Archiv für Oktober 8th, 2007

Da schau her 0005 - Grenzen

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Neulich war ich wandern. Meine Begleitung hatte bei dieser Gelegenheit an einem Gebirgsbach mit einem freudigen Aufschrei die Schuhe fallen gelassen und sich wagemutig in die Fluten gestürzt (der Bach war nicht mehr als ein Rinnsal). Ich habe es ihr gleichgetan und sobald meine Füsse gespürt, wie lange nicht mehr - das Wasser war verdammt kalt! Anschliessend haben wir es uns am Gewässer gemütlich gemacht. Kleine Libellen haben ihre Runden gezogen und wir eine kleine Zwischenmahlzeit zu uns genommen.

Der Bach selber war nicht weit vom Wanderweg entfernt und unser Rastplätzchen wäre an sich leicht zu entdecken gewesen. Dennoch hat nicht einer der vorbei ziehenden Wandervögel zu uns herübergesehen. Wir waren unsichtbar, in eine andere Welt entrückt, für andere schlicht nicht mehr existent. Vermutlich hätten wir uns auch der restlichen Kleider entledigen können, ohne, dass andere davon Notiz genommen hätten. Das haben wir aber sein lassen.

Eigene Welt
Jeder lebt in seiner eigenen Welt. Nicht immer tritt das so zutage, wie im genannten Beispiel. Selbst dort, wo wir in engstem Kontakt mit anderen stehen, von mir aus in einem Fussballstadion, das mit tausenden Leuten gepflastert ist, bewegen wir uns in unserer eigenen, kleinen Welt. Und die besteht aus eigenen Wertvorstellungen, Vorlieben, Schutzmechanismen, usw.

Horizont erweitern
Manche reden davon, dass sie «ihren Horizont von Zeit zu Zeit erweitern wollen». Dann unternehmen sie zum Beispiel irgendwelche verrückten Abenteuerreisen, kraxeln auf einen Berg, um sich anschliessend in die Tiefe stürzen zu lassen - am Seil, am Fallschirm oder im oder auf dem Wasser; Möglichkeiten gibt es unzählige. Oder sie nehmen an einem Kurs für Selbsterfahrung oder Meditation teil. Andere wiederum rauchen, spritzen oder schlucken «Bewusstseinserweiternde Substanzen». > weiterlesen ‘Da schau her 0005 - Grenzen’