Da hat man ein Pony und bekommt es nicht in den neuen Niederflurbus. So ein Ärger aber auch. Die arme Conny bringt ihr Pony nicht in den Bus. Mit einem schrägen Text von Gabriel Vetter, filmisch umgesetzt von Robert Pohle und Martin Hentze. Am Ende kann die Schweiz froh sein, dass es ein Pony und nicht ein Bär ist.
Die Kurzfilmnacht ist wieder auf Tour. Ab Freitag, 4. April (Zürich) sind in vier Blöcken in- und ausländische Filme zu sehen. Organisiert wird die Filmnacht durch Swiss Films.
Block I QUARTZ 08
Der Block «Quartz» präsentiert die fünf nominierten Kurzfilme 2008 für den Schweizer Filmpreis.
Block II MUSIC’S IN THE AIR
Filme, die von und für die Musik leben; hier spielt Musik die Hauptrolle.
Block III MACH DOCH WAS DU WILLST
Visionen zur Zukunft unserer Arbeitswelt; endlich Arbeit für alle.
Block IV SERVUS SISSI
Ein cineastischer Blick auf unsere österreichischen Nachbarn; nicht nur auf die Kaiserin.
Ergänzt wird das Programm mit einer oder mehreren lokalen Premieren.
Zürich Freitag 4. April 2008, Arthouse Le Paris & Piccadilly Basel Freitag, 11. April 2008, kult.kino atelier St. Gallen Freitag, 18. April 2008, Kino Corso Schaffhausen Freitag, 25. April 2008, Kino Kiwi Scala 1 & 2 Aarau Samstag, 26. April 2008, Kino Center Schloss Chur Freitag, 2. Mai 2008, Kino Apollo Luzern Freitag, 16. Mai 2008, Bourbaki & Stattkino Bern Freitag, 30. Mai 2008, Cinématte & cineCinemaStar
Wer unter Schlaflosigkeit leidet, hat ein Problem. Was man in der schlaflosen Zeit alles so anstellen kann, öffnet aber unter Umständen ganz neue Welten. Besonders wenn man die Zeit einfrieren kann - zumindest in der Vorstellung.
Im Film von Sean Ellis leidet der Kunststudent Ben (Sean Biggerstaff) nach der schmerzvollen Trennung von seiner Freundin Suzy unter Schlaflosigkeit. Um die Zeit in den schlaflosen Nachtstunden rumzubringen, arbeitet er in einem Supermarkt. Für acht Stunden Arbeit erhält er Geld - Cashback. Dort lernt er andere schräge Vögel kennen, die auf ihre Art die öde Nachtschicht totschlagen.
Ben tut das, indem er sich Vorstellt, die Zeit stehe still. So kann er die Schönheit der «eingefrorenen» Welt mit deren Menschen studieren - besonders die hübsche Kassiererin Sharon (Emilia Fox). Weiss sie die Antwort auf Bens Schlaflosigkeit?
Zu sehen sind sie bei LucidMovement, einem Video Blog, der sich speziell mit den kleinen aber feinen Filmchen beschäftigt. Der Blog dient auch als Referenzquelle für Künstler. Zu jedem Film ist zudem deren Herstellungstechnik aufgelistet - besonders interessant für Filmemacher.
Die Filme haben fast etwas meditatives und sind eine kleine Abwechslung zum Arbeitstrott. Also, ab und zu eine kleine Ballonexplosion einstreuen und entspannen.
Zu was Computergrafik fähig ist, zeigt eine eindrückliche Animation über Fallingwater, Frank Lloyd Wrights architektonisches Meisterstück. Der Film beginnt mit einer Annäherung an das Grundstück, das von einem malerischen Wasserfall geprägt ist. Diesen Wasserstrom hat Wright dann auch in geschickter Weise in die Planung des Hauses mit einbezogen, das über dem Wasser zu schweben scheint.
Der Film lässt in der Folge die Mauern, Geschossdecken und Dächer der Villa erstehen und bietet so eine gute Vorstellung, wie sich das Haus in die Topografie einfügt.
Ob es dazu allerdings Smetanas «Moldau» zur etwas pathetisch wirkenden musikalischen Untermalung braucht, muss jeder selber entscheiden. Der Film ist auf jeden Fall beeindruckend.
Animationsfilme haben es nicht immer ganz leicht. Den Weg in die grossen Kinosäle finden die teilweise recht kurzen Streifen leider nur selten. Manche schaffen es aber in die Museen. Darunter die des südafrikanischen Künstlers William Kentridge.
Seine Arbeitsweise ist unter Filmern dieser Gattung einzigartig: Alleine mit Kohle- und Pastellkreide malt er seine Szenen auf einen Bogen. Dabei wechselt er nicht etwa nach jeder Sequenz den Bogen; vielmehr radiert er die vorangegangene Einstellung auf demselben aus und zeichnet die neue versetzt darüber. Dieser Prozess wird Bild für Bild mit einer 35mm-Kamera aufgenommen und ergibt dann den eigentlichen Film. Natürlich hinterlässt diese Vorgehensweise auf dem Papier seine Spuren. Das stört aber nicht im geringsten - fördert es doch die Dynamik in den Bewegungen einzelner Objekte, wie zum Beispiel Zeitungspapier, das im Film «Felix in Exile» durch die Luft schwebt und flimmernde Flügelspuren hinterlässt (s. 1. Film unten) > weiterlesen ‘Kentridges magischer Strich’
Und es geht doch weiter! Der Pirelli-Werbespot mit Uma Thurman (s. Bericht bei taxipluto) hatte uns hoffen lassen, dass Kill Bill noch in eine weitere Runde gehen würde.
Einer Meldung von crienglish.com ist zu entnehmen, dass es sogar zwei neue Episoden geben soll. Im dritten Teil nun wollen sich zwei ehemalige Opfer bei Beatrix Kiddo, der «Braut», rächen. Im Kampf wurden sie in den vorangegangenen Episoden von ihr um einige Körperteile erleichtert. Das wollen sie nicht ohne Vergeltung hinnehmen. Und im vierten Teil wollen sich einige Töchter rächen, deren Mütter durch Kiddos Schwert den Tod fanden.
Gefilmt werden soll in China; so zumindest der aktuelle Stand.
Die meisten Fernsehserien sind gerade noch so schlecht, dass man dennoch nicht weiterzappt. Am Ende nervt man sich dann doch, den Ausschaltknopf erst so spät gedrückt zu haben.
Glücklicherweise gibt es auch Ausnahmen. Seit April läuft «Weeds - Kleine Deals unter Nachbarn». Im Vergleich zu den «Verzweifelten Hausfrauen», kommt hier alles eine Spur dreckiger daher und bewegt sich eher in Richtung «Six Feed Under». Die Abgründe der Familien kleiner amerikanischer Vororte treten zu Tage und lassen die Fassade des Mittelstands abbröckeln.
Nancy Botwin (Mary-Louise Parker) versucht sich nach dem Tod ihres Mannes mit dem Verkaufen von Marihuana über Wasser zu halten. Finanzielle Probleme zwingen sie zu diesem Schritt, den sie zunächst vor ihren zwei Söhnen und der Haushälterin Lupita geheim halten will. > weiterlesen ‘Putting the Herb in Suburb’
Die Würfel sind gefallen - das erste deutsche «Mobile Film Festival» für Handyfilmer (siehe Bericht bei taxipluto) hat seine Preisträger erkoren.
In der Kategorie bester Film hat Antje Brameyer mit ihrem Film «First Dice Vid» gewonnen. Er zeigt ein weiteres (sinnloses?) Hobby, um mit Würfeln und einem Becher allerlei Kunststückchen zu vollbringen. Da hat der Film «Rauchen kann tödlich sein» von Jörg Fritsche schon mehr zu bieten. Der Gewinner in der Kategorie beste Regie, der auch den Publikumspreis davonträgt, handelt das Thema Rauchen und dessen Folgen auf ironische Weise ab - mit überraschendem Ende. Der wohl beste Film des ganzen Wettbewerbs. Was an der Idee des Preisträgers der Kategorie originellste Idee so originell sein soll, entzieht sich meinem Verständnis.
Die Vergabe an diesen Beitrag zeigt wohl die grosse Schwäche des ersten Festivals auf: Der Mangel an wirklich guten Filmen. Den gilt es für die nächste Ausgabe zu beheben.
Zusammenarbeiten sind dann sinnvoll, wenn sie einen gewissen Nutzen, sprich Ertrag, für die beteiligten Parteien bringen. Der Ertrag kann sich in barer Münze einstellen oder auch in ganz anderer Form - in neuen Soldaten beispielsweise. Dieses und andere Ziele spielen für das Pentagon eine nicht unwesentliche Rolle, wenn es um eine Zusammenarbeit mit Hollywood geht. Arte hat die Thematik in einer Animation «Arte Operation Hollywood» interaktiv aufbereitet.
Beginn einer engen Zusammenarbeit
Schon bei frühen Filmproduktionen wurde die Hilfe der Militärs dankend angenommen. Der Stummfilm «Geburt einer Nation» (Birth of a Nation) von 1915 oder «Flügel» (Wings) von 1927 sind nur zwei Beispiele der Anfangszeit. In den Filmen zwischen den zwei Weltkriegen ging es vor allem darum, die Öffentlichkeit auf einen neuen Krieg einzustimmen. > weiterlesen ‘Hollygon - Film und Militär’
Aktuelle Kommentare