Archiv für die 'Kunst' Kategorie



sit and wait

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In Anlehnung an Caroline Woolards Projekt «Have a Seat!» hat Steven Haulenbeek den «Paraseat» konzipiert, um das Warten im öffentlichen Raum etwas erträglicher zu machen. Eine Sitzlösung, die schon vorhandene Infrastruktur nutzt und ihr auf diese Weise eine zusätzliche Funktion zuschreibt.

Ist warten eigentlich eine Tätigkeit oder ist es die Abwesenheit davon, weil man dabei darauf wartet, der eigentlichen Tätigkeit nachzugehen, auf die man ja schliesslich wartet?

Links: «Have a Seat!»
«Paraseat»

Verstörende Gelassenheit

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Es gibt Leute, die können mit den Ohren wackeln oder das Innere der Lippen nach außen stülpen. Die Bilder von Zhu Yunwei zeigen keines dieser Kunststückchen. Dennoch wirken sie künstlich. Der 25-jährige Student der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe hat aussergewöhnliche Portraitaufnahmen geschaffen. Jedes Portrait besteht aus zwei Bildern - einmal wurde der Portraitierte mit geöffneten, einmal mit geschlossenen Augen abgelichtet. Anschliessend hat er die beiden Bilder zu einem zusammengefügt. Dabei sind Portraits entstanden, die zwar ruhig aber irgendwie verstörend wirken.

Links: Zhu Yunwei
Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

Götter legen ihr Weiß ab

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Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg räumt mit dem allgemein verbreiteten Irrtum auf, dass die Kunst der Griechen eine farblose Angelegenheit war. Ganz im Gegenteil: Die gut 70 beeindruckenden Rekonstruktionen und Abgüsse antiker Skulpturen geben eine Vorstellung der Farbigkeit, mit der Tempel und Skulpturen ursprünglich verziert waren.

Dem Hamburger Architekten Gottfried Semper (1803-1879), der mit seinen Forschungen einen wesentlichen Beitrag zur antiken Farbigkeit lieferte, ist ein weiterer Bereich der Ausstellung gewidmet.

Noch Mitte 18. Jahrhundert wollte man nichts von bemalten Skulpturen wissen. Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), der Begründer der Klassischen Archäologie, pries weiße Farbe als «diejenige, welche die mehrsten Lichtstrahlen zurückschickt, folglich sich empfindlicher macht, so wird auch ein schöner Körper desto schöner sein, je weißer er ist, ja er wird nackend dadurch größer als er in der Tat ist …» Anfang des 19. Jahrhunderts brachten jedoch erste Ausgrabungen farbiger Skulpturen am Aphaia-Tempel auf Aigina dieses Bild zum Wanken. Weitere folgten und führten zum nun aktuellen Bild der Kunst des antiken Griechenlands.

Die Ausstellung dauert noch bis 1. Juli 2007.

Link: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Ferrofluide Skulpturen

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Die japanische Künstlerin Sachiko Kodama arbeitet seit einger Zeit mit Ferrofluiden. Die in einer Trägerflüssigkeit gelösten magnetischen Nanopartikel werden von ihr mit Hilfe von Magneten in bizarr-schöne Gebilde verwandelt. Bei der Installation «Morpho Towers - Two Standing Spirals» (Sachiko Kodama und Yasushi Miyajima) stehen zwei Türme in einem großen Bassin. Das umliegende Magnetfeld beeinflusst mit zu- oder abnehmender Stärke die Bildung der zur Skulptur werdenden Partikel, die sich an den Türmen sammeln.

Links: Sachiko Kodama
Videos: «Morpho Towers - Two Standing Spirals»
Wikipedia über Ferrofluid