


Früher gab’s in unserer Schule Bastelbögen. Da konnte man Burgen, Schiffe und sonst noch allerlei Gerätschaften in Miniatur zusammenbauen. Ausschneiden, zusammenkleben und auf den Schreibtisch stellen. Und wenn einen das Ding allzu sehr nervte, irgendwann in dramatischer Inszenierung abfackeln.
Auch heute gibt es die Dinger noch. Und noch mehr im Netz davon. Hier eine kleine Auswahl an Gitarren, sinkender Schiffe, komischer Helden oder einem, dessen Magen sich umdreht. Etwas aus dem Rahmen fällt die Überwachungskamera. Passt aber gut zur kürzlich vorgestellten Kollektion von Karton-Lochkameras (s. Wunderpilze 0003). Und natürlich auch nicht zu vergessen die Readymechs (s. Bericht).

Es mag antiquiert klingen, aber CDs sind mir immer noch lieber als herunter-geladene Musikfiles. Vielleicht kommt das daher, weil ich noch den Plattenspieler erlebt habe, bei dem man entweder auf die sich drehende Scheibe oder aufs Plattencover starren konnte. Die Plattenhüllen waren manchmal genauso gut wie die Musik. Manchmal leider auch besser – aber immerhin das. Die Hüllen gaben Versprechen ab, setzten Zeichen oder waren im schlechtesten Fall Leinwände für missratene Möchtegernkünstler. Die heutigen CDs haben zwar viel vom Charme einstiger Platten eingebüsst. Dennoch sind sie mir lieber als nur ein paar Einsen und Nullen auf meiner Festplatte. Und soll die Musik mit an den Strand, kann man sie immer noch auf den iPod ziehen.
Die CD ist für mich vorerst der beste Kompromiss. Auch wenn frühere Platten mit schönen Covers viel Lockstoff aussandten, waren sie doch recht mühsam im Handling. Runter geladene Musikfiles kommen nackt, ohne was zum drin blättern daher und hinterlassen bei den Freunden, die zum Nachtessen vorbeikommen, keinen Eindruck, wenn sie ins CD-Regal schauen. Das macht einfach keinen Spaß.
Daher mache ich einen Aufruf: Rettet die Compact Disc!
Links: Aktuelles über CD und DVD
Geschichte der Tonaufzeichnung
Download: The Compact Disc Story (Kees Immink)


Wer in Russland reisend nicht auf sein Herings-Sandwich verzichten möchte, mag den Versuch machen, sich eine Dose «Atlantic Herring» zu kaufen. Dass da tatsächlich drinsteckt, was auf den Bildern zu sehen ist, bleibt hoffentlich nur eine Ausnahme. Weitere haarsträubende Dosenbilder und sonstige, teils kuriose Einblicke ins russische Leben auf englishrussia.com. Ob man alles ernst nehmen will, sei jedem selbst überlassen …
Link: englishrussia.com.
Aktuelle Kommentare