Archiv für die 'Medien' Kategorie

New York Times Online gratis

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Die New York Times kapituliert. Seit kurzem sind alle Online-Seiten, für die man bisher bezahlen musste, gratis zugänglich.

Im Gegensatz zum Volumen der auf der Site platzierten Werbung, ist das der zahlenden Kundschaft weniger stark gewachsen. Die Times hat aus dieser Erkenntnis den Schluss gezogen, den auch Colby Atwood von Borrell Associates, einer Firma für Medienforschung, bereits geäussert hat: «Vergleicht man die beiden Geschäftsmodelle, die einerseits Geld durch Abonnenten und andererseits durch Werbung verdienen, ist letzteres bedeutend attraktiver. Ein kombiniertes Angebot hat zwar einiges zu bieten - auf längere Sicht jedoch wird das Werbemodell obenauf schwingen.»

Zudem wird die Times ihre Archive teilweise öffnen. Die Zeiträume von 1987 bis heute und von 1851 bis 1922 sollen kostenlos zugänglich werden. Einiges an Material für die Periode zwischen 1923 und 1986 wird teilweise kostenpflichtig bleiben.

In der Schweiz kennen unter anderem die NZZ (CHF 434.-/Jahr) oder die baz (CHF 260.-/Jahr) Online-Abos. Die Online-Ausgabe der Zeit aus Deutschland kostet für ein halbes Jahr 30 Euro.

In Anbetracht der wachsenden Konkurrenz durch Gratiszeitungen und verschiedener Verlage, die ihre Online-Angebote frei zugänglich machen, werden wohl längerfristig auch noch die letzten kostenpflichtigen Seiten vom Markt verschwinden.

Bericht der NYT
via

Chinas Druck auf Blog-Szene

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Die chinesische Regierung übt weiter Druck auf den heimischen Internet-Bereich aus. In einem vorgestern veröffentlichten Schreiben der Internet Society of China (ISC), einem Zweig des Ministeriums für Informationsindustrie, wird die Unterzeichnung eines Abkommens für Selbst-Einschränkung (engl. self-discipline pact) kundgetan (s. auch Bericht bei taxipluto).

Das Abkommen wurde bereits von Service Providern in China, wie Yahoo.cn! oder MSN.cn unterzeichnet.

Damit werden Firmen, die im Internet-Bereich tätig sind, zur Zusammenarbeit in Bereichen sensitiver Daten angehalten. Das betrifft die Registrierung von Bloggern und den Inhalten von Blogs.

Die Reporters Without Borders sagen dazu in einem Bericht: «Dieser Entscheid wird erhebliche Auswirkungen auf die chinesische Blog-Sphäre haben und bedeutet das Ende von anonymen Blogs. Eine neue Welle der Zensur und Unterdrückung scheint unmittelbar bevorzustehen.»

Das Abkommen sieht vor, dass Service Provider für Blogs dazu «ermutigt» werden, ihre Benutzer zur Veröffentlichung ihrer Identität anzuhalten. Diese Daten sollen den Offiziellen dann zur Verfügung gestellt werden. Ähnliches hat übrigens in der Vergangenheit schon zu Verhaftungen geführt.

Einige der Services, die der Unterzeichnung des Abkommens bereits zugestimmt haben: Msn.cn, Renmin Wang, Xinlang, Sohu, Wangyi, Tom, Qianlong Wang, Hexun Wang, Boke Tianxia, Tianji Wang, Yahoo.cn, Huasheng Zaixian, Bolianshe und Tengxun.

(via: Boing Boing)

Blogs sind unschuldig(er)

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Entgegen Aussagen, dass amerikanische Militärblogs ein Sicherheitsproblem sind, zeigt sich nun, dass offizielle Militärseiten das grössere Problem darstellen (s. dazu auch Bericht bei taxipluto).

Eine Studie, die zwischen Januar 2006 und Januar 2007 durchgeführt wurde, zeigt, dass 1813 Brüche auf 878 offiziellen Websites lediglich 28 Verfehlungen auf 594 unterschiedlichen Blogs gegenüber stehen.

Laut einer Aussage von Marcia Hofmann von der Electronic Frontier Foundation, welche die Daten erhoben hat, «ist es wohl klar, dass offizielle Seiten der Militärs das tatsächliche Problem darstellen, nicht Blogs.»

Link Bericht bei Wired
(via: Boing Boing)

Das halten Journalisten von Web 2.0

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Wenn etwas Neues auf den Markt kommt, stellt sich immer die gleiche Frage: Mitmachen oder warten, bis sich der Trend wieder auflöst. Fast kein anderer Begriff hat in letzter Zeit die Diskussionen in und rund ums Internet so beherrscht, wie Web 2.0. Das sollte auch Journalisten, die vorwiegend angestammte Printmedien bedienen, nicht kalt lassen - sollte man zumindest meinen.

Dass dem nicht in allen Bereichen so ist, hat eine Studie mit dem Titel «media studie 2007» der dpa-Tochter news aktuell aufgedeckt. Die Studie hat sich der Frage angenommen, «Was Journalisten von den aktuellen Trends im Internet halten und wie sie die Zukunft der Medien sehen.» Die Auswertung der rund 1200 befragten Journalisten fördert teilweise Erstaunliches zu Tage.

Begriff Web 2.0
Im Begriff Web 2.0 sehen die meisten die logische Fortentwicklung des Webs (25%), ist für sie einfach Kommunikation (20%) oder sie finden gar, dass es sich dabei um einen überschätzten Hype (11%) handelt. Nur 1% der Befragten halten das Ganze für eine Revolution. Dass alleine schon der Begriff Web 2.0 für teilweise heisse Köpfe sorgt, ist nichts Neues. Wie wenig Beachtung aber von Journalistenseite dem Ganzen entgegengebracht wird, ist schon erschreckend.

Relevanz
Und auch die Antworten auf die nächste Frage lassen aufhorchen. Darauf, welche Relevanz Web 2.0-Angebote für die journalistische Arbeit hat, antworten mehr als die Hälfte, nur eine geringe (52%), oder gar keine (9%); nur für ein Viertel eine hohe (25%). Lässt sich daraus schliessen, dass Journalisten die meinungsmachende Rolle von Blogs unterschätzen? Eine aktive Teilnahme schliessen die meisten zumindest aus. Nur eine geringe Zahl schreibt selbst einen Blog (12%) oder hinterlässt Kommentare (13%). Blogs sind in den Köpfen von Journalisten noch nicht angekommen. > weiterlesen ‘Das halten Journalisten von Web 2.0′

storyspots - News im Griff

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Wer heute in Sachen aktuelle Nachrichten auf dem Laufenden sein will, hat verschiedene Möglichkeiten. Er kann von Zeit zu Zeit einschlägige Nachrichtenportale beackern oder deren RSS-Feeds abonnieren.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Website storyspots, die im 30-Minuten-Takt Presse-Homepages nach Updates durchsucht. Per Mouse over über eine Liste können dann jeweils die Seiten, die von persönlichem Interesse sind, aufgerufen werden. Die gezeigte Startseite der jeweiligen Site wird von Werbung befreit dargestellt. Mit der eher bildhaften Herangehensweise ergänzt diese Site Angebote wie 10×10 oder Daylife/Highligts (s. Bericht bei taxipluto)

Zweck der Site ist laut storyspots: «Schnell sehen, was neu ist und was sich geändert hat.» Neben deutschsprachigen Seiten sind auf diese Weise auch internationale Newsquellen rasch einsehbar. Jeder Listeneintrag ist mit einem kleinen nach unten zeigenden Pfeil versehen. Dieser ist einerseits ein Link zur jeweiligen Newsquelle und andererseits werden bei einem Mouse over wahlweise Titel aus dem RSS-Feed gezeigt. Eine (leider etwas träge) Thumbnail map kann anstelle der Liste eingeblendet werden.

Hilfreich für das aktuelle Monitoring kann die Suchfunktion sein. Diese sucht in unmittelbar tagesaktuellen Online-Inhalten (keine Archivsuche) und zeigt somit auf, ob aktuell zu einem gewünschten Begriff Nachrichten verfügbar sind. Wem das nicht genug ist, kann den gewünschten Suchbegriff auch noch als RSS-Feed abonnieren.

Alles in allem ein rundes Angebot, das das tägliche Monitoring von Nachrichtenseiten erleichtert.

Kampfplatz YouTube

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Wenn man als Jäger zum Gejagten wird, braucht es mitunter gute Nerven und eine dicke Haut. Besonders dann, wenn die Beute Scientology heisst.

BBC-Reporter John Sweeney
ist seit einigen Wochen den Machenschaften der selbsternannten Kirche auf der Spur. Das passt den Scientologen nun gar nicht. Ihre Antwort: Lasst uns zurückschlagen! Das tun sie mit einer Mischung aus Stalking und Diskreditierung. Jeden Schritt, den Sweeney mit seinem Team unternimmt, verfolgen die Scientologen mit einem eigenen Kamerateam. Sie lassen ihm kaum Luft zum Atmen und torpedieren ihn überall, wo es nur geht. Auch die Flucht aufs Stille Örtchen hilft da nichts.

Selbst Mittel, die zunächst abgelehnt wurden, sind nun Recht. Lange Zeit sahen die Scientologen im Internet die Verkörperung des Bösen. Nun scheint sich das Blatt gewendet zu haben, denn kürzlich luden sie ein Video von Sweeney auf die Plattform YouTube. > weiterlesen ‘Kampfplatz YouTube’

Internetzensur nimmt zu

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Internetzensur nimmt laut einer letzten Freitag, 18. Mai 07 veröffentlichten Studie weiter zu. Die OpenNet Initative hat einen Bericht verfasst, an dem die vier Universitäten von Toronto, Harvard, Oxford und Cambridge beteiligt sind. Neben dem Blockieren einzelner Seiten werden ganze Anwendungen wie YouTube, Skype oder Google Maps unterbunden. In Zeiten heikler Wahlphasen werden zudem Seiten politisch-oppositioneller Gruppierungen blockiert. Bei 25 der 41 untersuchten Ländern wurden bedeutsame Anzeichen von Blockierungen festgestellt. Die Studie stützt sich auf 200000 zensierte Beispiele.

Länder wie China, Iran, Syrien, Tunesien, Vietnam, Usbekistan, Oman und Pakistan unterbinden den Zugang zu einer breiten Masse von Seiten. > weiterlesen ‘Internetzensur nimmt zu’

Only good news, please!

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Schlechte Propaganda kann Gift sein - besonders dann, wenn es darum geht, einen Krieg zu verkaufen. Daher wurde den US-Militärs kurzerhand untersagt, mit Computern der Streitkräfte Community-Seiten wie YouTube oder MySpace zu besuchen. Dem Bann erliegen insgesamt 13 Seiten. Ausdrücklich erwähnt wird, dass er nur auf Computer der Streitkräfte in Irak und Afghanistan angewandt wird - private Rechner oder Internet-Cafes sind davon ausgenommen.

Das Ziel ist klar: Die Berichte von der Front sollen weniger werden. Bereits eingeschränkt wurden Blogs von Soldaten. Sie müssen ihre Seite registrieren und ihre Inhalte vor Veröffentlichung überprüfen lassen. Matthew Burden, ein Militärveteran, der mit blackfive.net einen viel-gelesenen Militär-Blog betreibt, denkt, dass mit diesen Massnahmen der Kontakt zur Front mehr und mehr eingeschränkt werden soll. > weiterlesen ‘Only good news, please!’

Quotenträchtige Zusammenarbeit

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Der Vorgang ist klar: Die Medien berichten über ein Thema und fördern damit dessen Bekanntheit in der Bevölkerung. Damit definieren sich Medien und ihr Zweck in unserer Gesellschaft. Von diesem Mechanismus verstehen es einige Medienarten und Gruppierungen besser zu profitieren, als andere.

Was wären Filmstars aus Hollywood ohne die Boulevardmedien, die über die kleineren und grösseren Skandale der Stars berichten? Und umgekehrt, was wäre die bunte Presse ohne die Hiltons, Hasselhoffs und wie sie alle heissen? Beide Seiten profitieren unbestreitbar voneinander.

Dasselbe Phänomen wissen auch rechtsextreme Gruppen zu nutzen. Eine Studie des Nationalen Forschungsprogramms «Rechtsextremismus – Ursachen und Gegenmassnahmen» NFP 40+ zeigt entsprechende Verknüpfungen auf. > weiterlesen ‘Quotenträchtige Zusammenarbeit’

10 Jahre Tracks

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Das «schrille Zeitgeistmagazin» Tracks spürt auf Arte seit 10 Jahren Trends aus Musik, Kunst und Lifestyle auf. Am Donnerstag, 19. April 2007 übergibt Arte das Kommando für ein Geburtstags-Special an Tracks. Wenn die dafür vorgesehenen vier Stunden so sind, wie die bisherigen Sendungen, kann man sich auf einiges gefasst machen!

Links: Arte
Tracks