

Zu was Computergrafik fähig ist, zeigt eine eindrückliche Animation über Fallingwater, Frank Lloyd Wrights architektonisches Meisterstück. Der Film beginnt mit einer Annäherung an das Grundstück, das von einem malerischen Wasserfall geprägt ist. Diesen Wasserstrom hat Wright dann auch in geschickter Weise in die Planung des Hauses mit einbezogen, das über dem Wasser zu schweben scheint.
Der Film lässt in der Folge die Mauern, Geschossdecken und Dächer der Villa erstehen und bietet so eine gute Vorstellung, wie sich das Haus in die Topografie einfügt.
Ob es dazu allerdings Smetanas «Moldau» zur etwas pathetisch wirkenden musikalischen Untermalung braucht, muss jeder selber entscheiden. Der Film ist auf jeden Fall beeindruckend.
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Animationsfilme haben es nicht immer ganz leicht. Den Weg in die grossen Kinosäle finden die teilweise recht kurzen Streifen leider nur selten. Manche schaffen es aber in die Museen. Darunter die des südafrikanischen Künstlers William Kentridge.
Seine Arbeitsweise ist unter Filmern dieser Gattung einzigartig: Alleine mit Kohle- und Pastellkreide malt er seine Szenen auf einen Bogen. Dabei wechselt er nicht etwa nach jeder Sequenz den Bogen; vielmehr radiert er die vorangegangene Einstellung auf demselben aus und zeichnet die neue versetzt darüber. Dieser Prozess wird Bild für Bild mit einer 35mm-Kamera aufgenommen und ergibt dann den eigentlichen Film. Natürlich hinterlässt diese Vorgehensweise auf dem Papier seine Spuren. Das stört aber nicht im geringsten – fördert es doch die Dynamik in den Bewegungen einzelner Objekte, wie zum Beispiel Zeitungspapier, das im Film «Felix in Exile» durch die Luft schwebt und flimmernde Flügelspuren hinterlässt (s. 1. Film unten) > weiterlesen ‘Kentridges magischer Strich’



Und es geht doch weiter! Der Pirelli-Werbespot mit Uma Thurman (s. Bericht bei taxipluto) hatte uns hoffen lassen, dass Kill Bill noch in eine weitere Runde gehen würde.
Einer Meldung von crienglish.com ist zu entnehmen, dass es sogar zwei neue Episoden geben soll. Im dritten Teil nun wollen sich zwei ehemalige Opfer bei Beatrix Kiddo, der «Braut», rächen. Im Kampf wurden sie in den vorangegangenen Episoden von ihr um einige Körperteile erleichtert. Das wollen sie nicht ohne Vergeltung hinnehmen. Und im vierten Teil wollen sich einige Töchter rächen, deren Mütter durch Kiddos Schwert den Tod fanden.
Gefilmt werden soll in China; so zumindest der aktuelle Stand.
Da kann man nur sagen: Bang Bang.
Links: Bericht bei crienglish.com
Über Kill Bill Vol. 1 bei imdb
Über Kill Bill Vol. 2 bei imdb
(Bilder: Miramax Films)



Die meisten Fernsehserien sind gerade noch so schlecht, dass man dennoch nicht weiterzappt. Am Ende nervt man sich dann doch, den Ausschaltknopf erst so spät gedrückt zu haben.
Glücklicherweise gibt es auch Ausnahmen. Seit April läuft «Weeds – Kleine Deals unter Nachbarn». Im Vergleich zu den «Verzweifelten Hausfrauen», kommt hier alles eine Spur dreckiger daher und bewegt sich eher in Richtung «Six Feed Under». Die Abgründe der Familien kleiner amerikanischer Vororte treten zu Tage und lassen die Fassade des Mittelstands abbröckeln.
Nancy Botwin (Mary-Louise Parker) versucht sich nach dem Tod ihres Mannes mit dem Verkaufen von Marihuana über Wasser zu halten. Finanzielle Probleme zwingen sie zu diesem Schritt, den sie zunächst vor ihren zwei Söhnen und der Haushälterin Lupita geheim halten will. > weiterlesen ‘Putting the Herb in Suburb’



Die Würfel sind gefallen – das erste deutsche «Mobile Film Festival» für Handyfilmer (siehe Bericht bei taxipluto) hat seine Preisträger erkoren.
In der Kategorie bester Film hat Antje Brameyer mit ihrem Film «First Dice Vid» gewonnen. Er zeigt ein weiteres (sinnloses?) Hobby, um mit Würfeln und einem Becher allerlei Kunststückchen zu vollbringen. Da hat der Film «Rauchen kann tödlich sein» von Jörg Fritsche schon mehr zu bieten. Der Gewinner in der Kategorie beste Regie, der auch den Publikumspreis davonträgt, handelt das Thema Rauchen und dessen Folgen auf ironische Weise ab – mit überraschendem Ende. Der wohl beste Film des ganzen Wettbewerbs. Was an der Idee des Preisträgers der Kategorie originellste Idee so originell sein soll, entzieht sich meinem Verständnis.
Die Vergabe an diesen Beitrag zeigt wohl die grosse Schwäche des ersten Festivals auf: Der Mangel an wirklich guten Filmen. Den gilt es für die nächste Ausgabe zu beheben.
Link: Mobile Film Festival



Zusammenarbeiten sind dann sinnvoll, wenn sie einen gewissen Nutzen, sprich Ertrag, für die beteiligten Parteien bringen. Der Ertrag kann sich in barer Münze einstellen oder auch in ganz anderer Form – in neuen Soldaten beispielsweise. Dieses und andere Ziele spielen für das Pentagon eine nicht unwesentliche Rolle, wenn es um eine Zusammenarbeit mit Hollywood geht. Arte hat die Thematik in einer Animation «Arte Operation Hollywood» interaktiv aufbereitet.
Beginn einer engen Zusammenarbeit
Schon bei frühen Filmproduktionen wurde die Hilfe der Militärs dankend angenommen. Der Stummfilm «Geburt einer Nation» (Birth of a Nation) von 1915 oder «Flügel» (Wings) von 1927 sind nur zwei Beispiele der Anfangszeit. In den Filmen zwischen den zwei Weltkriegen ging es vor allem darum, die Öffentlichkeit auf einen neuen Krieg einzustimmen. > weiterlesen ‘Hollygon — Film und Militär’



Auch in Russland gab es das, was als «Paralleles Kino» bezeichnet wird – Kino, das sich ausserhalb des Studio-Systems bewegt und sich nicht so sehr um professionelle Standards kümmert. In der früheren UDSSR, wo Filmproduktion und -vertrieb in staatlicher Hand lagen, existierte Paralleles Kino als eigentliche Bewegung erst ab Mitte der 80er Jahre.
Als Geburtsdatum kann das Jahr 1987 festgelegt werden. Damals erschien eine Zeitschrift mit dem Namen «Cine Fantom». Die Autoren entstammten vorwiegend dem Umfeld des Parallelen Kinos. > weiterlesen ‘Cine Fantom — Untergrundkino’
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