Es spricht nichts dagegen,
Ungeliebte Erinnerungen ziehen zu lassen.
Verwandte Beiträge
Es spricht nichts dagegen,
Ungeliebte Erinnerungen ziehen zu lassen.
Verwandte Beiträge
Gulf Coast Slabs
Der Name Katrina wird in Mississippi Neugeborenen wohl in nächster nicht sehr oft vergeben. Die Verwüstungen, die der Hurrikan angerichtet hatte, waren verheerend. Clay Ketter hat einen ganz eigenen Zugang zu den Auswirkungen der Unwetter gefunden: Er hat das fotografiert, was von den verwüsteten Häusern noch übrig geblieben ist. Herausgekommen sind abstrakte Grundrissbilder, die auf einst belebte Zuhause hindeuten.
Ausstellung in London noch bis 18. Mai 2008 via
Mirinda July
Mirinda Julys Begabungen decken ein grosses Feld ab. Als Filmemacherin, Performance-Künstlerin und Schriftstellerin sucht und findet sie verschiedene Wege, ihr ganz eigene Sicht der Dinge darzustellen. Nicht genug; als Filmemacherin spielt sie gleich selbst in Me and you and everyone we know die Hauptrolle. Eigensinnig auch ihr wunderbar bedeutungsloses Video zu Top Ranking, einem Song von Blonde Redhead. Mirinda July - ein Gesamtkunstwerk.
Armsflow
Waffentransporte überziehen den ganzen Globus: Grafisch aufbereitet bei Armswflow. Es ist erschreckend, welche Volumina vom einen zum anderen Ort verschoben werden. Berechnungsgrundlage sind Informationen von Regierungsstellen sowie von Exportstatistiken der verschiedenen Länder. Eine Schieberei, die es besser nicht geben würde…
Sonnenlicht-Projektor
Die Sonne hat schon manchen zu poetischen Höhenflügen verleitet. Die Tatsache, dass die Sonne nicht nur Wärme gibt sondern auch Licht, macht sich der One Day Poem Pavillon zu Nutze. Wer die mehrteiligen Gedichte ganz sehen möchte, muss jedoch Geduld haben. Der Sonnenstand gibt jeweils immer nur einen Teil der mehrzeiligen Gedichte preis. Oder er schaut sich dieses Video an. Poesie von und mit der Sonne. via
Regen-Ernte
Von der Sonne zum Regen. Warum nicht Energie durch die Ernte von herabfallenden Wassertropfen gewinnen? Hört sich verrückt an - ist aber immerhin ein neuer Versuch, Energie aus dem zu gewinnen, was eh schon gratis da ist. Eine Methode, die sich in den Fällen aufdrängen soll, wo Solarzellen nicht zum Einsatz kommen können.
BottomsUp
Und noch was zum Thema Wasser. Wer dem Wasser, das aus dem Hahnen heraus rinnt, nicht traut, kann sich den BottomsUp-Wasserfilter auf die PET-Flasche schrauben. Gedacht für geschmacksgeplagte Stadtmenschen, die ihrem Wasser wieder eine neutralere Note verleihen wollen.
Nachtrag Dieses Video von Erika Janunger passt irgendwie zu dem von Mirinda July. Architektur, Bewegung und Musik vereinen sich. Durch die um 45 Grad gekippte Raumanordnung eröffnen sich dem Künstler ganz neue Möglichkeiten.
via
Verwandte Beiträge
Nachdenken ist nicht genug. Nachdenken ist zwar schon viel, definitiv aber nicht genug. Manchmal ist Nachdenken hinderlich, manchmal lebenswichtig. Nachdenken ist nicht nur auf geistiges Tun beschränkt. Es kann auch mit dem Körper geschehen.
Die Grenze zwischen geistigen und körperlichen Handlungen ist nicht scharf gezogen. Sie ist wie das Züngeln des Meerwassers, das je nach Gezeitenstand mehr oder weniger tief ins Landesinnere strömt. Jede Handlung wird vom Geist begleitet. Manchmal beobachtend, manchmal lenkend.
Dort wo Handlungen aus Erfahrung heraus geschehen, sind bewusste Gedanken wenig aktiv. Wer kreativ tätig ist, kennt diesen Vorgang. Zunächst wird das Handwerkszeug erlernt, das nach unzähligen Wiederholungen in Fleisch und Blut übergeht. Zu Beginn lenkt die Hand den Pinsel unter Aufbietung geistiger Aufmerksamkeit, wird der Fuss im Tanz in der richtigen Schrittfolge gesetzt. Der Körper muss zum Gedächtnis werden. Der Körper muss die Möglichkeiten als Vokabular speichern. Dass diese Arbeit notwendig ist, wird jeder Meister seines Metiers bestätigen. Es ist die Arbeit, die hinter dem Meisterwerk steckt, die aber zu rasch in Vergessenheit gerät. Sie scheint im Widerspruch zur Kraft des Kunstwerks zu stehen. Kunst soll erhaben sein, aus einer magischen Quelle entspringen. Da ist Arbeit fehl am Platz, die von einer Aura körperlichen Schweisses umgeben ist. > weiterlesen ‘Da schau her 0010 - das Ganze’
Davon wird heute niemand mehr verschont - sofern er einen elektronischen Briefkasten sein Eigen nennen darf: Spam. Woher der Begriff kommt, ist hinlänglich bekannt. Wie diese seltsamen Angebote den Weg zu uns finden, ist mir manchmal ein Rätsel. Damit abgefunden hab ich mich mittlerweile. Zumindest teilweise.
Waren es noch bis vor kurzem kleine blaue Pillen oder grosse Runde Dinger, die feilgeboten wurden, sind es nun theoretisch hohe Gewinne. Dass mit den Lockvogel-Angeboten genauso wenig Geld zu machen ist, wie es mit Lottospielen planbar ist, zu gewinnen, ist nachvollziehbar. Auch darüber kann man sich nicht wirklich ärgern. Man kennzeichnet die Mail einfach als Werbeteil und hofft damit, dass das nächste Angebot gleich in den Abfalleimer fällt.
Wie aber sieht es mit E-Mails aus, die in einer Fremdsprache verfasst sind? Kürzlich war eine in Kyrillisch (?) in der Box. Keine Ahnung, worum es da ging. Vermutlich auch wieder um irrsinnig hohe Gewinne für verhältnismässig wenig Geld. Waren es früher Angebote, die man noch verstand, sind es heute solche, die man nicht einmal mehr beurteilen kann. Die Globalisierung des Spam findet gerade statt.
Ist es überhaupt wichtig, Werbesendungen zu verstehen? Unbedingt! Wenn ich schon was wegwerfe, will ich schliesslich auch wissen, was es ist. Daher an dieser Stelle eine Bitte an alle Spammer, Spams nur in den folgenden Sprachen zu verfassen: Deutsch, Englisch, Französisch - wenn es nicht anders geht - Italienisch, Tibetisch und zunehmend auch Japanisch (konnte ich endlich mal etwas mit meinen Sprachkenntnissen angeben). Alles andere bitte im Übersetzungsbüro teuer übersetzen lassen und erst dann zusenden. Aber macht Euch keine Illusionen. Am Ende landen auch diese Spam-Mails im Eimer. Aber immerhin bewusst gewählt.
Wer mir nah, formt meine Welt.
Wer mir fern, berührt sie nicht.
Berühre mein Herz, sei mir nah.
Verwandte Beiträge

Die Kurzfilmnacht ist wieder auf Tour. Ab Freitag, 4. April (Zürich) sind in vier Blöcken in- und ausländische Filme zu sehen. Organisiert wird die Filmnacht durch Swiss Films.
Block I QUARTZ 08
Der Block «Quartz» präsentiert die fünf nominierten Kurzfilme 2008 für den Schweizer Filmpreis.
Block II MUSIC’S IN THE AIR
Filme, die von und für die Musik leben; hier spielt Musik die Hauptrolle.
Block III MACH DOCH WAS DU WILLST
Visionen zur Zukunft unserer Arbeitswelt; endlich Arbeit für alle.
Block IV SERVUS SISSI
Ein cineastischer Blick auf unsere österreichischen Nachbarn; nicht nur auf die Kaiserin.
Ergänzt wird das Programm mit einer oder mehreren lokalen Premieren.
Zürich Freitag 4. April 2008, Arthouse Le Paris & Piccadilly
Basel Freitag, 11. April 2008, kult.kino atelier
St. Gallen Freitag, 18. April 2008, Kino Corso
Schaffhausen Freitag, 25. April 2008, Kino Kiwi Scala 1 & 2
Aarau Samstag, 26. April 2008, Kino Center Schloss
Chur Freitag, 2. Mai 2008, Kino Apollo
Luzern Freitag, 16. Mai 2008, Bourbaki & Stattkino
Bern Freitag, 30. Mai 2008, Cinématte & cineCinemaStar
Aus Kupfer wird Gold,
Doch der Wert bleibt gleich.
Verwandte Beiträge


Kürzlich stand ich im Grossverteiler. Marmelade wollte ich kaufen. Am liebsten schmeckt mir die, die zum Süssen anstelle von Zucker Fruchtkonzentrat verwendet. Himbeergeschmack sollte sie haben. Ein kleine Sache - normalerweise. Ganz anders dieses Mal. Da standen etwa drei Reihen vom selben Typ meiner Wunschmarke mit Himbeergeschmack. Und sie unterschieden sich voneinander. Es war nicht eine neue Verpackung, die von Zeit zu Zeit für Verwirrung sorgt, sondern die Farbe des Inhalts.
Nach einem Moment drang der Unterschied bis zu meinem Bewusstsein vor. Da gab es also industriell erzeugte Marmelade, die ganz offensichtliche Variationen aufwies. Natürlich ist das nichts aussergewöhnliches, da Himbeeren natürlich gewachsene Beeren sind. Für kurzzeitige Überraschung hat es aber dennoch gesorgt. Und für ein kurzes Zögern. Welche ist die bessere? Die Marmelade mit dem dunkleren Rot oder die, mit der helleren Färbung? Bedeutet dunkles Rot mehr Geschmack oder weniger? Würde ich, wenn ich das hellere Modell wählen würde, vom Geschmack enttäuscht sein, weil er zu wenig intensiv wäre?
Nun muss man wissen, dass ich in meiner Arbeit mit unterschwellig wirkenden Gestaltungselementen zu tun habe. Zwar nicht im selben Ausmass wie Autobauer, die selbst den Klang zuschnappender Autotüren optimieren. Aber wenn es darum geht, eine geeignete Schrift für eine einen Buchtitel auszuwählen, ist mir die Wirkung unterschiedlicher Schrifttypen sehr bewusst. In der Lebensmittelindustrie hat man längst die Wirkung erkannt, die von unterschiedlicher Farbe oder Konsistenz ausgeht. Dünnflüssiges Tomatenkonzentrat wäre ebenso ein Widerspruch in sich selbst, wie - hellrote Himbeermarmelade.
Um es kurz zu machen: Ich habe die hellrote gewählt. Die Frage, ob die helle oder die dunkle Variante eine Abweichung von der Norm ist, habe ich im Regal stehen lassen. Auch die, ob die eine oder andere geschmacksintensiver ist. Denn schliesslich stehen am Morgen eh nicht zwei geöffnete Gläser der selben Marmelade auf dem Tisch. Ein Vergleichen würde es also nicht geben.
Nachtrag Das Vergleichen hat es gegeben. Zufälligerweise wollte ich nach Leeren eines Glases wieder Himbeermarmelade essen. Und ich muss gestehen, dass der Geschmack der helleren Sorte etwas weniger intensiv war, als der, aus dem älteren Glas mit dunklen Früchten. Offensichtlich subjektiv betrachtet.
Wagemut ist der Dünger,
Der Glück sprießen lässt.
Verwandte Beiträge



Yves Béhar hat für das One Laptop Per Child-Porjekt den Brit Insurance Design Award 2008 in der Kategorie «Product» gewonnen. Den Preis hat er am 18. März zusammen mit den Preisträgern der anderen Kategorien im Design Museum in London entgegengenommen.
Die Juroren begründen ihren Entscheid damit, dass «das prämierte Projekt über blosses Design hinausreicht: Ein Laptop, das die technischen Anforderungen von Entwicklungsländern berücksichtigt - niedere Kosten, hohe Ergonomie, eine robuste Bauweise - und es den Kindern mit einem ansprechenden Gerät erlaubt, ihre Fähigkeiten in Lernen und Kommunikation zu erweitern.»
Zum Expertenrat der Jury gehören bekannte Größen, wie Alison Moloney, Rolf Fehlbaum, Lars Müller, Antonio Citterio und Daniel Weil.
Die prämierten Projekte können noch bis 27. April 2008 zusammen mit den anderen nominierten im Design Museum bewundert werden.
Im Rahmen der CeBit 08 stellt Christoph Derndorfer, Sprecher von OLPC Austria, in einem aufschlussreichen Video das Gerät vor:
Hier bisher zum Thema erschienen
Bildung als Sprengstoff - OLPC
Eins für zwei
One Laptop per Child: teurer
Intel unterstützt OLPC-Projekt
One Laptop per Child
Designer als Weltverbesserer
via (Bilder: 1 Fuseproject/OLPC, 2+3 OLPC Austria)
Aktuelle Kommentare