Nähert man sich dem Ziel,
Wechselt es nicht selten sein Gesicht.
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pulse - Blogger emotional
Private Blogger zeigen Gefühle. Markus Kison, Künstler aus Berlin, hat in seinem Projekt Pulse in Berichten geschriebene Emotionen von blogger.com in ein formgebendes Objekt übertragen. Grundlage für die Umsetzung ist Robert Plutchik’s Psychoevolutionary Theory of Emotion.
Hinauszögern
Wer kennt das nicht, wenn mit einem Mal jede noch so kleine Arbeit eine willkommene Ablenkung ist, um damit zu verhindern, die unangenehmen Arbeiten zu erledigen. John Kelly hat darüber einen preisgekrönten Kurzfilm gedreht.
Und auch Lev Yilmaz hat sich innerhalb der Serie «Tales of mere Existence» demselben Thema in einem schönen Animationsfilm angenommen.
Vor dem Einschlafen
Worüber denken Sie nach, bevor Sie einschlafen? Was brauchen Sie, um in den Schlaf zu finden. Antworten auf diese Fragen haben sich verschiedene Künstler in kurzen Sequenzen selber gegeben. So unterschiedlich wie die Inhalte sind auch die Mittel, mit denen die Antworten gegeben werden.
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Drachen XL
Die Japaner sind ein eigenes Volk. Manchmal verspielt, manchmal archaisch. Und wenn sie was machen, tun sie es oft auf ihre eigene Art und Weise. So auch bei den riesengrossen Drachen, die jedem Drachenfan Freudentränen in die Augen schiessen lassen. Kaum zu glauben, dass diese Dinger fliegen!
Zurück zu Analog
OK, der Bericht über diese Kartonungetüme, die Fotos schiessen sollen, ist in der heutigen Zeit etwas gewagt. Ein aufregender Schritt zurück in die analoge Zeit. Fotos lassen sich mit einfachen Mitteln schiessen. Und auch das kann Spass machen, wenn man sich selber eine Lochkamera baut. Verschiedene Modelle gibt es hier zum Download.
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Party in der IKEA
Wer nicht bei sich zuhause eine Party veranstalten will, kann es ja irgendwo sonst tun. Warum nicht in der nächsten IKEA-Filiale? Das haben sich auch die Leute von cockeyed gesagt. Mit echt aussehenden Einladungskarten haben sich die lustigen Freunde in der Niederlassung in West Sacramento eingefunden und zum Erstaunen aller ihre Party bei Kaffee und Kuchen und mit Spielen gefeiert.
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Glück, entstanden durch andere,
Gleicht einem Blatt im Wind;
Ein launisches Kommen und Gehen.
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Die Einführung eines fest vorgegebenen Todeszeitpunkts hätte eine ungeahnte Wirkung auf unsere Leben. Nehmen wir an, es wäre von Vornherein klar, wie lange das Leben dauern würde - der Einfachheit halber sollen es sechzig Jahre sein. Natürlich müsste es auch eine Garantie geben, dass man tatsächlich so lange leben würde, man also nicht irgendwie übers Ohr gehauen würde.
Sechzig Jahre; das wäre klar. Die Auswirkungen auf unser Denken und Handeln wären immens. Man würde danach streben, eine Arbeit, ein Projekt, was auch immer, zu Ende zu bringen. Kleine wie große Ziele hätten einen festen Bezugsrahmen, der vorgibt, wie viel Zeit noch übrig bleibt. Lern-, Entwicklungs-, Berufs- oder Beziehungsziele könnten festgelegt werden. Es gäbe einen Antrieb, diese Ziele erreichen zu wollen.
Wettlauf mit der Zeit
Solche Überlegungen sind natürlich nichts weiter als theoretische Spielereien und sie sollen schon gar nicht eine Aufforderung zum kollektiven Selbstmord sein. Vielmehr können sie zu einer Reihe von Überlegungen führen, die eventuell auf das eigene Leben Einfluss haben können. Dieses steht für das genaue Gegenteil einer fest planbaren Größe. Weder der genaue Beginn (einmal abgesehen von künstlich eingeleiteten Geburten aller Art) noch das Ende eines Lebens sind für uns direkt wahrnehmbar und zeitlich bestimmbare Größen. Einmal auf der Welt, beginnt der Wettlauf mit der Zeit. Der Todeszeitpunkt wird von diesem Moment an unaufhaltsam auf uns zustürzen. Weil wir nicht wissen, wann wir sterben, planen wir den Tod auch nicht wirklich in unserem Terminkalender ein. Und dementsprechend verhalten wir uns. Vage rechnen wir damit, noch bestimmt eine gewisse Zeit zu leben. Daher ist es auch möglich, bestimmte Dinge aufzuschieben. Zeit wäre ja später noch genug, um sie zu erledigen. > weiterlesen ‘Da schau her 0011 - Lebenselixier’
Wie jeden Morgen setzte er sich vor der Oper auf die Parkbank und beobachtete die vorbeispazierenden Leute. Heute trugen sie kurze Röcke, T-Shirts und kurze Hosen. Es war warm, ja heiß. Manche trugen offene Schuhe, Sandalen oder Flip-Flops, andere Turnschuhe mit weißen Socken und wieder andere Halbschuhe oder Slippers. Unter den Frauen gab es solche, die ärmellose Shirts trugen, wo bei den Schultern die BH-Träger durchblitzen. Das mochte er überhaupt nicht. Dann war es ihm schon lieber, wenn sie überhaupt keine BHs trugen. Die Männer mussten sich nicht mit solchen Fragen auseinandersetzen. Sie streiften einfach ein Hemd oder ein T-Shirt über. Da die Sonne schien, trugen die meisten Passanten Sonnenbrillen. Am praktischsten schienen dem Mann diejenigen Modelle, wo eine normale Brille mit einem Klipp ergänzt wurde. Da musste man nicht noch eine zusätzlich Brille für den Fall, dass die Sonne scheint, kaufen. Seit einiger Zeit waren wieder die Modelle Mode, wie sie in den Sechzigerjahren getragen wurden. Überdimensionierte Scheiben, die in Missverhältnis zur Kopfgröße standen. Auch die Ray Ban-Modelle waren beliebt. Und dann gab es noch diejenigen, die ohne Sonnenbrille, dafür mit einem Hut herumgingen. > weiterlesen ‘Der Mann im Mantel’
Loslassen heißt auch nicht mehr zu hassen.
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Es gäbe noch viel, über das ich von Wien schreiben könnte. Davon, dass ich im Gasthaus am nordpol 3 einen feinen Schweinsbraten gegessen oder in der Alt Wiener Gastwirtschaft Schilling das perfekte Wiener Schnitzel geschlemmt habe.
Und dann wäre da noch das Projekt unik.at, das behinderte Menschen mit hochwertigem Kunsthandwerk in die Arbeitswelt führt. Oder die Künstlerin Silvia Ederer, die sich auch an der kürzlich veranstalteten Kunstauktion KunstSOS Mitmensch beteiligt hat. Musikalisch wäre der Jazz Club Miles Smiles erwähnenswert, Wiens ältester Modern Jazz Club.
Die Liste liesse sich endlos fortsetzen. Daher mein Vorschlag: Selber nach Wien gehen und die Stadt entdecken. Viel Spass!
Um es denjenigen, die in Wiens 17. Bezirk auf der Suche nach einem Waschsalon sind, einfach zu machen; hier gleich der Link Waschcenter Top (Ottakringer Strasse 52). Das wäre erledigt.
Wer sind die Leute, die im Waschsalon ihre Wäsche waschen - Maschine kaputt, zu teuer in der Anschaffung oder eine zu kleine Wohnung? Von der Freundin oder vom Freund vor die Türe gesetzt?
Wenn man vor dem Münzeinwurf der Maschinen steht, gehen einem solche und andere Gedanken durch den Kopf. Zuhause in Basel habe ich meine eigene Maschine, fülle sie ganz selbstverständlich und finde nichts dabei. Hier in Wien suche ich von Zeit zu Zeit einen Waschsalon auf, weil es in der Wohnung keine Maschine hat. Was für mich zum Studienobjekt wird, ist für andere Alltag.
Nach anfänglicher Scham, drücke ich auf den Auslöser meiner Kamera. Sie ist fehl am Platz, scheint fast das Leben anderer auf unangenehme Weise zu durchleuchten. Bilder, die einen sozialen Status zeigen? Einige finden nichts dabei, andere wenden etwas beschämt den Kopf ab. Ich versuche sie mit einem gewinnenden Lächeln zu besänftigen. Und doch schäme ich mich für die Aufnahmen.
Möglicherweise liege ich mit meinen Eindrücken falsch. Vielleicht ist es eine generelle Scheu dagegen, fotografiert zu werden. Ich könnte die Leute ganz einfach fragen, weshalb sie hier sind. Die Antworten könnten überraschend einfach sein. Mal sehen; sofern ich meine Scham überwinden kann, werde ich das nächste Mal mit einigen das Gespräch suchen …

Das waschcenter meiner Wahl an der Ottakringer Strasse 52 im 17. Bezirk

Maschinen in Reih und Glied

Warten und warten …

… und nochmal warten

Wer kommt hierher?

Endlich fertig
Auf den Trampelpfaden bin ich dieser Tage nicht oft anzutreffen. Nichts gegen die wirklich sehenswerten Sehenswürdigkeiten hier in Wien. Die sind aussergewöhnlich. Ein paar davon habe ich auch abgelichtet. Viel spannender finde ich die Dinge, die in keinem Reiseführer stehen. Und von denen gibt es viele zu entdecken - besonders in kulinarischer Hinsicht. Zwei Einkehrmöglichkeiten sollen an dieser Stelle vorgestellt werden:
Das Land in der Stadt - Cafe der Provinz
Zu meinem Glück gleich um die Ecke liegt das Cafe der Provinz. Am späten morgen empfängt es mich jeweils zum 10-Uhr-Kaffee, der mir neuen Schwung für den Tag gibt. Gemütliches Sitzenbleiben ist hier Pflicht. Die Speisen sind aus sorgfältig ausgewählten Produkten zubereitet. Bio ist Programm und lässt feine Galettes, Crêpes und Salate spriessen. Samstag und Sonntag gibt es von 9 bis 15 h ein feines Frühstücksbuffet. Eine Perle im 8. Bezirk, Maria Treu Gasse 3, täglich geöffnet von 8 bis 23 h.

Brennende Pfannen - noi
Denise und das noi-Team sagen von ihrer Küche: «Die kulinarische Ausrichtung könnte man als Crossover bezeichnen (nicht umsonst heißt ‘noi’ übersetzt vom Italienischen her ‘wir’ und aus dem Thailändischen ‘klein’: oft spannen wir bei unseren Speisen den Bogen vom Asiatischen über das Bodenständige bis hin zum Mediterranen.» Der Herd, in der Mitte des Restaurants, bietet die Möglichkeit, dem geschäftigen Treiben der Köchin über die Schulter zu schauen. Ihre Freude an der Arbeit findet sich in den feinen Speisen im Teller wieder. Schön, dass es solche Orte gibt - im 16. Bezirk, Payergasse 12, geöffnet Di-Fr 11-24 h, Sa 9-24 h, So 10-18 h. Im Sommer auch draussen auf dem Platz.


(Bilder: Patrick Vent)
Salz - wohl abgeschmeckt
Was Salz auf die Bühne bringen, ist nur schwer mit Worten fassbar. Die Instrumente - Susanna Gartmayer an der Bassklarinette und Iris Kübler am Akkordeon - geben aber schon einen Hinweis. Zwei sich ergänzende, kontrastreiche Klangwelten treffen aufeinander. Meist temporeich, rhythmisch und mit einem Hang zur Avantgarde jagen, ergänzen und umgarnen sich die beiden Musikerinnen. Zu sehen am 16. Mai waren sie in der Sargfabrik im 14. Bezirk. Es war ein erlebnisreicher Abend mit der Aufforderung, genau hinzuhören und gewohnte Klangerfahrungen zu durchbrechen. Mir hat es gefallen.

Clara Luzia - Sommermelancholie
Ein Abend im Sommer unter freiem Himmel mit netten Leuten und Musik, die zwar die Sorgen nicht vergessen, sie aber erträglich machen lässt. Die Texte von Clara Luzia schwelgen in Erinnerungen, bohren in Konflikten und prangern auch schon mal die wirtschaftlichen Missverhältnisse an. Begleitet wird ihre Stimme von einer eingespielten Band, die Luzias Folksongs charakterstark unterstützt. Beim Konzert am 17. Mai war die summerstage zwar in klangtechnischer Hinsicht nicht der ideale Ort. Für das Sommergefühl mit Holunderduft und Donaurauschen aber genau richtig. Weitere Konzerte in der summerstage finden dieses Jahr noch bis 7. September statt. Hingehen, genießen und sich treiben lassen.

(Bilder: Patrick Vent)
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