Auf Wiedersehen Basel. Morgen fliegt der Flieger, und den nehme ich. Via Paris nach Tokyo. Heute bin ich noch etwas benommen. Die Koffer sind gepackt und alle Vorkehrungen für das Daheimgebliebene (Wohnung hüten, Dank an S.), und die Daheimgebliebenen (Freunde und Verwandte, Info über diesen Blog / Kunden betreuen, per E-Mail von Unterwegs…) sind getroffen.
Der Flug geht Richtung Osten und das heisst, dass ich in den nächsten Tag hineinfliege. Es heisst auch, dass mir quasi über Nacht Zeit verloren geht. Start in Paris ist um 13.30 h; Ankunft in Tokyo morgens nach 8 h. In den ersten Tagen werde ich damit beschäftigt sein, den Jetlag abzustreifen und einen neuen Rhythmus zu finden. Er wird auf den Strassen, in den hohen und niederen Gebäuden, in den Tempeln und Gärten und natürlich in den Restaurants und Bars zu finden sein.
Die Hotels, B&Bs, Ryokan, etc. sind gebucht. Unzählige Seiten im Internet helfen einem dabei (bei delicious sind die von mir gesammelten Links zu finden) und machen die Wahl zur Qual. Weil weniger manchmal mehr ist, werde ich mich auf wenige Reisestationen beschränken. Lieber mehr sein als unterwegs sein.
Und jetzt heisst es Oyasuminasai (gute Nacht), schliesslich ist Dienstag um diese Zeit (21.30 h) schon 4.30 h.
Jeder Taxifahrer steht mal an einer Kreuzung, an der er sich für eine Richtung entscheiden muss. Würde er geradeaus fahren, würde er vielleicht in einem Blumenladen oder – etwas poetischer – auf einem Blumenfeld landen.
Taxipluto fliegt seit März 2007 von Kuriositäten zu gesellschaftspolitischen Themen, von wissenschaftlichen Neuentdeckungen zu philosophischen Tiefgängen. Alles in allem eine interessante Reise, die nun einen Unterbruch erfährt.
Das Taxi ist ein wenig flügellahm geworden und könnte einen Werkstattbesuch gebrauchen. So fügen sich die Dinge auch für einen Taxifahrer meist gut, wenn er dem Klang seines Motors lauscht und die richtigen Schlüsse aus einem Klacken, Schleifen oder Zischen zieht. Bis irgendwann.
Der Begriff Armut soll für einmal mit etwas mehr Distanz betrachtet werden. Natürlich ein Luxus, den sich nur jemand leisten kann, dem es relativ gut geht und der keine existentiellen Probleme hat. So, wie es leider bei Opfern der Hypothekenkrise der Fall ist.
Aktueller Bezug – Hypothekarkrise USA Dass der Begriff Armut dieser Tage eine Bedeutung neuen Ausmaßes bekommen würde, hätten sich die Themengeber des Blog Action Day 2008 wohl nicht gedacht. Obwohl die Finanzkrise durch die pausenlose Berichterstattung in den Medien für viele bisher nur ein abstraktes Gebilde war, wird sie früher oder später auch für jeden Einzelnen von uns konkrete Auswirkungen haben. Welche sie in den USA heute schon hat, zeigen anschaulich Bilder von Zeltstädten, in denen Menschen wohnen, die durch die Hypothekarkrise ihr Eigenheim verloren haben. Darüber ist bei der Anti-Eviction Campaign ein interessanter Bericht nachzulesen. Traurig ist, dass auf öffentlichen Druck diese Zeltstädte auch schon wieder aufgelöst werden. Nicht einmal das Wenige bleibt den Betroffenen noch. The FreeMarketMan hat über die Zeltstädte in Kalifornien Videos gepostet. (Bild: Scott Sady, AP)
Armut – Mangel an etwas
Armut als Bezeichnung eines Mangelzustandes kann sich auf unterschiedliche Dinge beziehen. Sowohl auf solche größerer als auch kleinerer Wichtigkeit – Objekte materieller oder geistiger Natur. Unter den äußeren Dingen haben solche, die die Grundbedürfnisse abdecken, vorrangige Bedeutung. Diese werden durch Dinge ergänzt, die zu einem höheren oder tieferen Lebensstandard beitragen.
Die Abdeckung der lebensnotwendigen Grundbedürfnisse steht am unteren Ende der Skala; nach oben hin ist sie offen (?). Mangel bezeichnet einen relativen Zustand. Eine absolute Umschreibung der Bezeichnung Armut gibt es nicht. Die Feststellung eines Mangelzustands ist individuell und momentan. Zustände wie Hunger, Trauer oder Lustlosigkeit entstehen nur in Bezug zu einem geistigen Bewusstsein, das sie wahrnimmt. > weiterlesen ‘Blog Action Day 2008 — Armut’
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