
Die grosse Stärke war bislang auch das grösste Problem der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia: Selber Artikel schreiben oder bearbeiten. Währendem die Offenheit erst zum rasanten Wachstum von Wikipedia geführt hat, birgt sie andererseits die Gefahr, dass jedermann mutwillig unsinnige oder tendenziöse Änderungen an einem Artikel vornehmen kann.
Die Selbstregulierung hat es bislang in den meisten Fällen geschafft, dass grobe Manipulationen wieder rückgängig gemacht wurden. Zudem ist seit einiger Zeit der Wikiscanner aktiv, der alle Manipulationen offen legt (s. Bericht bei taxipluto).
Um aber auch einzelne destruktive Veränderungen zu vermeiden, hat die deutschsprachige Wikipedia ein neues Konzept zur Kennzeichnung vertrauenswürdiger Inhalte entwickelt. In einer Pressemitteilung vom 24. September 2007 werden zwei Arten von Markierungen erwähnt:
1. Gesichtete Version Diese Artikel sind frei von Schmierereien. Damit sollen auf einfache Weise verunstaltete Seiten von der Veröffentlichung ferngehalten werden, indem eine Abgrenzung zu den gekennzeichneten zustande kommt.
2. Geprüfte Version Das sind Artikelversionen, die nach Meinung der Prüfer keine falschen Aussagen und keine verfälschenden Lücken beinhalten. Zum Prüfer werden Benutzer ernannt, die sich durch ihr Fachwissen ausgezeichnet haben.
Das neue System soll ab November 2007 aktiv sein.
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Zum Preis von 399 Dollar sind sie zu kaufen: Zwei «100-Dollar-Laptops»; eins für einen selbst und eins für ein Kind in der Dritten Welt.
Mit dieser, ab 12. November startenden Aktion, will One Laptop Per Child die Geräte nun auch in Industriestaaten verkaufen. Ursprünglich sollten sie nur in wenig entwickelten Ländern verkauft werden.
Bisher zu diesem Thema erschienene Berichte:
One Laptop per Child: teurer
Intel unterstützt OLPC-Projekt
One Laptop per Child
Designer als Weltverbesserer



Die New York Times kapituliert. Seit kurzem sind alle Online-Seiten, für die man bisher bezahlen musste, gratis zugänglich.
Im Gegensatz zum Volumen der auf der Site platzierten Werbung, ist das der zahlenden Kundschaft weniger stark gewachsen. Die Times hat aus dieser Erkenntnis den Schluss gezogen, den auch Colby Atwood von Borrell Associates, einer Firma für Medienforschung, bereits geäussert hat: «Vergleicht man die beiden Geschäftsmodelle, die einerseits Geld durch Abonnenten und andererseits durch Werbung verdienen, ist letzteres bedeutend attraktiver. Ein kombiniertes Angebot hat zwar einiges zu bieten - auf längere Sicht jedoch wird das Werbemodell obenauf schwingen.»
Zudem wird die Times ihre Archive teilweise öffnen. Die Zeiträume von 1987 bis heute und von 1851 bis 1922 sollen kostenlos zugänglich werden. Einiges an Material für die Periode zwischen 1923 und 1986 wird teilweise kostenpflichtig bleiben.
In der Schweiz kennen unter anderem die NZZ (CHF 434.-/Jahr) oder die baz (CHF 260.-/Jahr) Online-Abos. Die Online-Ausgabe der Zeit aus Deutschland kostet für ein halbes Jahr 30 Euro.
In Anbetracht der wachsenden Konkurrenz durch Gratiszeitungen und verschiedener Verlage, die ihre Online-Angebote frei zugänglich machen, werden wohl längerfristig auch noch die letzten kostenpflichtigen Seiten vom Markt verschwinden.
Bericht der NYT
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Das 100-Dollar-Laptop wird teuerer - die Kosten für die Fertigung sind weiter gestiegen, sodass das Gerät am Ende etwa 188 Dollar kosten dürfte. So die Aussagen von Vertretern der Nonprofit-Organisation One Laptop per Child.
Der längerfristig angestrebte Preis für das Laptop beträgt aber weiterhin 100 Dollar. Für das Gerät liegen bislang 3 Millionen Bestellungen vor. Bleibt zu hoffen, dass die Kosten nicht weiter steigen. Ist das der Fall, dann wird es wohl für die Regierungen unterentwickelter Staaten schwierig, die Anschaffungskosten für die kleinen Helfer zu rechtfertigen.
Was es mit dem Projekt genau auf sich hat, wurde auch an dieser Stelle schon geschildert. Hier eine kleine Aufstellung bisher erschienener Berichte:
Intel unterstützt OLPC-Projekt
One Laptop per Child
Designer als Weltverbesserer
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Die Zahl der Blogs, die am Blog Action Day teilnehmen, nimmt stetig zu. Die 5000er Grenze ist bereits überschritten. Was es damit auf sich hat habe ich bereits in einem früheren Bericht erläutert.
An dieser Stelle möchte ich alle Blogger dazu aufrufen, sich ebenfalls zur Teilnahme einzuschreiben. So hat man als Blogger Gelegenheit, einen sinnvollen Beitrag zu leisten. Veranstaltungsdatum ist der 15. Oktober 2007.
Mittlerweile gibt es auf der Website des Organisators auch Informationen auf Deutsch und in anderen Sprachen.


Meine Güte - wer braucht 5000 Quellen für Web-Tools? Listen haben es Mashable, einer News-Seite im Web 2.0-Bereich, angetan. Seit Mai 2007 haben deren Macher immer wieder Listen für verschiedene Bereiche von Web-Anwendungen veröffentlicht.
Und nun haben sie alle diese Tipps in eine riesengrosse Liste gepackt und veröffentlicht. Gegliedert ist sie nach den Bereichen Blogging & Podcasting, Communication Tools, Photo & Video Tools, Tools for Work, Tools for Life, Web Browsing Tools, Web Development Tools, Web Search & Bookmarking und Miscellaneous Tools.
Wer alle diese Werkzeuge studieren möchte, hat wohl am Ende gar keine Zeit mehr dafür, sie auch tatsächlich anzuwenden. Dennoch viel Spass beim durchsehen!


Zu was Computergrafik fähig ist, zeigt eine eindrückliche Animation über Fallingwater, Frank Lloyd Wrights architektonisches Meisterstück. Der Film beginnt mit einer Annäherung an das Grundstück, das von einem malerischen Wasserfall geprägt ist. Diesen Wasserstrom hat Wright dann auch in geschickter Weise in die Planung des Hauses mit einbezogen, das über dem Wasser zu schweben scheint.
Der Film lässt in der Folge die Mauern, Geschossdecken und Dächer der Villa erstehen und bietet so eine gute Vorstellung, wie sich das Haus in die Topografie einfügt.
Ob es dazu allerdings Smetanas «Moldau» zur etwas pathetisch wirkenden musikalischen Untermalung braucht, muss jeder selber entscheiden. Der Film ist auf jeden Fall beeindruckend.
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Online-Farbtools gibt es mittlerweile in einer fast unübersichtlichen Anzahl. An dieser Stelle schon vorgestellt wurden der ColourLovers, ColorBlender, Color Palette Generator und color hunter (s. Berichte 1 und 2 bei taxipluto). Daneben gibt es aber noch weitere Werkzeuge, die sich allesamt dem Thema Farbe widmen.
Das Funktionsprinzip des Color Calculator baut auf dem bekannten Farbkreis mit den Primärfarben auf. Es lassen sich wahlweise zwei, drei oder vier passende Farbtöne bestimmen. Äusserst spannend ist Color Fields Colr Pickr. Hier lassen sich einer Farbe entsprechende Bilder in Flickr finden. Ähnlich wie der Color Palette Generator ermittelt pic2color Farben aus einem Referenzbild. Das Gleiche machen colr.org und I Like Your Colors zusätzlich noch mit Websites.
Fürs Web Design geeignet ist Colors on the Web. Ein wirklich toller Farbmischer ist das Color Tool 2.0.8 Alpha, das mit vielen Funktionen aufwarten kann. Wenn es um das Thema Kontrast zwischen Vordergrund- und Hintergrundfarbe geht, sind der Colour Contrast Check und nColor die richtigen Werkzeug.
Für Farbverläufe ist der Gradient Image Maker geeignet. Ein ausgeklügeltes Werkzeug ist Unsafe Colormatch, das (geeignete ?) Farbkombinationen für die Erstellung von Websites erzeugt.
Eine einfache Umrechnungsliste von Pantone in CMYK resp. RGB bietet die Color Codes Matching Chart HTML. Ein einfaches Konvertierungs-Tool von CMYK in RGB und umgekehrt ist Color Conversion
Es gibt aber noch weitere Tools, auf die ich hier nicht genauer eingehe; eine Liste muss genügen:
ColorCombos
colordb
ColorMatch Remix
Color Palette Creator v1.6
Color Scheme Generator 2
Color Schemer online
Color Tool vom «Man in Blue»
dhtmlgoodies - Color Schemer
Online color chart picker


Im Juli hat der grosse Aderlass stattgefunden. 5810 Premium-Accounts sind Linden Lab verlustig gegangen. Second Life, so die Zahlen des Betreibers, muss damit bei den zahlenden Mitgliedern einen Verlust von rund sechs Prozent gegenüber dem Vormonat hinnehmen.
Das Dilemma mit Second Life ist, dass es einerseits bekannt ist, andererseits jedoch nur wenige Nutzer hat. Eine Online-Befragung von Dialego zeigt, dass sich nur ein Prozent der Deutschen in Second Life regelmässig aufhält, obwohl 71 Prozent die virtuelle Welt kennt.
Bericht bei Pressetext Austria
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Der deutschsprachige Wikiscanner ist seit 24. August Online. Bereits seit Mitte August 2007 verrichtet der englischsprachige Service seinen Dienst (s. Bericht bei taxipluto)
Wie in der englischen Ausgabe von Wikipedia sind auch in der deutschen bemerkenswerte Änderungen in Beiträgen zu finden. So wurde beispielsweise von einer IP-Adresse bei Sanofi-Aventis aus ein Eintrag zum Wirkstoff Clopidogrel so abgeändert, dass die Schädlichkeit und Wirksamkeit in besserem Licht erscheinen.
Oder ein Beitrag von EBay wurde komplett gelöscht. Darunter folgende Passagen: «Das Auktionshaus ist zwar bei vielen Benutzern beliebt, aber auch aufgrund einer fragwürdigen Handhabung des Datenschutzes und des Fehlens einer verbindlichen Identitätsfeststellung bei der Eröffnung von Zugängen heftig umstritten. … Ebay gerät auch immer wieder in die Kritik, da auf der Auktionsplattform kontinuierlich illegale Güter versteigert würden, ohne dass Ebay ausreichende Anstrengungen unternehme, diese Vorgänge zu unterbinden; neben menschlichen Organen wie Nieren …»
Und auch Einträge von Autoherstellern werden geschönt. BMWs iDrive, ein Bedienkonzept in Fahrzeugen, wird schamlos als das bessere System bezeichnet als das des Konkurrenten Audi.
Die Einträge in Wikipedia scheinen grundsätzlich Aufmerksamkeit zu erregen. Das sieht man nicht zuletzt auch daran, wie rasch es teilweise geht, bis ungeliebte Einträge «korrigiert» werden. Der kritische Artikel über EBay hat sich gerade einmal 11 Minuten im Netz gehalten.
Link Wikiscanner
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