Die Strasse als Tummelplatz für allerlei Künstlerisches, Albernes, Lustiges und zuweilen auch Poetisches. Zwei, die aus der Masse herausstechen.
Caroline Woolard
Sie bewegt sich in den Strassen, stellt Beziehungen zwischen Menschen und Gegenständen her und bringt Objekte in einen neuen Kontext. Sehr gut gefällt mir das Origami Teeritual mit einem Tisch ohne Beine. Aber seht selbst im Video hier:
Demakersvan – Dutch Design House
Das Alte nicht verwerfen aber sich mit dem Neuen auseinandersetzen. Anecken, aufrütteln und hinterfragen. Gutes Beispiel für diese Denkweise ist das Projekt Lace Fence. Poesie und Verspieltheit treffen hier auf industriell gefertigte Serienproduktion. via
Eine U-Bahn ist und bleibt eine U-Bahn. Und doch ist nicht jede gleich. Das Ungleiche beginnt schon bei dem, was auf die U-Bahn hinweisen soll: dem Signet. metrobits.org hat Logos aus der ganzen Welt zusammengetragen und zeigt, dass nicht immer ein M oder ein S für die Bahn steht. Schöne und umfangreiche Sammlung.
Gulf Coast Slabs
Der Name Katrina wird in Mississippi Neugeborenen wohl in nächster nicht sehr oft vergeben. Die Verwüstungen, die der Hurrikan angerichtet hatte, waren verheerend. Clay Ketter hat einen ganz eigenen Zugang zu den Auswirkungen der Unwetter gefunden: Er hat das fotografiert, was von den verwüsteten Häusern noch übrig geblieben ist. Herausgekommen sind abstrakte Grundrissbilder, die auf einst belebte Zuhause hindeuten. Ausstellung in London noch bis 18. Mai 2008 via
Mirinda July
Mirinda Julys Begabungen decken ein grosses Feld ab. Als Filmemacherin, Performance-Künstlerin und Schriftstellerin sucht und findet sie verschiedene Wege, ihr ganz eigene Sicht der Dinge darzustellen. Nicht genug; als Filmemacherin spielt sie gleich selbst in Me and you and everyone we know die Hauptrolle. Eigensinnig auch ihr wunderbar bedeutungsloses Video zu Top Ranking, einem Song von Blonde Redhead. Mirinda July – ein Gesamtkunstwerk.
Armsflow
Waffentransporte überziehen den ganzen Globus: Grafisch aufbereitet bei Armswflow. Es ist erschreckend, welche Volumina vom einen zum anderen Ort verschoben werden. Berechnungsgrundlage sind Informationen von Regierungsstellen sowie von Exportstatistiken der verschiedenen Länder. Eine Schieberei, die es besser nicht geben würde…
Sonnenlicht-Projektor
Die Sonne hat schon manchen zu poetischen Höhenflügen verleitet. Die Tatsache, dass die Sonne nicht nur Wärme gibt sondern auch Licht, macht sich der One Day Poem Pavillon zu Nutze. Wer die mehrteiligen Gedichte ganz sehen möchte, muss jedoch Geduld haben. Der Sonnenstand gibt jeweils immer nur einen Teil der mehrzeiligen Gedichte preis. Oder er schaut sich dieses Video an. Poesie von und mit der Sonne. via
Regen-Ernte
Von der Sonne zum Regen. Warum nicht Energie durch die Ernte von herabfallenden Wassertropfen gewinnen? Hört sich verrückt an – ist aber immerhin ein neuer Versuch, Energie aus dem zu gewinnen, was eh schon gratis da ist. Eine Methode, die sich in den Fällen aufdrängen soll, wo Solarzellen nicht zum Einsatz kommen können.
BottomsUp
Und noch was zum Thema Wasser. Wer dem Wasser, das aus dem Hahnen heraus rinnt, nicht traut, kann sich den BottomsUp-Wasserfilter auf die PET-Flasche schrauben. Gedacht für geschmacksgeplagte Stadtmenschen, die ihrem Wasser wieder eine neutralere Note verleihen wollen.
Nachtrag Dieses Video von Erika Janunger passt irgendwie zu dem von Mirinda July. Architektur, Bewegung und Musik vereinen sich. Durch die um 45 Grad gekippte Raumanordnung eröffnen sich dem Künstler ganz neue Möglichkeiten.
Yves Béhar hat für das One Laptop Per Child-Porjekt den Brit Insurance Design Award 2008 in der Kategorie «Product» gewonnen. Den Preis hat er am 18. März zusammen mit den Preisträgern der anderen Kategorien im Design Museum in London entgegengenommen.
Die Juroren begründen ihren Entscheid damit, dass «das prämierte Projekt über blosses Design hinausreicht: Ein Laptop, das die technischen Anforderungen von Entwicklungsländern berücksichtigt – niedere Kosten, hohe Ergonomie, eine robuste Bauweise – und es den Kindern mit einem ansprechenden Gerät erlaubt, ihre Fähigkeiten in Lernen und Kommunikation zu erweitern.»
Zum Expertenrat der Jury gehören bekannte Größen, wie Alison Moloney, Rolf Fehlbaum, Lars Müller, Antonio Citterio und Daniel Weil.
Die prämierten Projekte können noch bis 27. April 2008 zusammen mit den anderen nominierten im Design Museum bewundert werden.
Im Rahmen der CeBit 08 stellt Christoph Derndorfer, Sprecher von OLPC Austria, in einem aufschlussreichen Video das Gerät vor:
Das ging jetzt aber schnell. Mister Wong hat ein neues Gesicht. Die Lösung: Ein fauler Kompromiss! Der ursprüngliche Charakter des schönen Logos von Hu Nan ist in der Überarbeitung auf der Strecke geblieben. Der hat in der Unsauberkeit bestanden, die Stempelabdrücken eigen ist.
Das jetzige Sujet erinnert an einen trommelnden Voodoo-Zauberer. Die Wongschleife von Ivan Pashenko hatte auch Schwächen. M und W waren nicht deutlich sichtbar. Das hätte man aber mit einer Verstärkung des Kontrastes hinbekommen und das Endergebnis wäre um Längen besser gewesen, als das Siegerlogo. Immerhin hat der Wunderbaum von Israel Betancourt nicht gewonnen.
So bleiben am Ende tonnenweise Logos, die sicher nicht gut genug gewesen wären, viele, die es vielleicht gebracht hätten, wenige, die geeignet gewesen wären aber nur eines, das man so nicht hätte wählen sollen. Schade für den grossen Aufwand.
Wenn der Chef mal wieder nervt oder der Computer abstürzt, kann man sich verschiedener Methoden bedienen, um das Blut vom Siedepunkt runter zu kühlen. Ob es unbedingt der Sandsack sein muss, liegt im Ermessen jedes einzelnen. Eine etwas ruhigere Methode ist Origami.
Ich muss gestehen, dass ich mich da nicht wirklich auskenne. Bisher kann ich gerade mal eine Figur falten: den Kranich. Andere Figuren, wie den hüpfenden Frosch oder die Lilie habe ich zwar ausprobiert – richtig Spass macht mir aber bisher erst der Kranich. Der soll, wenn man ihn jemandem schenkt, auch Glück bringen. Ob sich der Chef darüber freut…
Im Netz gibt es unzählige Seiten mit Faltanweisungen (auch als Videos), Tipps und Bezugsquellen für das nötige Origamipapier. Falten kann man nicht nur traditionelle Figuren sondern auch kleine Boxen, CD-Hüllen oder irgendwelches Urgetier.
Aber aufgepasst: Was den einen beruhigt, bringt den anderen in Rage. Bei Origami ist das wohl nicht anders.
Gesammelte Links sind wie immer bei meinen del.icio.us-bookmarks zu finden. Beruhigendes Falten!
Nachtrag Was man mit Origami alles machen kann, zeigt ein Bericht bei PingMag über die beeindruckende Arbeit von Takayuki Senzaki.
Aktuelle Kommentare