Archive für Juli, 2007

storyspots – News im Griff

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Wer heute in Sachen aktuelle Nachrichten auf dem Laufenden sein will, hat verschiedene Möglichkeiten. Er kann von Zeit zu Zeit einschlägige Nachrichtenportale beackern oder deren RSS-Feeds abonnieren.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Website storyspots, die im 30-Minuten-Takt Presse-Homepages nach Updates durchsucht. Per Mouse over über eine Liste können dann jeweils die Seiten, die von persönlichem Interesse sind, aufgerufen werden. Die gezeigte Startseite der jeweiligen Site wird von Werbung befreit dargestellt. Mit der eher bildhaften Herangehensweise ergänzt diese Site Angebote wie 10×10 oder Daylife/Highligts (s. Bericht bei taxipluto)

Zweck der Site ist laut storyspots: «Schnell sehen, was neu ist und was sich geändert hat.» Neben deutschsprachigen Seiten sind auf diese Weise auch internationale Newsquellen rasch einsehbar. Jeder Listeneintrag ist mit einem kleinen nach unten zeigenden Pfeil versehen. Dieser ist einerseits ein Link zur jeweiligen Newsquelle und andererseits werden bei einem Mouse over wahlweise Titel aus dem RSS-Feed gezeigt. Eine (leider etwas träge) Thumbnail map kann anstelle der Liste eingeblendet werden.

Hilfreich für das aktuelle Monitoring kann die Suchfunktion sein. Diese sucht in unmittelbar tagesaktuellen Online-Inhalten (keine Archivsuche) und zeigt somit auf, ob aktuell zu einem gewünschten Begriff Nachrichten verfügbar sind. Wem das nicht genug ist, kann den gewünschten Suchbegriff auch noch als RSS-Feed abonnieren.

Alles in allem ein rundes Angebot, das das tägliche Monitoring von Nachrichtenseiten erleichtert.

Strasse als Galerie

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Öffentlicher Raum ist Allgemeingut. Künstler, die vorwiegend auf Strassen und Plätzen aktiv sind, dehnen diese Prämisse oft bis zum Äussersten aus.

Was dabei rauskommt, zeigt unter anderem das Wooster Collective, das Aktionen im öffentlichen Raum sammelt und präsentiert. In Amsterdam werden Gullideckel zu überdimensionierten Waschbeckenabläufen, die Strassen Frankreichs von Vogelschwärmen heimgesucht oder eine Baulücke in Istanbul mit Stühlen aufgefüllt.

Ausserdem von Zeit zu Zeit dort zu sehen sind die Aktionen von sam3, der mit kleinen und grossen Bildern auf sich Aufmerksam macht.

(Bilder: Wooster Collective)

Da schau her 0002 – Zugabteil

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Von Steinen unterscheiden wir uns Menschen in vielerlei Hinsicht; in mancher sind wir ihnen ähnlich. Damit wir uns in immer wechselnden Situationen zurecht finden können, brauchen wir ein gewisses Mass an Anpassungsfähigkeit. Bei Steinen sieht das anders aus; und doch haben sie uns in manchen Belangen etwas voraus.

Da mit dem Vorgang der Anpassung auch eine Anstrengung verbunden ist, mögen wir Situationen, in denen wir zur Anpassung gezwungen werden, in der Regel nicht besonders. Viel lieber ist es uns, wenn wir selber bestimmen können, wo und wie sehr wir uns zu bewegen haben.

Öffentliche Verkehrsmittel bieten ein gutes Beobachtungsfeld für menschliches Verhalten. Im Unterschied zu individuellen Fortbewegungsmitteln, wie Auto oder Fahrrad, nimmt man bei der Nutzung von öffentlichen gewisse Einschränkungen in Kauf. Dafür verspricht man sich einige Vorteile – nicht im Stau stecken bleiben, kein schlechtes Gewissen in Bezug auf Umweltverschmutzung haben, um nur einige zu nennen. Diese sollen die Nachteile zumindest aufwiegen.

Neben dem verminderten Mass an Flexibilität, das sich aus dem vorbestimmten Fahrplan von Zügen, Bussen, und so weiter ergibt, stellt die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel besonders eine Forderung an uns: Die Bereitschaft, vorhandenen Raum mit anderen zu teilen. Mit dem Fahrplan mag man sich irgendwann zurecht gefunden haben; auch mit den Fahrkosten. Handelt es sich doch bei diesen Dingen um mehr oder weniger vorhersehbare Grössen. > weiterlesen ‘Da schau her 0002 – Zugabteil’

Spielkasino gewinnt immer

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Glücksspiele haben viel mit Wahrscheinlichkeit zu tun. Egal ob Roulette oder Lotto; wenn man ein paar grundlegende Regeln über die Gesetze der Wahrscheinlichkeit kennt, kann man auch seine Gewinnchancen besser einschätzen. Würden diese Überlegungen vor dem Entscheid, das Kasino zu betreten, angestellt, würde wohl so mancher auf den Treppenstufen wieder kehrt machen.

Die Site Gambling vom australischen Powerhouse Museum führt auf spielerische Art in die Thematik ein und zeigt anhand einfacher Beispiele, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, im Spiel überhaupt zu gewinnen. Und die ist manchmal erschreckend klein. Die, sein ganzes Vermögen loszuwerden, entsprechend gross.

Für Lehrer gibt es ausserdem einen eigenen Bereich, in dem Anregungen für den Unterricht gegeben werden. Ziel ist es, den Studenten einen sicheren und gesunden Umgang mit dem Thema Glücksspiel zu vermitteln.

Nachtrag Einen kreativen Weg, zumindest vom Spiel mit Flipperkästen loszukommen, zeigt ein abgedrehter Photoshop-Wettbewerb bei Something Awful. Da wird schon mal ein Kasten zum Grill umfunktioniert. Mahlzeit!

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(Bilder: Something Awful)

Fiktion wird wahr

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Nicht selten nehmen Sciencefiction-Filme kommende Entwicklungen voraus. Manchmal sind es auch fiktive Nachrichtenmeldungen. So geschehen am letzten Dienstagabend.

The Onion, das News Network, das falsche Nachrichtenmeldungen kreiert und unter anderem via Videocast verbreitet (s. Bericht bei taxipluto), hat vor einiger Zeit den fiktiven Bericht gesendet, dass das Internet abgestürzt sei (s. Film unten).

Zurück zur Realität: Angefangen hat alles mit Spannungsschwankungen in einer Engergie-Station in Daly City. Danach kam es zu einem Brand, der schliesslich die Stromversorgung von Peninsula und San Francisco in Mitleidenschaft zog. (Ausführlicher Bericht über den Stromausfall bei SFGate)

Davon betroffen waren auch verschiedene Webserver. Das gesamte Internet ist zwar nicht zum erliegen gekommen, doch sind immerhin einige bekannte Dienste zeitweilig nicht erreichbar gewesen. Darunter Yelp, über das hier auch schon berichtet wurde, LiveJournal, Typead oder Technorati. Mittlerweile funktionieren die Dienste wieder.

Das Ganze zeigt, dass das Internet anfälliger ist, als man meinen könnte. Kann auch sein, dass the Onion selber für den Crash verantwortlich ist. Das ist natürlich auch eine Falschmeldung, die unwahr ist und bleibt und nie wahr werden wird …


Breaking News: All Online Data Lost After Internet Crash

Wenn Logik nicht hilft

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Nehmen wir an, Sie wollen sich vor einem Fehltritt absichern, indem Sie sich vorab über mögliche Ursachen für ein Vergehen informieren. Nehmen wir weiter an, dass Sie nicht über diese Ursachen informiert werden dürfen, weil sie geheim sind. Hier liegt ein Dilemma vor, das nicht zu lösen ist. Dass Sie tatsächlich einen Fehler begangen haben, merken Sie erst, wenn es schon zu spät ist.

Von einem solchen Fall weiss Keith McCammon zu berichten. In der US-Stadt Arlington hat er das falsche Gebäude fotografiert – eines der Regierung. Dass das ein Fehler war, hat er freilich erst im Nachhinein erfahren müssen. Er konnte es auch nicht wissen, weil nirgends ein Schild hängt, auf dem steht: «Achtung, dieses Gebäude nicht fotografieren.» Auf jeden Fall musste er einem aufmerksamen Polizisten seine Personalien abgeben; die Alternative wäre ein Untersuchungsgefängnis gewesen. Ersteres war ihm da schon lieber.

Was folgte war ein Briefwechsel mit der Polizei, den McCammon mit aller Geduld und in anständigem Ton geführt hat. Dabei musste er erfahren, dass die Sicherheit jeglicher Art von Regierungsgebäuden wichtig sei und dass die Gesetzeshüter dazu angehalten würden, verdächtigen Aktivitäten nachzugehen. Daher seien seine Personalien aufgenommen worden. Die gute Nachricht ist, dass die Polizei von Arlington keinen Polizeireport von McCammon aufgenommen hat. Die schlechte, dass sie seine Angaben an die Agentur für Innere Sicherheit weitergegeben haben. Anstatt ein einfacher Verbrecher ist er nun sogar ein potenzieller Terrorist …

OK, dachte sich McCammon, wenn das so ist, will ich sicher gehen, damit mir das nicht noch einmal passiert. Also fragte er nach einer Liste von Gebäuden, die man nicht fotografieren darf. Darauf war die Antwort von offizieller Seite, dass eine solche Liste natürlich nicht existiere.

Was soll man daraus schliessen? Ab sofort keine Gebäude mehr zu fotografieren oder vor dem Knipsen einen Polizisten zu suchen, den man fragen kann: « Wenn ich dieses Gebäude fotografieren würde, müsste ich dann mit Problemen rechnen?» Absurd, oder?

Links: Bericht von Keith McCammon
Berichterstattung über McCammons Fall
(via: Raw Fisher)

Marken-K(r)ampf in Second Life

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Frage: Kann eine Marke virtuell gefälscht werden? Vor einigen Jahren hätte da wohl noch jeder den Kopf geschüttelt. Seit Second Life sieht das freilich anders aus. Laut einer Studie von P4M sind 59 Prozent der untersuchten Shops und Repräsentanzen gefälscht.

Um die eigene Online-Präsenz aufzupäppeln werden Originalbilder raubkopiert. Und das ist nur eines der vielen Probleme, mit denen sich Firmen, die sich in Second Life engagieren wollen, konfrontiert sehen. Der Schutz der eigenen Marke ist ebenso problematisch wie die Frage, wie Datenschutzerklärungen aussehen sollen.

Linden Labs, der Betreiber von Second Life, hält sich aus diesen Problemen bislang heraus. Auch die juristische Verfolgung – etwas, das der Betreiber auf Bitten von Usern vorsieht – wird laut Studie nicht umgesetzt.

In krassem Kontrast zu den Markenverstössen stehen einsame Markeninseln. Laut einer Studie von aquarius consulting werden die Inseln kaum besucht. Die Nissan-Ressidenz, das bestbesuchte Eiland, bringt es nicht einmal auf sechs Gäste pro Stunde – bei MTV/Laguna Beach sind es zwei und bei Sony eineinhalb. Reebok braucht sogar drei Stunden, bis sich überhaupt jemand bei ihnen blicken lässt.

In Anbetracht der vielen Probleme, die sich für Firmen in Second Life ergeben, ist es nicht verwunderlich, dass einige ihre Vertretung wieder abziehen. Darunter vor allem amerikanische Firmen, wie Dell oder die Hotelkette Starwood.

Man darf gespannt sein, was am Ende noch übrig bleibt …