl die grosse Schwäche des ersten Festivals auf: Der Mangel an wirklich guten Filmen. Den gilt es für die nächste Ausgabe zu beheben.
Link: Mobile Film Festival


KISS – Keep It Simple and Stupid. Diesen Leitsatz aus dem Marketing scheinen sich immer mehr Anbieter von Elektronikprodukten zu Herzen zu nehmen. Besonders ältere Anwender – aber nicht nur – sind dankbar, wenn sie mit wenigen Schritten zum Ziel kommen. Dass aber Alter nicht auch automatisch mit Unbedarftheit gleichzusetzen ist, zeigen Untersuchungen zur Usability (Bericht auf «Fit Für Usability»). Älteren Personen gelingt es sogar besser einzuschätzen, ob ein Gerät bedienerfreundlich ist oder nicht. Und bei der Begründung ihrer Urteile schneiden sie gleich gut wie jüngere Studienteilnehmer ab.
Selbst Anbieter von Handys haben erkannt, dass Einfachheit Vorteile haben kann. Wer ärgert sich nicht auch manchmal darüber, dass er nicht rascher zu den Grundfunktionen seines mobilen Begleiters findet und sich erst durch einen komplizierten Dschungel von Menüs und Untermenüs durchackern muss? Die meisten Anbieter haben daher schon mindestens ein Modell im Angebot. Bei Sony Ericsson ist es das J110i, das sich auf wesentliche Funktionen beschränkt, die über eine einzige Taste wählbar sind. Bei Motorola heisst der Einfachkönner F3. Nach dem Motto «weniger ist mehr» wird auch hier die Einfachheit angepriesen. Nokia schickt das 3110 classic ins Rennen, wobei dessen Ausstattung schon etwas mehr umfasst: Kamera, Bluetooth, MP3-Player und Radio sind immerhin darin enthalten.
Was das bald erhältliche iPhone von Apple bieten wird, darf trotzdem interessieren …
Links: Wikipedia über Usability
Bericht auf «Fit Für Usability»
Sony Ericsson
Motorola
Nokia
Apple



Zusammenarbeiten sind dann sinnvoll, wenn sie einen gewissen Nutzen, sprich Ertrag, für die beteiligten Parteien bringen. Der Ertrag kann sich in barer Münze einstellen oder auch in ganz anderer Form – in neuen Soldaten beispielsweise. Dieses und andere Ziele spielen für das Pentagon eine nicht unwesentliche Rolle, wenn es um eine Zusammenarbeit mit Hollywood geht. Arte hat die Thematik in einer Animation «Arte Operation Hollywood» interaktiv aufbereitet.
Beginn einer engen Zusammenarbeit
Schon bei frühen Filmproduktionen wurde die Hilfe der Militärs dankend angenommen. Der Stummfilm «Geburt einer Nation» (Birth of a Nation) von 1915 oder «Flügel» (Wings) von 1927 sind nur zwei Beispiele der Anfangszeit. In den Filmen zwischen den zwei Weltkriegen ging es vor allem darum, die Öffentlichkeit auf einen neuen Krieg einzustimmen. > weiterlesen ‘Hollygon – Film und Militär’
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