Tag Archiv für 'digital'

Blog Action Day 2008 - Armut


Der Begriff Armut soll für einmal mit etwas mehr Distanz betrachtet werden. Natürlich ein Luxus, den sich nur jemand leisten kann, dem es relativ gut geht und der keine existentiellen Probleme hat. So, wie es leider bei Opfern der Hypothekenkrise der Fall ist.

Aktueller Bezug - Hypothekarkrise USA
Dass der Begriff Armut dieser Tage eine Bedeutung neuen Ausmaßes bekommen würde, hätten sich die Themengeber des Blog Action Day 2008 wohl nicht gedacht. Obwohl die Finanzkrise durch die pausenlose Berichterstattung in den Medien für viele bisher nur ein abstraktes Gebilde war, wird sie früher oder später auch für jeden Einzelnen von uns konkrete Auswirkungen haben. Welche sie in den USA heute schon hat, zeigen anschaulich Bilder von Zeltstädten, in denen Menschen wohnen, die durch die Hypothekarkrise ihr Eigenheim verloren haben. Darüber ist bei der Anti-Eviction Campaign ein interessanter Bericht nachzulesen. Traurig ist, dass auf öffentlichen Druck diese Zeltstädte auch schon wieder aufgelöst werden. Nicht einmal das Wenige bleibt den Betroffenen noch. The FreeMarketMan hat über die Zeltstädte in Kalifornien Videos gepostet. (Bild: Scott Sady, AP)

Armut - Mangel an etwas
Armut als Bezeichnung eines Mangelzustandes kann sich auf unterschiedliche Dinge beziehen. Sowohl auf solche größerer als auch kleinerer Wichtigkeit - Objekte materieller oder geistiger Natur. Unter den äußeren Dingen haben solche, die die Grundbedürfnisse abdecken, vorrangige Bedeutung. Diese werden durch Dinge ergänzt, die zu einem höheren oder tieferen Lebensstandard beitragen.
Die Abdeckung der lebensnotwendigen Grundbedürfnisse steht am unteren Ende der Skala; nach oben hin ist sie offen (?). Mangel bezeichnet einen relativen Zustand. Eine absolute Umschreibung der Bezeichnung Armut gibt es nicht. Die Feststellung eines Mangelzustands ist individuell und momentan. Zustände wie Hunger, Trauer oder Lustlosigkeit entstehen nur in Bezug zu einem geistigen Bewusstsein, das sie wahrnimmt. > weiterlesen ‘Blog Action Day 2008 - Armut’

Blog Action Day kommt


In drei Tagen ist es wieder soweit: am 15. Oktober 2008 wird der 2. Blog Action Day ins Netz geschickt. Noch ist Zeit zum anmelden und mitmachen. Das Thema dieses Mal: Armut - dazu sollte doch bestimmt jedem etwas einfallen!

Aufruf an alle Spammer

Davon wird heute niemand mehr verschont - sofern er einen elektronischen Briefkasten sein Eigen nennen darf: Spam. Woher der Begriff kommt, ist hinlänglich bekannt. Wie diese seltsamen Angebote den Weg zu uns finden, ist mir manchmal ein Rätsel. Damit abgefunden hab ich mich mittlerweile. Zumindest teilweise.

Waren es noch bis vor kurzem kleine blaue Pillen oder grosse Runde Dinger, die feilgeboten wurden, sind es nun theoretisch hohe Gewinne. Dass mit den Lockvogel-Angeboten genauso wenig Geld zu machen ist, wie es mit Lottospielen planbar ist, zu gewinnen, ist nachvollziehbar. Auch darüber kann man sich nicht wirklich ärgern. Man kennzeichnet die Mail einfach als Werbeteil und hofft damit, dass das nächste Angebot gleich in den Abfalleimer fällt.

Wie aber sieht es mit E-Mails aus, die in einer Fremdsprache verfasst sind? Kürzlich war eine in Kyrillisch (?) in der Box. Keine Ahnung, worum es da ging. Vermutlich auch wieder um irrsinnig hohe Gewinne für verhältnismässig wenig Geld. Waren es früher Angebote, die man noch verstand, sind es heute solche, die man nicht einmal mehr beurteilen kann. Die Globalisierung des Spam findet gerade statt.

Ist es überhaupt wichtig, Werbesendungen zu verstehen? Unbedingt! Wenn ich schon was wegwerfe, will ich schliesslich auch wissen, was es ist. Daher an dieser Stelle eine Bitte an alle Spammer, Spams nur in den folgenden Sprachen zu verfassen: Deutsch, Englisch, Französisch - wenn es nicht anders geht - Italienisch, Tibetisch und zunehmend auch Japanisch (konnte ich endlich mal etwas mit meinen Sprachkenntnissen angeben). Alles andere bitte im Übersetzungsbüro teuer übersetzen lassen und erst dann zusenden. Aber macht Euch keine Illusionen. Am Ende landen auch diese Spam-Mails im Eimer. Aber immerhin bewusst gewählt.

Cyber-Demos laufen

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Heute, am Tag für freie Meinungsäusserung im Internet, finden virtuelle Demos statt (s. Bericht). Sich informieren und teilnehmen.

Tag für freie Meinungsäusserung im Web

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Am 12. März findet der «Internationalen Tag für freie Meinungsäusserung im Internet» statt. Unter dem Patronat der UNESCO wird er von den Reportern ohne Grenzen durchgeführt. Der Aufruf: eine 24 Stunden-Online-Demonstration gegen Zensur im Internet.

Gegenwärtig werden 63 Internet-Dissidenten weltweit in Gefangenschaft gehalten. Sie haben von ihrem Recht auf freie Meinungsäusserung im Internet gebrauch gemacht.

Am Austragungstag kann jeder von 11 Uhr morgens an während 24 Stunden bis zum darauf folgenden Tag an einer der virtuellen Demonstrationen teilnehmen - für Burma, China, Nord-Korea, Kuba, Ägypten, Erithrea, Tunesien, Turkmenistan oder Vietnam.

Info

Lebenszyklus von Blog Posts

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Wer einen Blog betreibt, muss einiges einstecken können - zumindest seine Beiträge müssen es. Nachdem man einen Beitrag verfasst und ihn den Weiten des Netzes übergeben hat, wird er aufgespürt, indexiert, bewertet, gekürzt, neu verfasst – kurz, durch die Mangel genommen. Was wirklich mit ihm geschieht, zeigt eine eindrückliche Infografik; zu finden bei Wired.

Mister Wong: Fauler Kompromiss

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Das ging jetzt aber schnell. Mister Wong hat ein neues Gesicht. Die Lösung: Ein fauler Kompromiss! Der ursprüngliche Charakter des schönen Logos von Hu Nan ist in der Überarbeitung auf der Strecke geblieben. Der hat in der Unsauberkeit bestanden, die Stempelabdrücken eigen ist.

Das jetzige Sujet erinnert an einen trommelnden Voodoo-Zauberer. Die Wongschleife von Ivan Pashenko hatte auch Schwächen. M und W waren nicht deutlich sichtbar. Das hätte man aber mit einer Verstärkung des Kontrastes hinbekommen und das Endergebnis wäre um Längen besser gewesen, als das Siegerlogo. Immerhin hat der Wunderbaum von Israel Betancourt nicht gewonnen.

So bleiben am Ende tonnenweise Logos, die sicher nicht gut genug gewesen wären, viele, die es vielleicht gebracht hätten, wenige, die geeignet gewesen wären aber nur eines, das man so nicht hätte wählen sollen. Schade für den grossen Aufwand.

Bildung als Sprengstoff - OLPC

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Unlängst hat die serienmässige Produktion des 100-Dollar-Laptops der Organisation One Laptop Per Child (OLPC) begonnen. Im ersten Teil wollen wir mal genauer hinsehen, was das Gerät zu bieten hat. Anschliessend soll die Frage gestellt werden, wie sinnvoll das ganze Projekt überhaupt ist und welche folgen es für das soziale Gefüge haben kann.

Vernetzung
Betriebssystem des XO Laptop ist ein angepasstes Linux, das eine speziell für Kinder geeignete Bedieneroberfläche aufweist. Eine der Stärken des Projekts soll ja die Vernetzung untereinander sein. Das spiegelt sich in den Anwendungen des Laptops wider. So gibt es die Anwendung «Neighborhood», die visualisiert, wer in der Nähe gerade welchen Aktivitäten folgt. In der Folge können sich die Benutzer via Chat austauschen; zu zweit oder in Gruppen. Kabelloses Kommunizieren erleichtert den Prozess.

Bildung
Um dem Bildungsanspruch gerecht zu werden, gibt es beispielsweise «EToys», ein Learning-by-doing-Programm, das verschiedene Anwendungen miteinander verknüpft (Simulationen, Spiele, Text, Grafiken, Video, etc.). «Memorize» ist, wie es der Name sagt, ein Memory-Spiel, das nach Wunsch mit eigenen Bildern gefüttert werden kann. Schon anspruchsvoller ist «Pippy», eine einfache Einführung in die Programmierung mit Python. Und natürlich kann man mit dem Laptop auch E-Books lesen. > weiterlesen ‘Bildung als Sprengstoff - OLPC’

Unfreiwillig abgenabelt

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Die erste Amtshandlung, nachdem ich den Computer hochfahre, ist der Blick in die Mailbox. Wollte ich auch heute Morgen tun. Computer gestartet, Mailprogramm auch und dann - erst mal nichts. Das heisst fast nichts; ein endlos drehendes Aktivitätenlaufband (oder wie nennt man das Ding?). Das ist gewöhnlich kein gutes Zeichen.
Also alles abchecken: NT in Ordnung? ADSL-Router in Ordnung? Computer in Ordnung? Alle Fragen mit ja beantwortet. Computer-Neustart. Immer noch nichts mit Mailbox checken, nichts mit Internet-Surfen.

Entzugserscheinungen
Mit länger werdender Dauer der Internet-Absenz steigt die Nervosität. Und gleichzeitig steigt die Frage auf: Bin ich schon zum Web-Junky geworden? Schon ein übles Gefühl, wenn man abgenabelt wird - ohne es zu wollen obendrein. Also erneut den Computer runter- und wieder rauffahren. Noch immer nichts.
Die Auskunft beim Provider/Telefoniebanbieter (der mit dem neuen Erscheinungsbild; die hätten lieber das alte beibehalten und das Geld in die Technik gesteckt…) ist kurz und knapp: Schweizweite Probleme mit dem Netz. Wann sie behoben sein werden, ist unklar. > weiterlesen ‘Unfreiwillig abgenabelt’

Videoblogs zum brüllen

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Von Zeit zu Zeit vertreibe ich mir die Zeit bei Ehrensenf oder bei Rocketboom. Besonders die Freitagsbeiträge dieser Videoblogs haben es meist in sich.

Joanne von Rocketboom kämpft im aktuellen Beitrag vom 19. Oktober mit Engel und Teufel. Worüber lohnt es sich denn nur zu berichten? Herrlich sarkastisch!

Bei Ehrensenf hat es mir der Beitrag vom 5. Oktober angetan.