Archive für Oktober, 2007

Da schau her 0006 – Trennung

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Was geschieht, wenn wir uns von jemandem trennen? Warum bereitet es so grosse Mühe, den anderen loszulassen? Eine kleine Reflektion darüber könnte Anstoss zu eigenen Überlegungen sein.

Funktion oder Person?
Es besteht ein gewichtiger Unterschied, ob man etwas oder jemanden vermisst. Wenn uns beispielsweise die Gesellschaft von anderen Menschen im Allgemeinen fehlt, muss das nicht heißen, dass uns eine spezifische Person fehlt. Diesen Fehler begehen wir aber dann, wenn wir uns von jemandem trennen, mit dem wir unsere bisherige Zeit verbracht haben. Was zurückbleibt ist ein Vakuum, eine Abwesenheit der anderen Person, die eine Lücke hinterlässt. Natürlich nimmt diese Person auch all jene Eigenschaften mit, die zur Trennung geführt haben. Aber diese Tatsache blenden wir aus und konzentrieren uns nur auf diejenigen Aspekte, die angenehm waren und nun fehlen. Und auch dabei verallgemeinern wir: So fehlt uns beispielsweise jemand, mit dem wir ins Kino gehen oder ein Konzert besuchen wollen. Es ist diese Begleitung, die uns fehlt, jemand der diese Funktion ausübt und nicht so sehr eine spezifische Person. Und weil wir diesen Beschäftigungen bisher mit einer bestimmten Person gefolgt sind und diese nun nicht mehr da ist, fehlt uns diese Person. Denn diese Beschäftigungen waren bisher immer mit dieser einen Person eng verknüpft.

Person als Träger verschiedener Aspekte
Funktion und Person voneinander zu trennen ist nicht leicht. Denn wenn wir an eine Person denken, sehen wir sie stets als eine einheitliche Erscheinung. Wir sehen sie nicht als Träger verschiedener Eigenschaften, Funktionen und Intentionen. Genauer betrachtet ist sie das aber. > weiterlesen ‘Da schau her 0006 – Trennung’

Weniger, dafür mehr

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Mitte März hat es auf taxipluto erstmals etwas zu lesen gegeben. Seither habe ich hier Berichte zu verschiedenen Themen veröffentlicht und mein technisches Verständnis von Weblogs erheblich erweitert.

Von Beginn weg habe ich bewusst keine Einschränkung in den behandelten Themen gemacht; ganz einfach deshalb, weil ich nicht wusste, worüber ich überhaupt schreiben möchte. Im Durchschnitt habe ich es auf 23 Berichte monatlich gebracht. Nicht immer waren das freilich hochstehende Beiträge. Erstaunlicherweise sind Reaktionen in Kommentarform nicht immer dort eingetroffen, wo ich es am ehesten erwartet hätte. Andererseits haben sich Leute zu Dingen geäussert, die ich selber gar nicht so spannend fand. So unterschiedlich können Selbst- und Fremdwahrnehmung sein.

Den Blog unterhalte ich neben der Arbeit, die vorwiegend am Computer stattfindet. Der Weg ins Web ist damit kurz. Dennoch stelle ich fest, dass es mir zusehends Mühe bereitet, geeignete Beiträge zu verfassen. Nicht, weil es nichts Interessantes zu berichten gäbe. Vielmehr muss man sich irgendwann fragen, ob es auch ohne einen gehen würde – in meinem Fall tut es das wohl.

In vielen Bereichen gibt es hervorragende Blogger, die es mit ihrer persönlichen Art fertig bringen, einen ein ums andere Mal auf ihren Blog zu locken (nachhaltigBeobachtet, Mitra, Ehrensenf). Andere Blogs sind zu eigentlichen Institutionen geworden, die man als Sprungbrett zu eigenen Anregungen nutzen kann (Boing Boing, Scientific American, Metafilter). Wiederum andere mag man einfach so, ohne es erklären zu können (chaiYo, Toky Times, Geisha asobi blog).

Nein, aufhören mit Bloggen möchte ich nicht. Aber etwas kürzer treten werde ich. Die Berichte werden wohl etwas weniger, gleichzeitig sollen sie etwas ausführlicher sein. Ich verspreche mir davon wieder mehr Befriedigung beim Schreiben. In diesem Sinne alles Gute und bis bald.

Diana+ – Lomo grüsst

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In Zeiten immer besser werdender Digitalkmeras muss man sich fragen, weshalb man sich noch mit analogen Geräten herumschlagen soll. Wenn es sich jedoch um Lomo und Co. handelt, stehen andere Werte als Bildschärfe oder Bequemlichkeit im Vordergrund.

Kürzlich hat Lomo wieder ein Cultgerät aus den 60ern zu neuem Leben erweckt: Diana+ heisst das wie ein Spielzeug aussehende Plastikding. Seine Einstellmöglichkeiten beschränken sich auf einige wenige Funktionen. Es gibt zwei Verschlusszeiten, «N» für normales Tageslicht und «B» für Innen- und Nachtaufnahmen. Man kann entweder 12 Bilder voller Grösse (5,2×5,2 cm) oder 16 kleinere Bilder (4,2×4,2 cm) schiessen. Mehrfachbelichtungen sind ebenso möglich, wie endlose Panoramaaufnahmen.

Zum unverkennbaren Bildlook trägt aber die Plastiklinse bei, die zu den traumartig, manchmal etwas verschwommenen und farbverschobenen Bildern führt.

Und wofür steht das Plus? Unter anderem für die Möglichkeit, die Linse abzuschrauben. Das ermöglicht durch ein stecknadel-grosses Loch wiederum Bilder ganz eigentümlicher Art zu schiessen: Super-Weitwinkel-Aufnahmen mit weicher Schärfe und einem grossen Umfang der Schärfentiefe.

Zu haben ist das Gerät für rund CHF 65.–; für rund CHF 40.– mehr gibts noch Rollfilme dazu. Es lebe die analoge Fotokunst!
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Videoblogs zum brüllen

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Von Zeit zu Zeit vertreibe ich mir die Zeit bei Ehrensenf oder bei Rocketboom. Besonders die Freitagsbeiträge dieser Videoblogs haben es meist in sich.

Joanne von Rocketboom kämpft im aktuellen Beitrag vom 19. Oktober mit Engel und Teufel. Worüber lohnt es sich denn nur zu berichten? Herrlich sarkastisch!

Bei Ehrensenf hat es mir der Beitrag vom 5. Oktober angetan.

Kühlschrank-Charakterstudie

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Zeige mir deinen Kühlschrank und ich sage dir wer du bist. So oder ähnlich lautet das Motto von Fridgewatcher.com. Wer will, kann das Innere seines Kühlschranks ablichten und die Bilder an die Site senden.

Dass das, was dort zu sehen ist, nicht immer appetitlich ist, liegt auf der Hand. Oft ist ein überfülltes Äusseres – mit Postkarten und ähnlichem gepflasterte Türen – untrügliches Zeichen für ein ebenso schnoddriges Inneres; aber nicht immer.

Dass es auch anders gehen kann, zeigt der Kühlschrank von Sylvia, Pieter & kids Lieke, Tim und Guus. Da herrscht geradezu klinische Ordnung. Wohl bekomm’s.
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Nachtrag Uli hat seine eigene Kühlschrank-Parade gestartet. Hier der Link (s. auch Kommentar unten).

Tod eines Wasserballons

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Tod eines Wasserballons, Meteoriten-Einschlag oder Brennende Glühbirne sind Filmtitel eines ganz bestimmten Metiers der Filmkunst: Hochaufgelöste High-Speed-Aufnahmen.

Zu sehen sind sie bei LucidMovement, einem Video Blog, der sich speziell mit den kleinen aber feinen Filmchen beschäftigt. Der Blog dient auch als Referenzquelle für Künstler. Zu jedem Film ist zudem deren Herstellungstechnik aufgelistet – besonders interessant für Filmemacher.

Die Filme haben fast etwas meditatives und sind eine kleine Abwechslung zum Arbeitstrott. Also, ab und zu eine kleine Ballonexplosion einstreuen und entspannen.

Blog Action Day – Auswertung

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Der erste Blog Action Day ist Geschichte (s. Bericht bei taxipluto). Heute, zwei Tage danach, haben die Macher erste Zahlen zum Event veröffentlicht:
- 20603 Blogs haben daran teilgenommen
- 23327 Blog-Beiträge wurden veröffentlicht (Google Blog Search)
- 14631038 RSS Readers

Aus den Top 100 von Technorati haben 19 Blogs teilgenommen. Darunter etwa Boing Boing, LifeHacker, Mashable oder Read/WriteWeb.

Auch in den Medien hat der Anlass Spuren hinterlassen: Neben Onlinemedien wie Wired News oder Reddit haben auch traditionellen Medien wie BBC, Reuters, FOX oder der Chicago Daily Herald über den Anlass berichtet. Er scheint bis anhin eher den englischen Sprachraum mobilisiert zu haben. Vielleicht ändert sich das im Hinblick auf den Blog Action Day im 2008. Dann ist zu wünschen, dass auch mehr deutschsprachige Blogger dafür Berichte bereitstellen.

Bleibt zum Schluss noch die Frage, ob dieser Anlass überhaupt einen Sinn macht. Eine Antwort darauf kann wohl nur jeder einzelne für sich geben. Nach dem Motto «Steter Tropfen höhlt den Stein» stehe ich solchen Aktionen grundsätzlich positiv gegenüber.