Archiv für die 'Philosophie' Kategorie



Da schau her 0002 - Zugabteil

zug_2.jpgzug_1.jpgzug_3.jpg

Von Steinen unterscheiden wir uns Menschen in vielerlei Hinsicht; in mancher sind wir ihnen ähnlich. Damit wir uns in immer wechselnden Situationen zurecht finden können, brauchen wir ein gewisses Mass an Anpassungsfähigkeit. Bei Steinen sieht das anders aus; und doch haben sie uns in manchen Belangen etwas voraus.

Da mit dem Vorgang der Anpassung auch eine Anstrengung verbunden ist, mögen wir Situationen, in denen wir zur Anpassung gezwungen werden, in der Regel nicht besonders. Viel lieber ist es uns, wenn wir selber bestimmen können, wo und wie sehr wir uns zu bewegen haben.

Öffentliche Verkehrsmittel bieten ein gutes Beobachtungsfeld für menschliches Verhalten. Im Unterschied zu individuellen Fortbewegungsmitteln, wie Auto oder Fahrrad, nimmt man bei der Nutzung von öffentlichen gewisse Einschränkungen in Kauf. Dafür verspricht man sich einige Vorteile - nicht im Stau stecken bleiben, kein schlechtes Gewissen in Bezug auf Umweltverschmutzung haben, um nur einige zu nennen. Diese sollen die Nachteile zumindest aufwiegen.

Neben dem verminderten Mass an Flexibilität, das sich aus dem vorbestimmten Fahrplan von Zügen, Bussen, und so weiter ergibt, stellt die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel besonders eine Forderung an uns: Die Bereitschaft, vorhandenen Raum mit anderen zu teilen. Mit dem Fahrplan mag man sich irgendwann zurecht gefunden haben; auch mit den Fahrkosten. Handelt es sich doch bei diesen Dingen um mehr oder weniger vorhersehbare Grössen. > weiterlesen ‘Da schau her 0002 - Zugabteil’

Da schau her 0001 - Klimaanlage

cool_2.jpgstrauss.jpgcool_3.jpg

Da schau her 0001
Die vorgesehenen vier Zahlenstellen im Titel sollen andeuten, dass hier eine neue Reihe entsteht. Ob sie dereinst einmal alle vier Stellen ausfüllt, muss die Zukunft erst noch beweisen. Die erste Betrachtung ist eine kleine Ausfahrt in Autos mit und ohne Klimaanlage.

Damals
Mensch, ist das heiss; darf ich das Fenster runter drehen?
Geht nicht - vor uns fährt ein grausliger Diesel-LKW, den wir nicht überholen können.
Ahh, diese Hitze ist unerträglich. Dann gib mir mal die Trinkflasche rüber.
Ja, aber nicht zu viel trinken, sonst müssen wir gleich wieder anhalten.

So oder ähnlich hat es bei uns immer geklungen, wenn wir zu Ferienbeginn den Weg in den Süden unter die Räder genommen haben. Es war eine Tortur. Vor rund 25 Jahren sassen wir zu Dritt auf der hinteren Sitzreihe, und versuchten die sieben Stunden Autofahrt irgendwie über die Runden zu bringen. Autobahnen und Schnellstrassen gab es nur auf einigen Abschnitten der Fahrt. Der Alpenübergang war jeweils die Krönung; mir wurde regelmässig speiübel dabei. Der Preis für fünf Wochen Ferien bei unseren Verwandten im Südtirol war aus Sicht eines labilen Kindermagens hoch. > weiterlesen ‘Da schau her 0001 - Klimaanlage’