

Also gut – will ich auch noch was über das iPhone schreiben. Besser gesagt hoffe ich bald, dass nicht mehr so viel über den neuesten Kochtopf aus Apples Küche geschrieben wird. Ähnlich, wie die allseits bekannte Hotelerbin, die ebenfalls die Nerven der normalgebliebenen Bürger überstrapaziert, ist zu hoffen, dass das Ding doch endlich rauskommen möge und so wieder anderen Meldungen Platz machen kann und die Zelte abgebrchen werden können.
Natürlich bin auch ich gespannt darauf, ob das iPhone die erhofften Erwartungen erfüllt. Dennoch wünsche ich mir als Apple-User auch, dass der Rest der Produkte wieder etwas mehr Beachtung gewinnen möge. Allen voran die Rechner, die schliesslich Arbeitsgerät Nummer eins vieler Anwender aus der kreativen Branche sind.
Daher möge man mir diese etwas zynische Meldung verzeihen. Frohes Kochen.
Nachtrag Wer Bilder von Leuten mit glänzenden Augen sehen will, weil sie als erste ein iPhone in Händen tragen, kann den Videostrem aus Palo Alto konsultieren:
weitere Strams: ustream
(Nachtrag via: neuerdings.com



Animationsfilme haben es nicht immer ganz leicht. Den Weg in die grossen Kinosäle finden die teilweise recht kurzen Streifen leider nur selten. Manche schaffen es aber in die Museen. Darunter die des südafrikanischen Künstlers William Kentridge.
Seine Arbeitsweise ist unter Filmern dieser Gattung einzigartig: Alleine mit Kohle- und Pastellkreide malt er seine Szenen auf einen Bogen. Dabei wechselt er nicht etwa nach jeder Sequenz den Bogen; vielmehr radiert er die vorangegangene Einstellung auf demselben aus und zeichnet die neue versetzt darüber. Dieser Prozess wird Bild für Bild mit einer 35mm-Kamera aufgenommen und ergibt dann den eigentlichen Film. Natürlich hinterlässt diese Vorgehensweise auf dem Papier seine Spuren. Das stört aber nicht im geringsten – fördert es doch die Dynamik in den Bewegungen einzelner Objekte, wie zum Beispiel Zeitungspapier, das im Film «Felix in Exile» durch die Luft schwebt und flimmernde Flügelspuren hinterlässt (s. 1. Film unten) > weiterlesen ‘Kentridges magischer Strich’



Da staunt der Laie. Kürzlich bin ich schon wieder der Katzengestalt Hello Kitty begegnet (s. Bericht über EVA AIR mit Hello Kitty bei taxipluto). Von selektiver Wahrnehmung zu sprechen, wäre wohl übertrieben; aber eine Art Ausblendung dieser mir eher unsympathischen Figur hat schon stattgefunden.
Bis anhin eher wenig beachtet, musste ich daher einen genaueren Blick auf dieses Phänomen werfen. Ins Regal der Verkaufsläden gestellt hat das weisse Kätzchen mit der roten Schleife 1976 die Firma Sanrio. Von der anfänglich einfachen Geldbörse wurde das Sortiment zu den über 22000 Produkten erweitert, die heute nicht nur von Kindern geliebt werden – darunter auch ein Hello-Kitty-Vibrator. > weiterlesen ‘Durch die Kitty-Hölle’



Und es geht doch weiter! Der Pirelli-Werbespot mit Uma Thurman (s. Bericht bei taxipluto) hatte uns hoffen lassen, dass Kill Bill noch in eine weitere Runde gehen würde.
Einer Meldung von crienglish.com ist zu entnehmen, dass es sogar zwei neue Episoden geben soll. Im dritten Teil nun wollen sich zwei ehemalige Opfer bei Beatrix Kiddo, der «Braut», rächen. Im Kampf wurden sie in den vorangegangenen Episoden von ihr um einige Körperteile erleichtert. Das wollen sie nicht ohne Vergeltung hinnehmen. Und im vierten Teil wollen sich einige Töchter rächen, deren Mütter durch Kiddos Schwert den Tod fanden.
Gefilmt werden soll in China; so zumindest der aktuelle Stand.
Da kann man nur sagen: Bang Bang.
Links: Bericht bei crienglish.com
Über Kill Bill Vol. 1 bei imdb
Über Kill Bill Vol. 2 bei imdb
(Bilder: Miramax Films)


Der comScore-Report über Datenverkehr für den Monat Mai führender Sites in Grossbritanien zeigt Tendenzen auf, die auch für andere europäische Länder Gültigkeit haben dürften: Google ist die am meisten besuchte Site; sie erreicht 89 Prozent der Internetbenutzer (15 Jahre und älter).
Wenn es ums Reisen geht, wird das Internet immer häufiger zum Buchen verwendet. Die Grillparty wird immer öfters nach den Wetterangaben aus dem Netz geplant und Einkäufe werden immer mehr per Mausklick getätigt.
Neben diesen allgemein schon bekannten Trends gibt es auch einige auffallende Gewinner: Allen voran Facebook, das um 30 Prozent an Besuchern zugelegt hat. Bei dieser kostenlosen Internet-Plattform können soziale Netzwerke im englischsprachigen Raum gebildet werden. Dass grosses Interesse am Service besteht, unterstreicht auch die unheimliche Menge an Zusatzanwendungen. Seit Veröffentlichung der Entwicklungs-Plattform wurden rund 1500 Anwendungen produziert (s. Bericht bei silicon.de). Das deutschsprachige Pendant ist übrigens StudiVZ.
Links: comScore-Report
Facebook
Bericht bei silicon.de über Facebook
StudiVZ


Nach den «stolen jewels» von mike an maaike (s. Bericht bei taxipluto) hier ein weiteres Schmuck-Projekt, das aufgrund seiner ungewöhnlichen Entstehungsart Beachtung verdient.
Unter dem Titel «Unsustainable» hat Greetje van Helmond Schmuckstücke aus Zuckerkristallen kreiert. Diese wachsen direkt auf einer Schnur, die in einer Zuckerlösung gebadet wurde.
Fragil aber dennoch kostbar, aus alltäglichen Grundsubstanzen erzeugt, repräsentieren die entstandenen Stücke Unbeständigkeit und stehen so in direktem Kontrast zu Schmuckstücken, die gewöhnlich aus dauerhafteren Materialien hergestellt werden.
Zu sehen sind die Arbeiten im Rahmen der Royal College of Art summer show, noch bis 28. Juni 2007.
Links: Greetje van Helmond
Royal College of Art summer show
(via: dezeen, Bilder: dezeen / Nachtrag: neues Bildmaterial bei dezeen)


Was erlebt ein Paket, wenn es per Post von einem Ort zum anderen spediert wird? Steht es manchmal Kopf oder wird es unsanft behandelt?
Die Antworten auf diese Fragen verdanken wir Tim Knowles. Er hat ein Paket, ausgerüstet mit einer Kamera die alle zehn Sekunden eine Aufnahme macht, auf den Weg geschickt. Aus den 6994 so entstandenen Bildern hat er einen animierten Film gemacht.
Link: Tim Knowles
(via: Boing Boing)
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