

Wenn man als Jäger zum Gejagten wird, braucht es mitunter gute Nerven und eine dicke Haut. Besonders dann, wenn die Beute Scientology heisst.
BBC-Reporter John Sweeney ist seit einigen Wochen den Machenschaften der selbsternannten Kirche auf der Spur. Das passt den Scientologen nun gar nicht. Ihre Antwort: Lasst uns zurückschlagen! Das tun sie mit einer Mischung aus Stalking und Diskreditierung. Jeden Schritt, den Sweeney mit seinem Team unternimmt, verfolgen die Scientologen mit einem eigenen Kamerateam. Sie lassen ihm kaum Luft zum Atmen und torpedieren ihn überall, wo es nur geht. Auch die Flucht aufs Stille Örtchen hilft da nichts.
Selbst Mittel, die zunächst abgelehnt wurden, sind nun Recht. Lange Zeit sahen die Scientologen im Internet die Verkörperung des Bösen. Nun scheint sich das Blatt gewendet zu haben, denn kürzlich luden sie ein Video von Sweeney auf die Plattform YouTube. > weiterlesen ‘Kampfplatz YouTube’


Internetzensur nimmt laut einer letzten Freitag, 18. Mai 07 veröffentlichten Studie weiter zu. Die OpenNet Initative hat einen Bericht verfasst, an dem die vier Universitäten von Toronto, Harvard, Oxford und Cambridge beteiligt sind. Neben dem Blockieren einzelner Seiten werden ganze Anwendungen wie YouTube, Skype oder Google Maps unterbunden. In Zeiten heikler Wahlphasen werden zudem Seiten politisch-oppositioneller Gruppierungen blockiert. Bei 25 der 41 untersuchten Ländern wurden bedeutsame Anzeichen von Blockierungen festgestellt. Die Studie stützt sich auf 200000 zensierte Beispiele.
Länder wie China, Iran, Syrien, Tunesien, Vietnam, Usbekistan, Oman und Pakistan unterbinden den Zugang zu einer breiten Masse von Seiten. > weiterlesen ‘Internetzensur nimmt zu’


Schlechte Propaganda kann Gift sein – besonders dann, wenn es darum geht, einen Krieg zu verkaufen. Daher wurde den US-Militärs kurzerhand untersagt, mit Computern der Streitkräfte Community-Seiten wie YouTube oder MySpace zu besuchen. Dem Bann erliegen insgesamt 13 Seiten. Ausdrücklich erwähnt wird, dass er nur auf Computer der Streitkräfte in Irak und Afghanistan angewandt wird – private Rechner oder Internet-Cafes sind davon ausgenommen.
Das Ziel ist klar: Die Berichte von der Front sollen weniger werden. Bereits eingeschränkt wurden Blogs von Soldaten. Sie müssen ihre Seite registrieren und ihre Inhalte vor Veröffentlichung überprüfen lassen. Matthew Burden, ein Militärveteran, der mit blackfive.net einen viel-gelesenen Militär-Blog betreibt, denkt, dass mit diesen Massnahmen der Kontakt zur Front mehr und mehr eingeschränkt werden soll. > weiterlesen ‘Only good news, please!’


Der Vorgang ist klar: Die Medien berichten über ein Thema und fördern damit dessen Bekanntheit in der Bevölkerung. Damit definieren sich Medien und ihr Zweck in unserer Gesellschaft. Von diesem Mechanismus verstehen es einige Medienarten und Gruppierungen besser zu profitieren, als andere.
Was wären Filmstars aus Hollywood ohne die Boulevardmedien, die über die kleineren und grösseren Skandale der Stars berichten? Und umgekehrt, was wäre die bunte Presse ohne die Hiltons, Hasselhoffs und wie sie alle heissen? Beide Seiten profitieren unbestreitbar voneinander.
Dasselbe Phänomen wissen auch rechtsextreme Gruppen zu nutzen. Eine Studie des Nationalen Forschungsprogramms «Rechtsextremismus – Ursachen und Gegenmassnahmen» NFP 40+ zeigt entsprechende Verknüpfungen auf. > weiterlesen ‘Quotenträchtige Zusammenarbeit’

Das «schrille Zeitgeistmagazin» Tracks spürt auf Arte seit 10 Jahren Trends aus Musik, Kunst und Lifestyle auf. Am Donnerstag, 19. April 2007 übergibt Arte das Kommando für ein Geburtstags-Special an Tracks. Wenn die dafür vorgesehenen vier Stunden so sind, wie die bisherigen Sendungen, kann man sich auf einiges gefasst machen!
Links: Arte
Tracks


Aktuelle Nachrichten sind heute im Internet direkt und rasch zugänglich. Die Verfügbarkeit übertrifft in Sachen Geschwindigkeit und Menge andere Medien um Längen. Wie soll man auswählen, was von Bedeutung ist und was nicht? Online-Plattformen von Zeitungen und Zeitschriften sieben Meldungen der Nachrichtenagenturen nach eigens definierten Selektionskriterien durch. Leserprofil und allgemeine Relevanz der Meldung spielen dabei eine Rolle. Aber auch der Leser beeinflusst die Inhalte der Plattformen > weiterlesen ‘Bilder statt Worte’
Der Unterschied zwischen richtigen und falschen Medienmitteilungen ist manchmal nicht ganz einfach auszumachen. Es tauchen immer wieder Berichte auf, die sich bei genauerem Hinsehen in ihre unwichtigen Bestandteile auflösen.
Ganz anders bei «The Onion». Falschmeldungen sind bei «America’s Finest News Source» seit 1988 Programm. An den Bericht über einen Disput zwischen Frankreich und Amerika bezüglich «Spaghetti-O», einer in Dosen abgefüllten Abscheulichkeit, glaubt man genauso wenig, wie an eine neu entdeckte Diät von Nietzsche, die es einem erlauben soll, soviel zu essen, wie man will – solange man sich vor der Speise fürchtet.
Bleibt die Frage, ob es solche Meldungen braucht, wo es doch schon genug davon in der Tagespresse gibt.
Link: The Onion
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