Archive für August, 2007



Das halten Journalisten von Web 2.0

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Wenn etwas Neues auf den Markt kommt, stellt sich immer die gleiche Frage: Mitmachen oder warten, bis sich der Trend wieder auflöst. Fast kein anderer Begriff hat in letzter Zeit die Diskussionen in und rund ums Internet so beherrscht, wie Web 2.0. Das sollte auch Journalisten, die vorwiegend angestammte Printmedien bedienen, nicht kalt lassen - sollte man zumindest meinen.

Dass dem nicht in allen Bereichen so ist, hat eine Studie mit dem Titel «media studie 2007» der dpa-Tochter news aktuell aufgedeckt. Die Studie hat sich der Frage angenommen, «Was Journalisten von den aktuellen Trends im Internet halten und wie sie die Zukunft der Medien sehen.» Die Auswertung der rund 1200 befragten Journalisten fördert teilweise Erstaunliches zu Tage.

Begriff Web 2.0
Im Begriff Web 2.0 sehen die meisten die logische Fortentwicklung des Webs (25%), ist für sie einfach Kommunikation (20%) oder sie finden gar, dass es sich dabei um einen überschätzten Hype (11%) handelt. Nur 1% der Befragten halten das Ganze für eine Revolution. Dass alleine schon der Begriff Web 2.0 für teilweise heisse Köpfe sorgt, ist nichts Neues. Wie wenig Beachtung aber von Journalistenseite dem Ganzen entgegengebracht wird, ist schon erschreckend.

Relevanz
Und auch die Antworten auf die nächste Frage lassen aufhorchen. Darauf, welche Relevanz Web 2.0-Angebote für die journalistische Arbeit hat, antworten mehr als die Hälfte, nur eine geringe (52%), oder gar keine (9%); nur für ein Viertel eine hohe (25%). Lässt sich daraus schliessen, dass Journalisten die meinungsmachende Rolle von Blogs unterschätzen? Eine aktive Teilnahme schliessen die meisten zumindest aus. Nur eine geringe Zahl schreibt selbst einen Blog (12%) oder hinterlässt Kommentare (13%). Blogs sind in den Köpfen von Journalisten noch nicht angekommen. > weiterlesen ‘Das halten Journalisten von Web 2.0′