Archiv für die 'Digital' Kategorie



BA zensiert boingboing

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Zensur kann manchmal bunte Blüten treiben. So wurde der Internetzugang von British Airways (BA) auf boingboing (bb), einer wirklich schrägen und unterhaltenden Blogseite, unterbunden (s. Bericht bei boingboing).

In der Begründung schreibt BA, sie habe «den Zugang zu Internet Sites geblockt, die als nicht legal oder beleidigend betrachtet werden können.» Dazu zählt auch bb.

bb nimmt an, dass BA eine Zensursoftware verwendet, wie beispielsweise SmartFilter, wie sie etwa auch von Regierungen wie Syrien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten verwendet wird. Dass es dann und wann ein nacktes Körperteil auf bb zu sehen gibt – was ich persönlich noch nicht erlebt habe -, bestreiten die Macher nicht. Aufgrund dessen jedoch anzunehmen, der gesamte Inhalt sei ungenügend, ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen.

Der Fluggast wird mit solchen Entscheiden zum unmündigen Kunden abgestempelt. Solche Zensurmassnahmen können nie und nimmer die Aufgabe von Dienstleistungsunternehmen sein.

Wikipedia mit Qualitätssicherung

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Die grosse Stärke war bislang auch das grösste Problem der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia: Selber Artikel schreiben oder bearbeiten. Währendem die Offenheit erst zum rasanten Wachstum von Wikipedia geführt hat, birgt sie andererseits die Gefahr, dass jedermann mutwillig unsinnige oder tendenziöse Änderungen an einem Artikel vornehmen kann.

Die Selbstregulierung hat es bislang in den meisten Fällen geschafft, dass grobe Manipulationen wieder rückgängig gemacht wurden. Zudem ist seit einiger Zeit der Wikiscanner aktiv, der alle Manipulationen offen legt (s. Bericht bei taxipluto).

Um aber auch einzelne destruktive Veränderungen zu vermeiden, hat die deutschsprachige Wikipedia ein neues Konzept zur Kennzeichnung vertrauenswürdiger Inhalte entwickelt. In einer Pressemitteilung vom 24. September 2007 werden zwei Arten von Markierungen erwähnt:

1. Gesichtete Version Diese Artikel sind frei von Schmierereien. Damit sollen auf einfache Weise verunstaltete Seiten von der Veröffentlichung ferngehalten werden, indem eine Abgrenzung zu den gekennzeichneten zustande kommt.

2. Geprüfte Version Das sind Artikelversionen, die nach Meinung der Prüfer keine falschen Aussagen und keine verfälschenden Lücken beinhalten. Zum Prüfer werden Benutzer ernannt, die sich durch ihr Fachwissen ausgezeichnet haben.

Das neue System soll ab November 2007 aktiv sein.

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Eins für zwei

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Zum Preis von 399 Dollar sind sie zu kaufen: Zwei «100-Dollar-Laptops»; eins für einen selbst und eins für ein Kind in der Dritten Welt.

Mit dieser, ab 12. November startenden Aktion, will One Laptop Per Child die Geräte nun auch in Industriestaaten verkaufen. Ursprünglich sollten sie nur in wenig entwickelten Ländern verkauft werden.

Bisher zu diesem Thema erschienene Berichte:
One Laptop per Child: teurer
Intel unterstützt OLPC-Projekt
One Laptop per Child
Designer als Weltverbesserer

One Laptop per Child: teurer

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Das 100-Dollar-Laptop wird teuerer – die Kosten für die Fertigung sind weiter gestiegen, sodass das Gerät am Ende etwa 188 Dollar kosten dürfte. So die Aussagen von Vertretern der Nonprofit-Organisation One Laptop per Child.

Der längerfristig angestrebte Preis für das Laptop beträgt aber weiterhin 100 Dollar. Für das Gerät liegen bislang 3 Millionen Bestellungen vor. Bleibt zu hoffen, dass die Kosten nicht weiter steigen. Ist das der Fall, dann wird es wohl für die Regierungen unterentwickelter Staaten schwierig, die Anschaffungskosten für die kleinen Helfer zu rechtfertigen.

Was es mit dem Projekt genau auf sich hat, wurde auch an dieser Stelle schon geschildert. Hier eine kleine Aufstellung bisher erschienener Berichte:
Intel unterstützt OLPC-Projekt
One Laptop per Child
Designer als Weltverbesserer

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5000 Online-Tools

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Meine Güte – wer braucht 5000 Quellen für Web-Tools? Listen haben es Mashable, einer News-Seite im Web 2.0-Bereich, angetan. Seit Mai 2007 haben deren Macher immer wieder Listen für verschiedene Bereiche von Web-Anwendungen veröffentlicht.

Und nun haben sie alle diese Tipps in eine riesengrosse Liste gepackt und veröffentlicht. Gegliedert ist sie nach den Bereichen Blogging & Podcasting, Communication Tools, Photo & Video Tools, Tools for Work, Tools for Life, Web Browsing Tools, Web Development Tools, Web Search & Bookmarking und Miscellaneous Tools.

Wer alle diese Werkzeuge studieren möchte, hat wohl am Ende gar keine Zeit mehr dafür, sie auch tatsächlich anzuwenden. Dennoch viel Spass beim durchsehen!

Second Life stirbt aus

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Im Juli hat der grosse Aderlass stattgefunden. 5810 Premium-Accounts sind Linden Lab verlustig gegangen. Second Life, so die Zahlen des Betreibers, muss damit bei den zahlenden Mitgliedern einen Verlust von rund sechs Prozent gegenüber dem Vormonat hinnehmen.

Das Dilemma mit Second Life ist, dass es einerseits bekannt ist, andererseits jedoch nur wenige Nutzer hat. Eine Online-Befragung von Dialego zeigt, dass sich nur ein Prozent der Deutschen in Second Life regelmässig aufhält, obwohl 71 Prozent die virtuelle Welt kennt.

Bericht bei Pressetext Austria
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Deutscher Wikiscanner

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Der deutschsprachige Wikiscanner ist seit 24. August Online. Bereits seit Mitte August 2007 verrichtet der englischsprachige Service seinen Dienst (s. Bericht bei taxipluto)

Wie in der englischen Ausgabe von Wikipedia sind auch in der deutschen bemerkenswerte Änderungen in Beiträgen zu finden. So wurde beispielsweise von einer IP-Adresse bei Sanofi-Aventis aus ein Eintrag zum Wirkstoff Clopidogrel so abgeändert, dass die Schädlichkeit und Wirksamkeit in besserem Licht erscheinen.

Oder ein Beitrag von EBay wurde komplett gelöscht. Darunter folgende Passagen: «Das Auktionshaus ist zwar bei vielen Benutzern beliebt, aber auch aufgrund einer fragwürdigen Handhabung des Datenschutzes und des Fehlens einer verbindlichen Identitätsfeststellung bei der Eröffnung von Zugängen heftig umstritten. … Ebay gerät auch immer wieder in die Kritik, da auf der Auktionsplattform kontinuierlich illegale Güter versteigert würden, ohne dass Ebay ausreichende Anstrengungen unternehme, diese Vorgänge zu unterbinden; neben menschlichen Organen wie Nieren …»

Und auch Einträge von Autoherstellern werden geschönt. BMWs iDrive, ein Bedienkonzept in Fahrzeugen, wird schamlos als das bessere System bezeichnet als das des Konkurrenten Audi.

Die Einträge in Wikipedia scheinen grundsätzlich Aufmerksamkeit zu erregen. Das sieht man nicht zuletzt auch daran, wie rasch es teilweise geht, bis ungeliebte Einträge «korrigiert» werden. Der kritische Artikel über EBay hat sich gerade einmal 11 Minuten im Netz gehalten.

Link Wikiscanner