Tag Archiv für 'musik'



Talking Heads in Rom

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Die Talking Heads haben mit ihrer Post Punk- und New Wave-Mischung aus Ska, R’n'B und Funk einerseits und tiefsinnig-skurrilen Texten andererseits Musikgeschichte geschrieben. Ab sofort sind Aufnahmen ihres Konzerts in Rom 1980 bei YouTube zu sehen.

Schade, dass es die Band nicht mehr gibt – sie hat sich Ende 1980er Jahre aufgelöst. Manchmal sind die Dinge halt komplizierter als wie sie in einem ihrer Songs (Creatures of Love) beschrieben werden:

A woman made a man
A man he made a house
And when they lay together
Little creatures all come out

Nebenbei: David Byrne unterhält einen eigenen Blog.

Links: YouTube Playlist der Konzertausschnitte von Rom
Talking Heads bei Wikipedia
Fan-Site
(via: Metafilter)

Reingehört im Juni

Nach den Mai-Tipps, die eher ein Blick in die Vergangenheit waren, dieses Mal wieder drei aktuelle Neuerscheinungen. Wenn es schon mal aus Deutschland was zu vermelden gibt, soll es auch getan werden. Vorher aber ein Vorschlag für Experimentierfreudige.

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To My Boy – Model (Release: 18. Juni 07)
Die zweiköpfige Future-Pop-/ New Rave-Band aus Liverpool katapultiert uns in die Zukunft. Die Mischung aus Elektro und Indie hat bereits jetzt eine treue Anhängerschaft auf der Insel. Sam, einer der beiden Musiker, beschreibt deren Sound als «exzentrische elektronische Pop-Musik».

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Bobo in White Wooden Houses – Mental Radio
Die Björk Ostdeutschlands ist wieder zurück. Bobolina, kurz Bobo war bereits in den 90er Jahren schon einmal mit Lorbeeren überschüttet worden, als sie eine Nominierung beim MTV Euro-Video-Grand Prix 1995 einheimste. In der Zwischenzeit ist viel geschehen. Ihre neue Indie-Rock-Scheibe «Mental Radio» kommt noch diesen Monat heraus und verbindet ihre engelsgleiche Stimme mit gutem Gitarrensound.

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Wir sind Helden – Soundso
Die Ende letzten Monats herausgekommene CD Soundso hat auch den Baby-Zuwachs überstanden. Die Messlatte lag nach den ersten zwei Scheiben hoch. Ganz erreicht haben sie Judith und Co. nicht. Unter die etwas politischeren Stücke haben sich auch einige gemischt, die etwas gar unverbindlich daherkommen. Dennoch eine gelungene CD.

Links: To My Boy
To My Boy bei MySpace
(via: motor.de)
Bobo in White Wooden Houses
Bobo in White Wooden Houses bei MySpace
Wir sind Helden
Wir sind Helden bei MySpace

Reingehört im Mai

Ursprünglich wollte ich an dieser Stelle die vier Rock’nIndie-Roller von Blondelle und die neue CD (letzten Monat erschienen) von den Arctic Monkeys vorstellen. Nach genauerem hinhorchen muss ich aber sagen, dass deren Sound sich kaum mehr von dem anderer UK-Bands unterscheidet. Daher richten wir unseren Blick mal auf das einsamste Land der Erde – nach Australien.

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Sarah Blasko – What The Sea Wants, The Sea Will Have
Diese Musikerin kann mit ihrer Stimme den Tag zu einem versöhnlichen Abschluss bringen. Es muss ja nicht immer Tempo-Pop sein. Geboren auf La Reunion, später mit den Eltern nach Sydney zurückgekehrt, spielt sie Musik, die sich zwischen Lisa Ekdahl und Lene Marlin befindet. Ihre letzte Einspielung stammt aus dem vergangenen Jahr.

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The Sleepy Jackson – Lovers
Multiinstrumentalist Luke Steele alias Sleepy Jackson ist wieder eher ein Vertreter der Adrenalin-Musik. Seine CD von 2003 gefällt mir fast noch besser als die letztjährig erschienene, weil da der Sound noch experimenteller und ungeschliffener daherkommt als auf der neueren Scheibe.

Links: Blondelle
Arctic Monkeys
Sarah Blasko
Sarah Blasko bei MySpace
The Sleepy Jackson
The Sleepy Jackson bei MySpace

Musik-Mind map

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Mittlerweile gibt es im Internet ja eine Unmenge Möglichkeiten, den eigenen Musikhunger zu stillen. Das gleiche gilt für Informationen von und über die Musiker.

Eine ganz und gar entspannte Art und Weise, nach neuen Bands zu forschen, bietet MusicMesh. Eine Mind map-artige Maschine, die Verknüpfungen zwischen unterschiedlichen Bands herstellt. Gibt man beispielsweise die Band Yeah Yeah Yeahs ein, erscheinen auf dem Bildschirm die Arctic Monkeys oder Metric (schon mal was von denen gehört?). Klickt man dann auf die Affenband, macht es schwups und Belle and Sebastian erscheinen. Dieses Spiel könnte man endlos weiterspielen. Zu jeder CD sind in einem separaten Fenster weitere Informationen abrufbar – Tracklist, Bewertungen sowie der Eintrag in Wikipedia. Sofern vorhanden, können auch gleich noch Videos angeschaut werden.

Link: MusicMesh

Reingehört im April

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The Concretes – Hey Trouble
Sound aus Skandinavien übt in unseren Breitengraden eine eigene Faszination aus. Vielleicht sind es die langen Nächte, die zum Tag werden und so mehr Raum fürs Schreiben guter Songs bieten. Die Band aus Stockholm mit Indiepop der angenehmen Art.

Links: The Concretes
Video «Kids»
bei MySpace

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Bright Eyes – Cassadaga
Wer auf Folk der besonderen Art steht, sollte sich mal die neue Scheibe der Bright Eyes anhören. Multiinstrumentalist Conor Oberst singt mit melancholischer Stimme von Herzschmerz und Unglück auf seine unnachahmliche Weise.

Links: Bright Eyes
Video «Four Winds»
bei MySpace

Rettet die CD!

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Es mag antiquiert klingen, aber CDs sind mir immer noch lieber als herunter-geladene Musikfiles. Vielleicht kommt das daher, weil ich noch den Plattenspieler erlebt habe, bei dem man entweder auf die sich drehende Scheibe oder aufs Plattencover starren konnte. Die Plattenhüllen waren manchmal genauso gut wie die Musik. Manchmal leider auch besser – aber immerhin das. Die Hüllen gaben Versprechen ab, setzten Zeichen oder waren im schlechtesten Fall Leinwände für missratene Möchtegernkünstler. Die heutigen CDs haben zwar viel vom Charme einstiger Platten eingebüsst. Dennoch sind sie mir lieber als nur ein paar Einsen und Nullen auf meiner Festplatte. Und soll die Musik mit an den Strand, kann man sie immer noch auf den iPod ziehen.

Die CD ist für mich vorerst der beste Kompromiss. Auch wenn frühere Platten mit schönen Covers viel Lockstoff aussandten, waren sie doch recht mühsam im Handling. Runter geladene Musikfiles kommen nackt, ohne was zum drin blättern daher und hinterlassen bei den Freunden, die zum Nachtessen vorbeikommen, keinen Eindruck, wenn sie ins CD-Regal schauen. Das macht einfach keinen Spaß.

Daher mache ich einen Aufruf: Rettet die Compact Disc!

Links: Aktuelles über CD und DVD
Geschichte der Tonaufzeichnung
Download: The Compact Disc Story (Kees Immink)

Reingehört im März

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Belle and Sebastian – Push Barman to Open Old Wounds
Die Band aus Glasgow mit ihrem sphärischen, dabei aber nicht depressiven Sound, präsentiert – gebannt auf zwei CDs – einen Rückblick auf die EPs der Jahre 1997–2001. Etwas zur Entspannung nach anstrengenden Meetings.

Link: Belle and Sebastian

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Amy Winehouse – Back to Black
Die Frau mit der lasziven und etwas schrägen Ausstrahlung entspricht ganz und gar nicht dem Klischee der gängigen Soul-, R’n’B- oder Jazz-Retorten jüngster Zeit. Ihre Mischung aus stampfenden Beats, wirbelnden Bläserarrangements und einer Stimme, die Aretha Franklin in nichts nachsteht, geht gekonnt eine Ehe zwischen Motown und Punk ein.

Link: Amy Winehouse Deutsch
Amy Winehouse Englisch

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AIR – Pocket Symphony
Ungehört eine CD zu kaufen, kann ins Auge gehen. Bei AIR, so dachte ich mir, besteht diese Gefahr sicher nicht. Vielleicht habe ich die anderen Scheiben von den beiden Brüdern zu oft gehört, um die neue nicht gleich ins Herz zu schließen. Kann ja noch kommen, denn was auf den ersten Blick sperrig wirkt, kann auf den zweiten reizvoll sein.
Link: Pocket Symphony

Link: motor.de – Alternative Musikpropaganda