
UA – Golden Green
Eine Japanerin, die auch tatsächlich singen kann. Nach ihren Anfängen, die stark vom Black Music-geprägten Popstil der 90er beeinflusst waren, hat sie den Weg über elektronischen Experimental-Sound à la Björk zum jazzigen Elektropop gefunden. Streicher- und Bläser-Arrangements begleiten niedrig-geschaltenen Elektrobeat, was eine angenehme und leichte Brise verströmt. Klar, die japanischen Texte versteht nicht jeder. Aber die wirklich gute Musik lässt das vergessen.
UA beim Label Victor/Speedstar

The Bees – Octopus
Im Sommer hat man es gerne, wenn nicht alles hart und kompliziert ist. Genau so ist die Musik von The Bees. Man kann ihren Sound als seichten Flower Power-Pop abtun oder ihn einfach für das lieben, was er ist: Ein angenehmer Begleiter für die Grillparty am See.
The Bees
The Bees bei MySpace

Molloy – This Is Fucking Brilliant (release: 27.07.07)
Am Abend darf es dann aber schon mal was mit mehr Drive sein. Da kommen die Londoner Molloy gerade recht. Ihr Elektro-Rock bringt das Blut in Wallung und treibt den Schweiss aus den Poren.
Beim Label kitty-yo
Molloy bei MySpace


Die Talking Heads haben mit ihrer Post Punk- und New Wave-Mischung aus Ska, R’n'B und Funk einerseits und tiefsinnig-skurrilen Texten andererseits Musikgeschichte geschrieben. Ab sofort sind Aufnahmen ihres Konzerts in Rom 1980 bei YouTube zu sehen.
Schade, dass es die Band nicht mehr gibt – sie hat sich Ende 1980er Jahre aufgelöst. Manchmal sind die Dinge halt komplizierter als wie sie in einem ihrer Songs (Creatures of Love) beschrieben werden:
A woman made a man
A man he made a house
And when they lay together
Little creatures all come out
Nebenbei: David Byrne unterhält einen eigenen Blog.
Links: YouTube Playlist der Konzertausschnitte von Rom
Talking Heads bei Wikipedia
Fan-Site
(via: Metafilter)



Die Geschichte von dem Typen, der sich ein Tattoo mit exotischer Schrift hat stechen lassen, und anschliessend erfahren muss, dass die lustigen Schriftzeichen «ich bin ein Depp» heissen, hat wohl jeder schon gehört. Das kommt davon, wenn man die Fremdsprache nicht versteht und nur aufs Aussehen achtet. Eine Sammlung solcher Ausrutscher ist bei Hanzi Smatter zu finden – zum Beispiel der Spruch: «Vorsicht vor der Bullen-Ratte.»
Aber auch in die andere Richtung kann der Schuss nach hinten losgehen. In Japan etwa gilt es als cool, wenn man auf seinen Produkten oder in der Werbung mit englischen Ausdrücken um sich wirft. Dass die gewählten Begriffe den Sinn nicht immer genau treffen, ist dabei gar nicht so wichtig. Hauptsache, es sieht modern aus.
Engrish.com hat eine Sammlung solcher Schnitzer zusammengestellt. Was muss man sich unter Water Salad vorstellen? Und wie sehr kann man sich über über eine Glück(bringende) Peitsche freuen (in Wirklichkeit sollte es wohl ein Schwingbesen sein)? In der Ecke für Erwachsene sind einige besondere Schmankerln zu finden: Das englische Wort für den Beischlaf wird fast inflationär verwendet und trifft wohl nicht immer den gewünschten Punkt.
Vielleicht wäre es besser, bei der eigenen Sprache zu bleiben.
Links: Hanzi Smatter
Wikipedia: Was bedeutet Engrish?
Engrish.com
(Bilder: Hanzi Smatter und Engrish.com)


Ab sofort heisst es für Pot-Raucher Haare einsammeln. Ein neues Verfahren ermöglicht es, den Konsum von Cannabis anhand einer Haarprobe nachzuweisen.
Währendem Urintests nur den Nachweis von kürzlich konsumierten Dosen ermöglichen, schafft das neue Verfahren eines Deutschen Forscherteams (kürzlich in Forensic Science International veröffentlicht) zu bestimmen, wie viel in den letzten drei Monaten konsumiert wurde.
Der Test bringt aber nicht immer genaue Resultate hervor. Hohe Dosen an ultraviolettem Licht durch Sonnenstrahlen zerstören einige der Moleküle, die im Haar zum Nachweis der Drogen dienen. Das Gleiche passiert, wenn Haare gebleicht werden. Dazu kommen noch einige personenbedingte Faktoren, die das Messresultat ebenfalls beeinflussen können.
Bei den Kommentaren zum Bericht bei Wired stellt einer die Frage: «Wird man high, wenn man die zuvor abrasierten Haare raucht?»
Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen.
(via: Wired)


Zumindest für einen kurzen Moment ist die Versuchung gross, mit Hilfe des neu gekauften Laserdruckers den eigenen Bargeldbestand aufzustocken. Vorlage einscannen, etwas bearbeiten und wieder ausdrucken. Wäre nicht schlecht, wenn es so einfach wäre.
Dagegen, es so zu tun, gibt es aber einige gewichtige Argumente. Neben den offensichtlichen (richtiges Papier verwendet? Hologramm, Metallfaden, etc.) gibt es auch ein verstecktes: Gelbe Punkte. Die meisten heute im Verkauf angebotenen Farblaserdrucker versehen die Ausdrucke mit kleinen gelben Punkten. Diese dienen dazu festzustellen, wo und wann ein spezifisches Dokument ausgedruckt wurde. Darüber wie diese Codes genau funktionieren, schweigen sich die Hersteller aus.
Für den Nutzer stellt diese Praxis ein weiterer Eingriff in seine Privatsphäre dar (s. Bericht bei taxipluto). Um dem entgegenzuwirken ruft seeing yellow dazu auf, sich beim Hersteller seines Laserdruckers zu beschweren und mit unangenehmen Fragen zu löchern. Das kann aber nicht ungefährlich sein: Eine Person, wurde im Anschluss an die Nachfrage vom US-Secret Service besucht und befragt, weshalb sie die Gelben Punkte loswerden wolle.
Eingriffe in die Privatsphäre nehmen kaum merklich zu. Einen guten Überblick, wie das in elektronischen Medien abläuft, ist bei der Electronic Frontier Foundation nachzulesen.
Mein Tipp an dieser Stelle für Leute, die einen Hang zu Paranoia haben: Diesen Bericht so rasch wie möglich wieder vergessen.
Links: seeing yellow
Electronic Frontier Foundation



Damit Fisch länger haltbar bleibt, wird er meist in Eis gepackt. Dann haut man ihn in die Pfanne oder schiebt ihn in den Ofen um ihn zu brutzeln. Das war bis anhin so.
Nicht so in Japan. Klar, den rohen Fisch bei Sushi und Co. kennen wir alle – auch unter den Inuits gibt es einige, die rohes Walfleisch essen. Aber auf die Idee, Fisch in Eisform zu sich zu nehmen, kann wohl nur ein Japaner kommen.
Yoshiaki Sato, Konfektbäcker im Norden Japans, begann zunächst mit Saury Ice Cream (Saruy ist ein spezielle Fischsorte). Und tatsächlich; es fanden sich immer mehr Leute, die diese Besonderheit gerne hatten. Mittlerweile hat er sein Angebot auf über 80 Sorten ausgeweitet. Meeresschnecken-, Quallen- oder Walfleisch-Eis ist wohl nicht jedermanns Sache. Die Japaner scheinen es aber zu mögen.
Damit der Geruch einen beim Essen nicht abschreckt, hat Sato verschiedene Methoden im Köcher. Eine ist das Einlegen des Fischs in Alkohol oder in braunem Tee. Darauf, ob die Sorten Leberwursteis, Currywursteis oder Pizzaeis je zum Verkaufsschlager werden, darf man gespannt sein.
Links: Bericht in der Zeitschrift mare



Damit man kundtun kann, dass man für das letzte Bombenattentat zuständig ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine ist ein Bekennerschreiben, das über die Medien in Umlauf gebracht wird. Oder man dreht ein kleines Video mit vermutlich grimmig dreinschauenden (sieht man leider nicht, weil Strümpfe die Gesichter verdecken) und schwer bewaffneten Jungs, die vor einem Banner stehen.
Und wie alles andere in der heutigen Zeit braucht auch eine Terrorgruppe eine eigene Identity mit dazugehörigem Markenzeichen. Man will sich ja schliesslich von anderen Terroristen unterscheiden. Sonst passiert es noch, dass ein anderer den Medienrummel für den eigenen Anschlag abräumt.
Wie solche Logos aussehen, hat Ironic Sans in einem Bericht zusammengetragen. Ob die Grafiker mit geladener Waffe am Kopf oder Schlägen zur Arbeit getrieben werden müssen (würde die wiederkehrende Wahl von Sternen als Sujet erklären) oder ob es da öffentliche Ausschreibungen gibt, ist leider nicht bekannt. Eine entsprechende Anfrage würde ich zumindest vorsorglich ignorieren …
Link: Bericht bei Ironic Sans
(via: rebel:art)
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