Archive für Juni, 2008

Da schau her 0011 - Lebenselixier

Die Einführung eines fest vorgegebenen Todeszeitpunkts hätte eine ungeahnte Wirkung auf unser Leben. Nehmen wir an, es wäre von Vornherein klar, wie lange das Leben dauern würde - der Einfachheit halber sollen es sechzig Jahre sein. Natürlich müsste es auch eine Garantie geben, dass man tatsächlich so lange leben würde, man also nicht irgendwie übers Ohr gehauen würde.

Sechzig Jahre; das wäre klar. Die Auswirkungen auf unser Denken und Handeln wären immens. Man würde danach streben, eine Arbeit, ein Projekt, was auch immer, zu Ende zu bringen. Kleine wie große Ziele hätten einen festen Bezugsrahmen, der vorgibt, wie viel Zeit noch übrig bleibt. Lern-, Entwicklungs-, Berufs- oder Beziehungsziele könnten festgelegt werden. Es gäbe einen Antrieb, diese Ziele erreichen zu wollen.

Wettlauf mit der Zeit
Solche Überlegungen sind natürlich nichts weiter als theoretische Spielereien und sie sollen schon gar nicht eine Aufforderung zum kollektiven Selbstmord sein. Vielmehr können sie zu einer Reihe von Überlegungen führen, die eventuell auf das eigene Leben Einfluss haben können. Dieses steht für das genaue Gegenteil einer fest planbaren Größe. Weder der genaue Beginn (einmal abgesehen von künstlich eingeleiteten Geburten aller Art) noch das Ende eines Lebens sind für uns direkt wahrnehmbar und zeitlich bestimmbare Größen. Einmal auf der Welt, beginnt der Wettlauf mit der Zeit. Der Todeszeitpunkt wird von diesem Moment an unaufhaltsam auf uns zustürzen. Weil wir nicht wissen, wann wir sterben, planen wir den Tod auch nicht wirklich in unserem Terminkalender ein. Und dementsprechend verhalten wir uns. Vage rechnen wir damit, noch bestimmt eine gewisse Zeit zu leben. Daher ist es auch möglich, bestimmte Dinge aufzuschieben. Zeit wäre ja später noch genug, um sie zu erledigen. > weiterlesen ‘Da schau her 0011 - Lebenselixier’

Der Mann im Mantel

Wie jeden Morgen setzte er sich vor der Oper auf die Parkbank und beobachtete die vorbeispazierenden Leute. Heute trugen sie kurze Röcke, T-Shirts und kurze Hosen. Es war warm, ja heiß. Manche trugen offene Schuhe, Sandalen oder Flip-Flops, andere Turnschuhe mit weißen Socken und wieder andere Halbschuhe oder Slippers. Unter den Frauen gab es solche, die ärmellose Shirts trugen, wo bei den Schultern die BH-Träger durchblitzen. Das mochte er überhaupt nicht. Dann war es ihm schon lieber, wenn sie überhaupt keine BHs trugen. Die Männer mussten sich nicht mit solchen Fragen auseinandersetzen. Sie streiften einfach ein Hemd oder ein T-Shirt über. Da die Sonne schien, trugen die meisten Passanten Sonnenbrillen. Am praktischsten schienen dem Mann diejenigen Modelle, wo eine normale Brille mit einem Klipp ergänzt wurde. Da musste man nicht noch eine zusätzlich Brille für den Fall, dass die Sonne scheint, kaufen. Seit einiger Zeit waren wieder die Modelle Mode, wie sie in den Sechzigerjahren getragen wurden. Überdimensionierte Scheiben, die in Missverhältnis zur Kopfgröße standen. Auch die Ray Ban-Modelle waren beliebt. Und dann gab es noch diejenigen, die ohne Sonnenbrille, dafür mit einem Hut herumgingen. > weiterlesen ‘Der Mann im Mantel’

Gefühle verbinden

Loslassen heißt auch nicht mehr zu hassen.

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    Es gäbe noch viel, über das ich von Wien schreiben könnte. Davon, dass ich im Gasthaus am nordpol 3 einen feinen Schweinsbraten gegessen oder in der Alt Wiener Gastwirtschaft Schilling das perfekte Wiener Schnitzel geschlemmt habe.

    Und dann wäre da noch das Projekt unik.at, das behinderte Menschen mit hochwertigem Kunsthandwerk in die Arbeitswelt führt. Oder die Künstlerin Silvia Ederer, die sich auch an der kürzlich veranstalteten Kunstauktion KunstSOS Mitmensch beteiligt hat. Musikalisch wäre der Jazz Club Miles Smiles erwähnenswert, Wiens ältester Modern Jazz Club.

    Die Liste liesse sich endlos fortsetzen. Daher mein Vorschlag: Selber nach Wien gehen und die Stadt entdecken. Viel Spass!