


Der Rote Planet hat eine neue Überraschung zu bieten: Die «Seven Sisters» - sieben Höhlen mit einem geschätzten Durchmesser von 100 bis 250 m. Die Öffnungen, bei denen es sich nicht um Einschlagskrater oder dunkles Gesteinsmaterial handeln soll, tragen die Namen Dena, Chloe, Wendy, Annie, Abbey, Nikki, und Jeanne.
Etwas seltsam ist die Tatsache, dass die NASA (Mars Odyssey-Sonde, Mars Reconnaissance Orbiter) und die University of Arizona (High Resolution Imaging Science Experiment - HiRise - von MRO) bisher nichts von diesen Entdeckungen zu berichten haben. Gefundenes Fressen für wirre Verschwörungstheoretiker. Könnte ja sein, dass die nagra dort geheime Bohrungen durchführt, um einen möglichen Standort für unseren Atommüll ausfindig zu machen.
Auf der 38. Lunar and Planetary Science Conference wurden die Höhlen einem Fachpublikum präsentiert, die beim Vulkan Arsia Mons liegen. Weitere Aufnahmen sollen mehr Aufschluss über die Öffnungen geben.
Links: NASA
Mars Odyssey-Sonde
Mars Reconnaissance Orbiter
High Resolution Imaging Science Experiment
nagra
38. Lunar and Planetary Science Conference
(via: planetary.org)



OK, die Hässlichen kennt mittlerweile wohl jeder. Ihr Körper besteht fast zur Hälfte aus einem überdimensionierten Maul mit widerhaken-gleichen Zähnen, davor irgendein leuchtendes, schlabbriges Lockmittel und der Rest könnte aus Gigers Feder stammen. Die Rede ist natürlich von den skurrilen Wasserbewohnern der Tiefsee unseres Planeten.
Neben diesen gewöhnungsbedürftigen Fischen, mit Namen wie Seeteufel oder Drachenfisch, gibt es eine Reihe weiterer Tiere, die teils putzig, teils wie auf dem Reissbrett gezeichnet aussehen - Kraken, die als Vorlage für eine Alessi-Zuckerdose dienen könnten oder Schwämme, von denen man meinen könnte, sie wären der Requisiten-Truhe eines Science-Fiction-Films entstiegen.
Zu sehen sind alle diese Tiere auf 256 Seiten im neu erschienen Buch «The Deep» von Claier Nouvian (ISBN: 978-0-226-59566-5). Neben den aussergewöhnlichen Bildern führt es zu jedem Tier interessante Informationen über deren Lebensweise und -umstände an.
Links: «The Deep»
Gigers
Alessi
Space-Figuren

Weshalb weisen die Gehirne von Menschen, Affen oder selbst Katzen eine solch eigenartige Struktur der äussersten Schicht auf - warum die vielen Falten? Eine der grossen offenen Fragen in den Neurowissenschaften.
Entstehung und Zerfall solcher Falten können nun, dank eines Verfahrens, entwickelt vom Massachusetts General Hospital in Zusammenarbeit mit der Harvard Medical School (unter Führung des MIT), nachvollzogen werden. Mit Hilfe von Magnetresonanz-Aufnahmen haben sie ein Verfahren entwickelt, das sicherer als ältere, > weiterlesen ‘Hirnwindungen’

Manche brauchen Schampoos zum Haare waschen - andere gewinnen Wettbewerbe damit. Die «Gallery of Fluid Motion» präsentiert jährlich den Gewinner eines Wettbewerbs, bei dem Beiträge zu Phänomenen flüssiger Substanzen prämiert werden. Eingereicht werden können Fotos oder Videos.
Beim letzten Gewinner handelt es sich um einen Beitrag der «Physics of Fluids group» von Prof. Detlef Lohse der Universität Twente (NL). Im Video «the Leaping Shampoo» wird der so genannten Kaye-Effekt gezeigt und erklärt; ein physikalisches Phänomen, bei dem eine Flüssigkeit auf einen Untergrund trifft und in einem Strahl wieder aufsteigt. Wie dieses - von A. Kaye 1963 erwähnt und 1976 von A. A. Collyer und P. J. Fisher in einem Artikel in der Zeitschrift Nature beschrieben - zustande kommt, war bisher nicht genau untersucht worden. Wissenschaftlich und ästhetisch aussergewöhnlich!
Links: Video «Leaping Shampoo»
«Gallery of Fluid Motion»
«Physics of Fluids group»
Bericht in Nature



«Hey, hey, Wickie! Hey, Wickie, hey!» hallt es im Kopf, wenn man im Internet wieder mal auf ein «Wiki» trifft. Dabei geht es nicht um die lustigen Geschichten aus der Zeichentrickserie «Wickie und die starken Männer».
Wiki, der von «wikiwiki», dem hawaiischen Wort für «schnell» entlehnten Bezeichnung, werden fast magische Fähigkeiten zugesprochen. Wikis sind Seitensammlungen über ein oder mehrere Wissensgebiete, die von Benutzern online verändert werden können. Das überwiegende Mehr der Angebote an Wikis stellt heute ein wertvolles Hilfsmittel zur Recherche und zur Erweiterung des persönlichen Wissens dar. Allgemeine Wikis wie Wikipedia, die Mutter aller Wikis, dienen oft als Sprungbrett zu weiteren Sammlungen > weiterlesen ‘Wikiwiki, das schnelle Wissen’

Dass an sich komplizierte Dinge auch schön sein können, beweist «eine Kalkulation von der Größe Manhattans», wie es Jeffrey Adams von der University of Maryland und seine Kollegen von Instituten aus den USA und Europa salopp umschreiben. Laut einem Bericht auf Spiegelonline sind dem Team von 18 Mathematikern neue Einblicke in die äußerst komplizierte Struktur sogenannter Lie-Gruppen geglückt. Das Ergebnis, eine Matrix aus 453.060 Zeilen und Spalten, könnte Physikern dabei helfen, verschiedene Theorien zu vereinigen.
Für Nichtmathematiker mag das weniger spannend sein. Umsomehr gefällt dafür das grafische Ergebnis, das über einen komplizierten Weg entstanden ist.
Links: Bericht auf Spiegelonline
American Institute of Mathematics
Massachusetts Institute of Technology
Wikipedia über Lie-Gruppen
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