Archive für Februar, 2008

Honig im Geist

Hat man Honig erst gekostet,
Will man mehr davon.
Hat man nur von ihm gehört,
Sehnt man sich danach.

Was ist leichter zu ertragen;
Verlust oder Sehnsucht?

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Bedeppert am Boden

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Wie gelähmt stand ich kürzlich da. Mir war nichts geschehen. Dafür lag eine Frau am Boden. Gerade eben war sie mit dem Fahrrad in ein Auto gedonnert.

Sie hatte auf den ersten Blick keine Verletzungen zu beklagen. Aber sie schaute wie bedeppert Löcher in den Boden. Nach ein paar Sekunden ging ich dann doch noch auf sie zu und fragte sie, ob sie Schmerzen hätte. Keine Antwort. Sie schaute mich an, als wäre ich von einem anderen Planeten oder würde eine ihr fremde Sprache sprechen. Offensichtlich hatte sie eine Schock. Auch ich hatte einen. Der Unfall war nur wenige Meter vor meinen Augen passiert.

Es musste erst eine Frau in mittleren Jahren auf der Bühne erscheinen, um uns unseres Traumes zu entreissen. Resolut packte sie die Frau am Arm und führte sie zur Seite. Der Autofahrer war inzwischen ausgestiegen und tänzelte nervös hin und her. Auch er war zu keinem klaren Gedanken fähig. Der Schrecken schrie aus seinen Augen. Sein Auto hatte nur ein paar Schrammen; zum Glück, schien er zu denken.

Praktischerweise waren gerade zwei Polizisten in der Nähe. Allgemeines Aufatmen. Die Frau war erst mal parkiert, die Beamten riefen die Sanität herbei und die Menschenansammlung, die sich bei solchen Gelegenheiten jeweils wie aus dem Nichts bildet, war bereit, alles für den späteren Tratsch aufzusaugen.

Ich blieb noch einen Moment stehen. Alles war geregelt, also ging ich wieder meiner Wege. Die ganze Szene dauerte nur wenige Minuten und sie hat eine Leere in mir hinterlassen, die auch jetzt noch in mir nachklingt. Die Erkenntnis, nicht wirklich zu wissen, was in solch einer Situation zu tun ist, hinterlässt ein Gefühl der Frustration und grosser Unsicherheit. Klar, vor Jahren musste auch ich für das Erlangen des Fahrzeugführerscheins einen Nothelfer-Kurs belegen. Damals hiess das Zauberwort noch GABI (Gibt er Antwort, Atmet er, etc.), mussten wir einander in gestellten Situationen aus brennenden Fahrzeugen retten oder eine Puppe wieder beleben. Aber ich muss gestehen, dass ich heute nicht so recht wusste, was zu tun ist.

Vielleicht wäre es gut, bei Gelegenheit den Nothelfer-Kurs zu wiederholen.

Bilderflut

Kaum ein Medium ist besser geeignet als das Internet, um Bilder zu präsentieren. Fotografen bieten sich grossartige Möglichkeiten; unbegrenzte Reichweite, schnelles Aktualisieren des Portfolios sind einige davon. Zu finden sind immer wieder eindrückliche Serien, die das Spektrum menschlichen Daseins oder der Natur in Bildern festhalten.

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Nichts für schwache Nerven ist etwa die Serie des serbischen Fotografen Boogie von New Yorks Strassen-Gangs. via

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Beeindruckend sind die Aufnahmen der Serie Living in Three Centuries von Mark Story. Gesichter in Schwarz-Weiss, die Geschichten erzählen.

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Auch die Natur bringt zuweilen überraschende Dinge hervor. Muster entstehen ungeplant und scheinen nur darauf zu warten, fotografisch festgehalten zu werden. Beispielsweise die Formationen fliegender Vögel auf Fresh Pics.

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Eine Stadt wird von der Wüste zurückerobert. Kolmanskop, eine Geisterstadt im Süden Namibias.

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Viel profaner ist eine Bildsammlung von in Asphalt gefangener Objekte.

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Bei den Makroaufnahmen von Insekten weiss man manchmal nicht genau, ob es sich tatsächlich um lebende Wesen handelt oder doch um gläserne Kunstobjekte.

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Lebenszyklus von Blog Posts

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Wer einen Blog betreibt, muss einiges einstecken können – zumindest seine Beiträge müssen es. Nachdem man einen Beitrag verfasst und ihn den Weiten des Netzes übergeben hat, wird er aufgespürt, indexiert, bewertet, gekürzt, neu verfasst – kurz, durch die Mangel genommen. Was wirklich mit ihm geschieht, zeigt eine eindrückliche Infografik; zu finden bei Wired.