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	<title>taxipluto &#187; Philosophie</title>
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		<title>Da schau her 0011 &#8211; Lebenselixier</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 17:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Einf&#252;hrung eines fest vorgegebenen Todeszeitpunkts h&#228;tte eine ungeahnte Wirkung auf unser Leben. Nehmen wir an, es w&#228;re von Vornherein klar, wie lange das Leben dauern w&#252;rde &#8211; der Einfachheit halber sollen es sechzig Jahre sein. Nat&#252;rlich m&#252;sste es auch eine Garantie geben, dass man tats&#228;chlich so lange leben w&#252;rde, man also nicht irgendwie &#252;bers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.taxipluto.com/wp-content/uploads/2008/06/cerry.jpg" alt="" title="cerry" width="128" height="128" class="alignleft size-full wp-image-826" /><strong>Die Einf&#252;hrung eines fest vorgegebenen Todeszeitpunkts h&#228;tte eine ungeahnte Wirkung auf unser Leben. Nehmen wir an, es w&#228;re von Vornherein klar, wie lange das Leben dauern w&#252;rde &#8211; der Einfachheit halber sollen es sechzig Jahre sein. Nat&#252;rlich m&#252;sste es auch eine Garantie geben, dass man tats&#228;chlich so lange leben w&#252;rde, man also nicht irgendwie &#252;bers Ohr gehauen w&#252;rde.</strong></p>
<p>Sechzig Jahre; das w&#228;re klar. Die Auswirkungen auf unser Denken und Handeln w&#228;ren immens. Man w&#252;rde danach streben, eine Arbeit, ein Projekt, was auch immer, zu Ende zu bringen. Kleine wie gro&#223;e Ziele h&#228;tten einen festen Bezugsrahmen, der vorgibt, wie viel Zeit noch &#252;brig bleibt. Lern-, Entwicklungs-, Berufs- oder Beziehungsziele k&#246;nnten festgelegt werden. Es g&#228;be einen Antrieb, diese Ziele erreichen zu wollen.</p>
<p><strong>Wettlauf mit der Zeit</strong><br />
Solche &#220;berlegungen sind nat&#252;rlich nichts weiter als theoretische Spielereien und sie sollen schon gar nicht eine Aufforderung zum kollektiven Selbstmord sein. Vielmehr k&#246;nnen sie zu einer Reihe von &#220;berlegungen f&#252;hren, die eventuell auf das eigene Leben Einfluss haben k&#246;nnen. Dieses steht f&#252;r das genaue Gegenteil einer fest planbaren Gr&#246;&#223;e. Weder der genaue Beginn (einmal abgesehen von k&#252;nstlich eingeleiteten Geburten aller Art) noch das Ende eines Lebens sind f&#252;r uns direkt wahrnehmbar und zeitlich bestimmbare Gr&#246;&#223;en. Einmal auf der Welt, beginnt der Wettlauf mit der Zeit. Der Todeszeitpunkt wird von diesem Moment an unaufhaltsam auf uns zust&#252;rzen. Weil wir nicht wissen, wann wir sterben, planen wir den Tod auch nicht wirklich in unserem Terminkalender ein. Und dementsprechend verhalten wir uns. Vage rechnen wir damit, noch bestimmt eine gewisse Zeit zu leben. Daher ist es auch m&#246;glich, bestimmte Dinge aufzuschieben. Zeit w&#228;re ja sp&#228;ter noch genug, um sie zu erledigen. <span id="more-825"></span></p>
<p><strong>Bedauern</strong><br />
Wer Sterbende fragt, ob sie ihren nahenden Tod bedauern w&#252;rden, wird zweierlei Antworten erhalten: Die einen werden ihn nicht bedauern, weil sie ein erf&#252;lltes Leben hatten. Was ihnen wichtig war, haben sie erlebt und zu einem guten Ende gebracht; die offenen Rechnungen bezahlt. Die anderen werden ihr baldiges Ende bedauern, weil sie nicht all das erlebt haben, was sie sich gew&#252;nscht hatten. Es gibt f&#252;r sie noch unerledigte Dinge, die sie nicht so ohne weiteres zur&#252;cklassen wollen. Personen, die aufgrund einer unheilbaren Krankheit zumindest noch eine gewisse Zeit leben k&#246;nnen, wollen ihre noch verbleibenden Zeit «sinnvoll» nutzen. Sie wollen die Dinge tun, die sie schon immer tun wollten, sich daf&#252;r aber die Zeit nie genommen hatten. Sie wollen gegen die Frustration ank&#228;mpfen, nicht zu Lebzeiten getan zu haben, was ihnen wirklich am Herzen gelegen hat.</p>
<p><strong>Alternative</strong><br />
Das m&#252;sste nicht sein. W&#228;re das Bewusstsein vorhanden, dass der eigene Tod zu jedem Zeitpunkt und und &#252;berall eintreten k&#246;nnte, w&#252;rden die wichtigen Dinge im Leben nicht aufgeschoben. Man w&#252;rde sie nicht f&#252;r sp&#228;ter aufbewahren, weil man sich im klaren dar&#252;ber w&#228;re, dass es dann vielleicht schon zu sp&#228;te sein k&#246;nnte. Dem Rennen gegen den Tod kann man nur mit einem Mittel entgegentreten: Leben. Die Dinge unmittelbar tun, die einem wichtig sind. Und nicht nur &#252;ber Dinge nachdenken, sondern sie auch tats&#228;chlich in die Tat umsetzen.</p>
<p>Auch die Vergangenheit w&#228;re eine weniger gro&#223;e Last. Wenn man Beispielsweise die Ursachen eines Fehlers erkannt hat, w&#252;rde man nicht in Selbstmitleid oder Unt&#228;tigkeit verharren, sondern seine Lehren daraus ziehen und sein eigenes Verhalten oder die Lebensumst&#228;nde &#228;ndern. Die Zeit zum Tr&#252;bsal blasen w&#228;re zu kostbar. Und man w&#252;rde den Tatsachen mehr Beachtung schenken, anstatt sich von tr&#252;gerischen Vorstellungen t&#228;uschen zu lassen.</p>
<p><strong>Kirschbl&#252;ten</strong><br />
In Japan gibt es die Tradition, im Fr&#252;hjahr bl&#252;hende Kirschb&#228;ume zu bewundern. Kirschbl&#252;ten sind Sinnbild der Fl&#252;chtigkeit jeden Moments. Entweder greift man die M&#246;glichkeit beim Schopf, sich die Bl&#252;ten anzusehen oder man hat die Chance verpasst. Das voranschreitende Leben kennt kein Wiederbringen vergangener Stunden. Also warum nicht gerade jetzt das sagen oder tun, wonach einem schon lange ist? Weshalb den Moment aufschieben? Vielleicht verpasst man sonst die Gelegenheit, es je tun zu k&#246;nnen.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/drp/10465770/" target="_blank" onclick="urchinTracker('/outgoing/www.flickr.com/photos/drp/10465770/?referer=');">Bildquelle</a></p>
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		<title>Da schau her 0010 &#8211; das Ganze</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 12:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdenken ist nicht genug. Nachdenken ist zwar schon viel, definitiv aber nicht genug. Manchmal ist Nachdenken hinderlich, manchmal lebenswichtig. Nachdenken ist nicht nur auf geistiges Tun beschr&#228;nkt. Es kann auch mit dem K&#246;rper geschehen.
Die Grenze zwischen geistigen und k&#246;rperlichen Handlungen ist nicht scharf gezogen. Sie ist wie das Z&#252;ngeln des Meerwassers, das je nach Gezeitenstand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdenken ist nicht genug. Nachdenken ist zwar schon viel, definitiv aber nicht genug. Manchmal ist Nachdenken hinderlich, manchmal lebenswichtig. Nachdenken ist nicht nur auf geistiges Tun beschr&#228;nkt. Es kann auch mit dem K&#246;rper geschehen.</strong></p>
<p>Die Grenze zwischen geistigen und k&#246;rperlichen Handlungen ist nicht scharf gezogen. Sie ist wie das Z&#252;ngeln des Meerwassers, das je nach Gezeitenstand mehr oder weniger tief ins Landesinnere str&#246;mt. Jede Handlung wird vom Geist begleitet. Manchmal beobachtend, manchmal lenkend.</p>
<p>Dort wo Handlungen aus Erfahrung heraus geschehen, sind bewusste Gedanken wenig aktiv. Wer kreativ t&#228;tig ist, kennt diesen Vorgang. Zun&#228;chst wird das Handwerkszeug erlernt, das nach unz&#228;hligen Wiederholungen in Fleisch und Blut &#252;bergeht. Zu Beginn lenkt die Hand den Pinsel unter Aufbietung geistiger Aufmerksamkeit, wird der Fuss im Tanz in der richtigen Schrittfolge gesetzt. Der K&#246;rper muss zum Ged&#228;chtnis werden. Der K&#246;rper muss die M&#246;glichkeiten als Vokabular speichern. Dass diese Arbeit notwendig ist, wird jeder Meister seines Metiers best&#228;tigen. Es ist die Arbeit, die hinter dem Meisterwerk steckt, die aber zu rasch in Vergessenheit ger&#228;t. Sie scheint im Widerspruch zur Kraft des Kunstwerks zu stehen. Kunst soll erhaben sein, aus einer magischen Quelle entspringen. Da ist Arbeit fehl am Platz, die von einer Aura k&#246;rperlichen Schweisses umgeben ist. <span id="more-750"></span></p>
<p>Wer die Schrittfolgen im Tanz beherrscht, die m&#246;glichen Bewegungsmuster erforscht hat, die der K&#246;rper zul&#228;sst, kann mit dem eigentlichen Tanz beginnen. Die Arbeit, das Forschen k&#246;nnen endlich Fr&#252;chte tragen. Das K&#246;rperged&#228;chtnis ist bereit f&#252;r die Unmittelbarkeit. Wenn es so etwas wie Magie in der Kreativit&#228;t gibt, dann hier. Der Weg zwischen Absicht und Handlung ist auf ein Minimum zusammengeschrumpft, vielleicht sogar aufgehoben. Wer lenkt den K&#246;rper? Ist es der K&#246;rper selbst, ist es der Geist? Wer lenkt wen? Dr&#228;ngt das Land das herannahende Wasser zur&#252;ck oder zieht sich das Wasser zur&#252;ck? Fragen, die keiner Antworten bed&#252;rfen; denn was daraus entsteht, ist die Antwort. Und sie ist eine Vereinigung von Absicht und K&#246;rper. Das Ergebnis ist ein Sinnbild K&#246;rper gewordenen Geistes, Geist gewordenen K&#246;rpers &#8211; vielleicht sogar von Absichtslosigkeit?</p>
<p>Mann kann diesen Weg w&#228;hlen, wo Geist durch einen bewussten Prozess zu K&#246;rper wird. Und nat&#252;rlich f&#252;hrt das wieder zu neuen Erfahrungen, die ins Bewusstsein zur&#252;ckdr&#228;ngen. Das ist aber nur eine H&#228;lfte der Wirklichkeit. Als Gegenst&#252;ck dazu kann man auch den gegenl&#228;ufigen Weg beschreiten, wo K&#246;rper zu Geist wird. Erfahrung aus Handeln wird erst im Nachhinein reflektiert. Es kann der Weg sein, der aus der Sackgasse f&#252;hrt. Es kann der Befreiungsschlag sein, wenn alles Nachdenken zu keinem Ergebnis f&#252;hrt. Mittel, wenn das Erfahrungskapital nicht gen&#252;gt, um die Auswirkungen abzusch&#228;tzen. Alles Nachdenken ist m&#252;ssig und schreit geradezu nach einer befreienden Handlung. Also tun, nicht nachdenken. So wird sich zeigen, was eine Daseinsberechtigung hat und was nicht.</p>
<p>Selbst in der T&#228;tigkeit des Schreibens gibt es Momente, wo nicht klar ist, was dominanter ist: Absicht oder Handlung. Wenn das erste Wort gesetzt ist, sich weitere Glieder anf&#252;gen, f&#252;hrt das eine zum anderen. Worte als k&#246;rpergewordene Gedanken. Gedanken, die durch den Schreibprozess Form gewinnen und erst so sichtbar werden, erst so bewusst werden.</p>
<p>Nicht nur Unbewusstes wird durch Handeln bewusst. Der K&#246;rper wird auch Geist, wenn &#228;ussere Bedingungen wirken. &#220;berraschende Ereignisse, k&#246;rperliche Erfahrungen zwingen Tatsachen offen und unmittelbar auf. Das lachende Gegen&#252;ber setzt ebenso Tatsachen wie das weinende Kind. Die Wirkung auf den eigenen K&#246;rper ist unmittelbar. Freude und Schrecken sind zun&#228;chst k&#246;rperliche Wahrnehmungen, die erst danach zu Gedanken f&#252;hren. Spontan sind Leute, die in solchen F&#228;llen wenig Zeit mit Nachdenken verlieren. Sie handeln ohne Nachdenken &#8211; erwidern Freude mit Freude, Weinen mit Trost. Einzig der Nachdenkliche &#252;berlegt erst, was er tun will. Sein Zweifel macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Er hindert ihn daran, auf der gleichen Ebene mit dem anderen zu kommunizieren. Nicht der K&#246;rper soll sprechen sondern der Geist. Er will erst seine eigene Position verstehen und sichern. Handeln w&#252;rde demgegen&#252;ber Tatsachen schaffen, die sich nicht r&#252;ckg&#228;ngig machen lassen. Gedanken sind da weniger bedrohlich.</p>
<p>Ausserdem zeigt der K&#246;rper eine weitere Dimension des Daseins, die durch blosses Nachdenken nicht erschlossen werden kann. Er zeigt Grenzen des eigenen F&#252;hlens auf; Unwohlsein oder gar Krankheit weisen darauf hin, dass Grenzen im F&#252;hlen &#252;berschritten werden. Geistiger Schmerz schl&#228;gt sich im Fleisch nieder.</p>
<p>Wer sich nur aufs Nachdenken beschr&#228;nkt, schliesst eine grossartige M&#246;glichkeit aus, Dasein zu erfahren. Er reduziert die erfahrbare Welt auf das, was Denkbar ist. Und das ist niemals alles, was es wert ist zu erfahren. Denn Nachdenken ist nicht genug.</p>
<p><strong>Widmung</strong> Liebe R. Dieser Text ist das unmittelbare Ergebnis unseres Beisammenseins. Er ist vor allem durch unsere gemeinsamen Erlebnisse, aber auch unsere wertvollen Gespr&#228;che entstanden. Das Ergebnis ist ein bleibender Wert, der nicht vergolten werden kann oder muss; er kann in jedem von uns den Raum einnehmen, den wir ihm zumessen wollen. Welche Bedeutung er f&#252;r jeden von uns hat, kann nur in eigener Betrachtung ergr&#252;ndet werden; ebenso zu welchen Konsequenzen er f&#252;hren soll.</p>
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		<title>Da schau her 0009 &#8211; Zeit-Enzian</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 12:53:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Gef&#252;hl schleicht sich an und ist dann mit einem Mal da. Samstag- oder Sonntagmorgen &#252;berf&#228;llt es mich manchmal; ohne ersichtlichen Grund. Den Zustand k&#246;nnte man mit «Abwesenheit von Absicht» umschreiben. Nennen wir ihn der Einfachheit halber «Zeit-Enzian». Es gibt keine Verabredung zum Kaffee und auch keinen Kunden, der &#252;bers Wochenende noch seinen Auftrag erledigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.taxipluto.com/wp-content/uploads/2008/03/enzian_1.jpg' alt='enzian_1.jpg' /><img src='http://www.taxipluto.com/wp-content/uploads/2008/03/enzian_2.jpg' alt='enzian_2.jpg' /></p>
<p>Das Gef&#252;hl schleicht sich an und ist dann mit einem Mal da. Samstag- oder Sonntagmorgen &#252;berf&#228;llt es mich manchmal; ohne ersichtlichen Grund. Den Zustand k&#246;nnte man mit «Abwesenheit von Absicht» umschreiben. Nennen wir ihn der Einfachheit halber «Zeit-Enzian». Es gibt keine Verabredung zum Kaffee und auch keinen Kunden, der &#252;bers Wochenende noch seinen Auftrag erledigt haben will. Oder es gibt all das, nur pickst es gegenw&#228;rtig nicht im Hinterkopf, fl&#252;stert h&#246;chstens leise aus der Agenda &#8211; aber zu wenig laut.</p>
<p>Ich habe Zeit, einen Zeit-Enzian. Es ist nicht so, dass er mit einem Schlag, mit grossem Get&#246;se ins Bewusstsein einf&#228;llt. Es ist eher, wie einem langsam aber sicher klar wird, dass man Gefallen an jemandem findet. Es gibt Leute, zu denen f&#252;hlt man sich unmittelbar bei der ersten Begegnung hingezogen. Und dann gibt es die, die man erst mit der Zeit attraktiv findet. Wenn man es erst tut, fragt man sich, weshalb man sie vorher nicht beachtet hat. Die Sch&#246;nheit erschliesst sich schleichend. Ist sie da, freut man sich dar&#252;ber. Der Enzian ist nicht mehr bloss das unscheinbare Bl&#252;mchen. <span id="more-721"></span></p>
<p>Der Unterschied besteht in der Halbwertszeit. W&#228;hrendem die Freude an der entdeckten Sch&#246;nheit einer Person l&#228;ngere Zeit anhalten kann, ist der Zeit-Enzian verh&#228;ltnism&#228;ssig fl&#252;chtig. Unweigerlich taucht die Frage auf: Was soll ich in der freien Zeit tun? Der Zeit-Enzian ist verbl&#252;ht.</p>
<p>Ein gewisses Mass an Ratlosigkeit und Unentschlossenheit kennzeichnet solche Momente. Man ist auf nichts ausgerichtet, hat kein Ziel und f&#252;hlt sich in der Schwebe. Der Zeit-Enzian ist nicht durch &#220;berlegungen herbeigef&#252;hrt und kann dadurch auch nicht heraufbeschworen werden. Man erlebt ihn ganz einfach. Nat&#252;rlich braucht er gewisse Umst&#228;nde, die f&#246;rderlich sind. Und auch Ursachen. Aber diese beiden sind nichts, das man im Hinblick auf den Wunsch, das Gef&#252;hl Zeit haben zu wollen, bewusst arrangieren kann. Der Enzian w&#228;chst vor sich hin und ist mit einem Mal da, poppt aus dem Boden. Man nimmt ihn wahr und ehe man sich&#8217;s versieht, ist er auch schon wieder verschwunden.</p>
<p>Heute Morgen hatte ich einen solchen Zeit-Enzian. Er hat vielleicht eine halbe Minuten gedauert, oder nicht mal. Wo er beginnt, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es ein Gef&#252;hl in der Magengegend oder ein Kribbeln im Nacken. Ist er erst mal da, dann ist er bald wieder weg. Festhalten kann man ihn nur f&#252;r kurze Zeit. Solange, bis man sich entschieden hat. Absicht ist das Mittel, um den Zeit-Enzian zum Verbl&#252;hen zu bringen.</p>
<p>Wenn ich es mir recht &#252;berlege, mag ich Enziane. Das Leben sollte &#246;fters wie ein Zeit-Enzian sein.</p>
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		<title>Da schau her 0008 &#8211; Entschuldigung</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jan 2008 08:14:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[
F&#252;r wen ist eine Entschuldigung wichtiger &#8211; den &#220;belt&#228;ter oder den Leidtragenden? Welche Chancen bieten Auseinandersetzungen generell? Und weshalb es dennoch sinnvoll ist, sich zu entschuldigen, auch wenn man damit zugef&#252;gtes Leid nicht ungeschehen machen kann. Eine Betrachtung in erster Linie aus Sicht des T&#228;ters.
Handlungen werden mit oder ohne konkrete Absicht ausgef&#252;hrt. Solange Handlungen nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.taxipluto.com/wp-content/uploads/2008/01/schuld_1.jpg' alt='schuld_1.jpg' /><img src='http://www.taxipluto.com/wp-content/uploads/2008/01/schuld_3.jpg' alt='schuld_3.jpg' /><img src='http://www.taxipluto.com/wp-content/uploads/2008/01/schuld_2.jpg' alt='schuld_2.jpg' /></p>
<p><strong>F&#252;r wen ist eine Entschuldigung wichtiger &#8211; den &#220;belt&#228;ter oder den Leidtragenden? Welche Chancen bieten Auseinandersetzungen generell? Und weshalb es dennoch sinnvoll ist, sich zu entschuldigen, auch wenn man damit zugef&#252;gtes Leid nicht ungeschehen machen kann. Eine Betrachtung in erster Linie aus Sicht des T&#228;ters.</strong></p>
<p>Handlungen werden mit oder ohne konkrete Absicht ausgef&#252;hrt. Solange Handlungen nur einen selbst betreffen und andere nicht tangieren, kann man tun und lassen was man will. Daneben gibt es solche, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf andere haben. Entweder handfeste auf deren K&#246;rper oder weniger greifbare auf deren Geist. Aus den drei m&#246;glichen Arten von Handlungen &#8211; positiven, neutralen oder negativen &#8211; sind vor allem die Auswirkungen aus negativen Handlungen ein Problem. Antriebsfeder f&#252;r sie ist leider oft nur der eigene Gewinn.</p>
<p>Die Handlungen sollen zu etwas f&#252;hren, das erstrebenswert erscheint, wobei man schon mal in Kauf nimmt, dass andere darunter leiden. Auf dem Weg dorthin kreuzen sich Ansichten und daraus folgende Taten mit denen anderer, die etwas gegen die Handlungen und eventuell das Ziel haben. Die unmittelbaren oder langfristigen Folgen sind unangenehm f&#252;r sie. Hier k&#246;nnte man einwenden, dass jeder Betroffene selber Schuld an seinem Leid tr&#228;gt. Ich m&#246;chte aber nicht die Frage der Schuld betrachten, sondern was geschieht, nachdem klar geworden ist, dass andere durch eigenes Handeln Leid davon getragen haben. <span id="more-694"></span></p>
<p><strong>Wie reagieren als T&#228;ter?</strong><br />
Es ist also klar, dass man durch sein Handeln bei anderen Leid ausgel&#246;st hat. Wenn der T&#228;ter davon erf&#228;hrt, kann er zweierlei tun: Entweder sein Handeln rechtfertigen und den eigenen Standpunkt beibehalten oder sein Handeln hinterfragen und neu bewerten. F&#252;r die erste Variante entscheiden sich einerseits Hohlk&#246;pfe und anderseits solche, die von ihrem Handeln absolut &#252;berzeugt sind. Hohlk&#246;pfe haben kein Interesse daran, ihr Handeln zu hinterfragen; ihnen fehlt die F&#228;higkeit der Selbstreflexion. Diejenigen, die von ihrem Handeln absolut &#252;berzeugt sind, sch&#228;tzen den eigenen Gewinn h&#246;her ein, als den Schaden, den andere erfahren.</p>
<p>Diesen gegen&#252;ber stehen Personen, die Selbstkritisch sind. Sie besitzen die F&#228;higkeit zur Selbstreflexion und haben den Wunsch, nicht auf Kosten anderer zu leben. Wenn ihnen bewusst wird, dass ihr Handeln bei anderen unangenehme Folgen gezeigt hat, werden sie nicht einfach den Kopf in den Sand stecken und versuchen, alles zu vergessen. Vielmehr werden sie sich fragen, wie es zu dieser Situation kommen konnte und wie sie sie bereinigen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Standpunkte</strong><br />
Nehmen wir der Einfachheit halber einen Fall, wo man jemanden gekr&#228;ngt hat. Es ist also kein k&#246;rperlicher Schaden entstanden sondern durch eigene &#196;usserungen hat man beim anderen ein gewisses Unwohlsein hervorgerufen. Zuerst wird man sich &#252;berlegen, aus welchem Antrieb man sich entsprechend verhalten hat. Man wird die eigenen Motive untersuchen und den erzielten Eigennutzen in Verh&#228;ltnis zum Schaden beim anderen setzten. Im zweiten Schritt versucht man in die Haut des Leidtragenden zu schl&#252;pfen, seine Ansichten und Wertvorstellungen anzunehmen und damit dessen Standpunkt einzunehmen. Dabei kann einem der andere unter Umst&#228;nden behilflich sein.</p>
<p><strong>Zwei Alternativen</strong><br />
Durch Gegen&#252;berstellen der beiden Seiten erschliessen sich die Differenzen. Daraus ergeben sich zwei M&#246;glichkeiten: Entweder h&#228;lt man den eigenen Standpunkt bei oder man verl&#228;sst ihn und nimmt den des anderen ein. Die Folgen aus diesen beiden Wegen unterscheiden sich. Wenn man den eigenen Standpunkt beibeh&#228;lt, entscheidet man sich bewusst gegen die Ansichten des anderen. Und man akzeptiert nicht, dass die eigene &#196;usserungen Grund f&#252;r ein Unwohlsein beim anderen sein k&#246;nnen. Eine einf&#252;hlsame Person wird es damit aber nicht auf sich beruhen lassen. Sie wird der anderen Person zeigen, dass es ihr leid tut, dass unterschiedliche Ansichten zu diesem Unwohlsein gef&#252;hrt haben. Entschuldigen wird sie sich aber nicht.</p>
<p>Der andere Weg f&#252;hrt dahin, dass man den eigenen Standpunkt verl&#228;sst und den der anderen Person einnimmt. Damit geht die Akzeptanz einher, dass man im eigenen, bis anhin eingenommenen Standpunkt, einen Fehler sieht. Dem anderen gegen&#252;ber signalisiert man diese Erkenntnis damit, dass man sich ihm gegen&#252;ber entschuldigt. Man akzeptiert, dass das eigene Handeln berechtigter Grund f&#252;r das Unwohlsein in ihm war.</p>
<p><strong>Entschuldigung</strong><br />
Obwohl im Begriff «Entschuldigung» das Wort «Schuld» vorkommt, will man sich hier nicht einer Schuld entledigen. Schuldig ist nur der, der bewusst aus ungerechtfertigten Motiven heraus Schaden anderer in Kauf nimmt, um eigenen Gewinn zu erzielen. Wer aus eigener Redlichkeit heraus handelt und sich vor Ausf&#252;hren der eigenen Handlung nicht bewusst ist, dass damit Schaden entstehen k&#246;nnte, ist zwar unwissend aber nicht schuldig. Was aber wiederum keine Entschuldigung sein soll. Weshalb also die Entschuldigung? Sie markiert, dass man den eigenen Standpunkt &#252;berdacht hat und nun die Ansicht des Leidtragenden teilt. Sie steht auch f&#252;r einen Erkenntnisgewinn, der aus der Auseinandersetzung mit dem zugef&#252;gten Leid hervorgegangen ist.</p>
<p>Zu hoffen ist jetzt, dass der Leidtragende die Entschuldigung akzeptiert. Damit kommt die Auseinandersetzung zu einem Abschluss. Der Status nach dem Konflikt ist wieder derselbe, wie vor der Konfrontation. Mit einem Unterschied: Derjenige, der dem anderen Leid zugef&#252;gt hat, hat an Erkenntnis dazu gewonnen. Er hat seine Sichtweise um die des anderen erweitert.</p>
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		<title>Da schau her 0007 &#8211; Entschluss</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 13:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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Ungewissheit geh&#246;rt zu den unangenehmsten Empfindungen unseres Daseins. Die Zeit scheint still zu stehen und darauf zu warten, dass sich etwas tut. L&#228;hmende Starre umh&#252;llt einen wie Watte, die die Sinne bet&#228;ubt. Innerlich sieht es jedoch anders aus. Die Unsicherheit zerrt an den Nerven.
Bei den Betrachtungen hier geht es nicht um Unsicherheit in Bezug auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.taxipluto.com/wp-content/uploads/2007/12/blatt.jpg" alt="blatt.jpg" /><img src="http://www.taxipluto.com/wp-content/uploads/2007/12/frau.jpg" alt="frau.jpg" /><img src="http://www.taxipluto.com/wp-content/uploads/2007/12/feld.jpg" alt="feld.jpg" /></p>
<p><strong>Ungewissheit geh&#246;rt zu den unangenehmsten Empfindungen unseres Daseins. Die Zeit scheint still zu stehen und darauf zu warten, dass sich etwas tut. L&#228;hmende Starre umh&#252;llt einen wie Watte, die die Sinne bet&#228;ubt. Innerlich sieht es jedoch anders aus. Die Unsicherheit zerrt an den Nerven.</strong></p>
<p>Bei den Betrachtungen hier geht es nicht um Unsicherheit in Bezug auf philosophische oder naturwissenschaftliche Fragen. Vielmehr sind Situationen angesprochen, wo es kein absolutes Richtig oder ein absolutes Falsch gibt und man ganz unmittelbar betroffen ist. Auf pers&#246;nlicher Ebene wird eine gewisse Ernsthaftigkeit vorausgesetzt, Entscheidungen und deren m&#246;gliche Konsequenzen zu tragen. Der Faktor beratender Dritter soll zudem keine Rolle spielen, weil hier Fragen interessieren, wo man selber die Wahl treffen muss.</p>
<p><strong>Ausgangslage</strong><br />
Von Angst oder Zerrissenheit gepr&#228;gt sind besonders die F&#228;lle, wo man zwischen zwei M&#246;glichkeiten w&#228;hlen muss. Sich f&#252;r etwas zu entscheiden bedeutet nicht selten die Wahl gegen etwas anderes, das man genauso mag. Wenn zwei M&#246;glichkeiten gleich verlockend sind, ist es fast ein Ding der Unm&#246;glichkeit, einer eine Absage zu erteilen. Die Angst, auf etwas Wertvolles verzichten zu m&#252;ssen, erschwert den Entschluss.</p>
<p><strong>Eine Richtung einschlagen</strong><br />
Wie kann diesem Dilemma so begegnet werden, dass man am Ende dennoch zufrieden ist? Selbst dann, wenn sich die getroffene Wahl im Nachhinein als die vermeintlich schlechtere herausstellen sollte? Zun&#228;chst ist es hilfreich zu erkennen, dass Unentschlossenheit ein grosses Hindernis ist. <span id="more-679"></span> Man bewegt sich weder in die eine noch in die andere Richtung und raubt sich damit der Erfahrung, die sich aus der Wahl ergeben w&#252;rde. Vor- und Nachteile der M&#246;glichkeiten abzuw&#228;gen ist richtig und notwendig. Irgendwann muss man aber einen Weg einschlagen. Nach dem Entschluss folgen entsprechende Handlungen, die der Wahl Ausdruck verleihen. Erst durch Taten wird ersichtlich, dass man eine Wahl getroffen hat und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.</p>
<p><strong>Handlungen ver&#228;ndern Situation</strong><br />
Sobald man zu handeln beginnt, muss man sich &#252;ber eines im Klaren sein: Von hier an beginnt man unter ver&#228;nderten Vorzeichen, denn die Handlungen beeinflussen das gesamte Gef&#252;ge. Durch sie f&#252;gen sich neue Elemente hinzu, die beim Prozess der Entscheidungsfindung noch nicht vorhanden waren. Nat&#252;rlich versucht man m&#246;glichst gute Prognosen &#252;ber zuk&#252;nftige Ergebnisse, sich ein Bild &#252;ber m&#246;gliche Konsequenzen zu machen. Durch die Dynamik neuer Handlungen wird das aber fast unm&#246;glich.<br />
Einfach gesagt: Entscheidungen k&#246;nnen zu angenehmen oder unangenehmen Resultaten f&#252;hren, die aber oft erst durch entsprechende Taten hervortreten. Weil das so ist, ist es m&#252;ssig, im Nachhinein seine urspr&#252;ngliche Wahl zu bedauern; sofern das Ergebnis unbefriedigend ist. Diese Erkenntnis bringt eine geh&#246;rige Portion Gelassenheit. Sie hilft unangenehme Resultate besser zu ertragen und bei angenehmen nicht abzuheben.</p>
<p><strong>Positiver und negativer Zweifel</strong><br />
Ein m&#228;chtiger Mitspieler ist der Zweifel. Er beeinflusst das eigene Verhalten und vergiftet nicht selten vor und nach der Wahl die eigene Zuversicht. Vor der Wahl l&#228;sst er einen zwischen den beiden M&#246;glichkeiten hin und her springen. Danach hindert er einen daran, f&#252;r die eigene Wahl einzustehen und die verworfene Alternative hinter sich zu lassen. Der Zweifel hat aber durchaus auch positive Seiten. Er verhindert, dass man sich leichtsinnig und zu rasch f&#252;r etwas entscheidet. Aber eben nur so lange er nicht zum Bremsklotz wird.<br />
Nach der Wahl ist der Zweifel ebenso unangenehm. Im Marketing hat man diese Gefahr erkannt und setzt ein entsprechendes Mittel dagegen ein: Positive Best&#228;tigung. Kauft man beispielsweise ein teures Auto, flattern sogleich Mailings mit wohlformulierten Briefen und sch&#246;nen Prospekten ins Haus. Sie begl&#252;ckw&#252;nschen einen zur getroffenen Wahl und zeigen die Vorz&#252;ge der Wahl auf. Nach dem Kauf ist n&#228;mlich der Vergleichsprozess in einem immer noch aktiv. Man fragt sich &#8211; dieses Mal aus der Perspektive des Besitzers &#8211; war meine Wahl die richtige? Der Autohersteller will diese Frage um jeden Preis mit einem grossen Ja beantwortet haben, um den Kunden zum Stammkunden und damit zum Helfer beim Gewinn neuer Kunden zu machen. Mit entsprechenden Best&#228;tigungen soll das erreicht werden.</p>
<p><strong>Wachsam bleiben</strong><br />
Zur&#252;ck zu Situationen pers&#246;nlicher Fragen, wo man keine Best&#228;tigung von Aussen erwarten kann &#8211; man muss sie sich selber geben. Hier lauert aber eine grosse Gefahr. Selbstbest&#228;tigung kann bei &#220;bertreibung zu realit&#228;tsfernem Handeln f&#252;hren. Wenn offensichtlich wird, dass man mit seiner Wahl in die falsche Richtung geht, muss mann daraus entsprechende Konsequenzen ziehen. Will man das sinkende Schiff mit positivem Denken an der Wasseroberfl&#228;che halten, sch&#228;tzt man die Lage schlichtweg falsch ein. Man muss der Situation entsprechend andere Mittel w&#228;hlen.</p>
<p>Einen Entscheid zu f&#228;llen heisst nicht, unter allen Umst&#228;nden an ihm festzuhalten. Denn durch neue Handlungen ver&#228;ndert sich die Ausgangslage und macht manchmal eine Neubeurteilung der Situation n&#246;tig.</p>
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