Davon wird heute niemand mehr verschont - sofern er einen elektronischen Briefkasten sein Eigen nennen darf: Spam. Woher der Begriff kommt, ist hinlänglich bekannt. Wie diese seltsamen Angebote den Weg zu uns finden, ist mir manchmal ein Rätsel. Damit abgefunden hab ich mich mittlerweile. Zumindest teilweise.
Waren es noch bis vor kurzem kleine blaue Pillen oder grosse Runde Dinger, die feilgeboten wurden, sind es nun theoretisch hohe Gewinne. Dass mit den Lockvogel-Angeboten genauso wenig Geld zu machen ist, wie es mit Lottospielen planbar ist, zu gewinnen, ist nachvollziehbar. Auch darüber kann man sich nicht wirklich ärgern. Man kennzeichnet die Mail einfach als Werbeteil und hofft damit, dass das nächste Angebot gleich in den Abfalleimer fällt.
Wie aber sieht es mit E-Mails aus, die in einer Fremdsprache verfasst sind? Kürzlich war eine in Kyrillisch (?) in der Box. Keine Ahnung, worum es da ging. Vermutlich auch wieder um irrsinnig hohe Gewinne für verhältnismässig wenig Geld. Waren es früher Angebote, die man noch verstand, sind es heute solche, die man nicht einmal mehr beurteilen kann. Die Globalisierung des Spam findet gerade statt.
Ist es überhaupt wichtig, Werbesendungen zu verstehen? Unbedingt! Wenn ich schon was wegwerfe, will ich schliesslich auch wissen, was es ist. Daher an dieser Stelle eine Bitte an alle Spammer, Spams nur in den folgenden Sprachen zu verfassen: Deutsch, Englisch, Französisch - wenn es nicht anders geht - Italienisch, Tibetisch und zunehmend auch Japanisch (konnte ich endlich mal etwas mit meinen Sprachkenntnissen angeben). Alles andere bitte im Übersetzungsbüro teuer übersetzen lassen und erst dann zusenden. Aber macht Euch keine Illusionen. Am Ende landen auch diese Spam-Mails im Eimer. Aber immerhin bewusst gewählt.
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