Tag Archiv für 'wissen'

Wunderpilze 0002

Gulf Coast Slabs
Der Name Katrina wird in Mississippi Neugeborenen wohl in nächster nicht sehr oft vergeben. Die Verwüstungen, die der Hurrikan angerichtet hatte, waren verheerend. Clay Ketter hat einen ganz eigenen Zugang zu den Auswirkungen der Unwetter gefunden: Er hat das fotografiert, was von den verwüsteten Häusern noch übrig geblieben ist. Herausgekommen sind abstrakte Grundrissbilder, die auf einst belebte Zuhause hindeuten.
Ausstellung in London noch bis 18. Mai 2008 via

Mirinda July
Mirinda Julys Begabungen decken ein grosses Feld ab. Als Filmemacherin, Performance-Künstlerin und Schriftstellerin sucht und findet sie verschiedene Wege, ihr ganz eigene Sicht der Dinge darzustellen. Nicht genug; als Filmemacherin spielt sie gleich selbst in Me and you and everyone we know die Hauptrolle. Eigensinnig auch ihr wunderbar bedeutungsloses Video zu Top Ranking, einem Song von Blonde Redhead. Mirinda July - ein Gesamtkunstwerk.

Armsflow
Waffentransporte überziehen den ganzen Globus: Grafisch aufbereitet bei Armswflow. Es ist erschreckend, welche Volumina vom einen zum anderen Ort verschoben werden. Berechnungsgrundlage sind Informationen von Regierungsstellen sowie von Exportstatistiken der verschiedenen Länder. Eine Schieberei, die es besser nicht geben würde…

Sonnenlicht-Projektor
Die Sonne hat schon manchen zu poetischen Höhenflügen verleitet. Die Tatsache, dass die Sonne nicht nur Wärme gibt sondern auch Licht, macht sich der One Day Poem Pavillon zu Nutze. Wer die mehrteiligen Gedichte ganz sehen möchte, muss jedoch Geduld haben. Der Sonnenstand gibt jeweils immer nur einen Teil der mehrzeiligen Gedichte preis. Oder er schaut sich dieses Video an. Poesie von und mit der Sonne. via

Regen-Ernte
Von der Sonne zum Regen. Warum nicht Energie durch die Ernte von herabfallenden Wassertropfen gewinnen? Hört sich verrückt an - ist aber immerhin ein neuer Versuch, Energie aus dem zu gewinnen, was eh schon gratis da ist. Eine Methode, die sich in den Fällen aufdrängen soll, wo Solarzellen nicht zum Einsatz kommen können.

BottomsUp
Und noch was zum Thema Wasser. Wer dem Wasser, das aus dem Hahnen heraus rinnt, nicht traut, kann sich den BottomsUp-Wasserfilter auf die PET-Flasche schrauben. Gedacht für geschmacksgeplagte Stadtmenschen, die ihrem Wasser wieder eine neutralere Note verleihen wollen.

Nachtrag Dieses Video von Erika Janunger passt irgendwie zu dem von Mirinda July. Architektur, Bewegung und Musik vereinen sich. Durch die um 45 Grad gekippte Raumanordnung eröffnen sich dem Künstler ganz neue Möglichkeiten.

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  • Religionsunterricht in 90 Sek.

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    Die Entwicklung der Weltreligionen in 90 Sekunden. Wo und wann haben die Weltreligionen ihren Anfang genommen? Hinduismus, Judentum, Buddhismus, Christentum und der Islam haben sich zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich entwickelt.

    In einem Flash-Film wird aufgezeigt, wie die Ausbreitung vonstatten gegangen ist. Natürlich ist die Karte nur ein vereinfachte Darstellung. Gebiete, die einer einzigen Religion zugeordnet sind, werden tatsächlich von Völkern unterschiedlicher Religionen bewohnt. Gewisse Religionen werden gänzlich ausgeblendet, wie der Jainismus, Konfuzianismus oder Taoismus.

    Dennoch ein schöner Film. Zu finden bei Maps Of War. Nicht ohne Ironie, dass der Film hier zu finden ist …

    Zum Thema Philosophie sei an dieser Stelle das Buch «Philosophie-Atlas» von Elmar Holenstein (Ammann Verlag, ISBN 3-250-10479-5) empfohlen. Es zeigt anhand anschaulicher Grafiken die Entwicklung der Denksysteme unserer Welt.

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    Teen Facts: verrückte Hormone

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    Als Erwachsener noch einmal die Hormone wie im Teenie-Alter spüren? Für die einen eine qualvolle Vorstellung, für die anderen Wunschtraum, der wohl nicht mehr in Erfüllung gehen wird.

    Zumindest was die körperlichen und psychischen Auswirkungen angeht, kann man sich die Teenager-Jahre wieder in Erinnerung rufen. Hilfreich dabei ist ein kleiner, amüsanter Film für eine Ausstellung im NEMO Science center.

    Er zeigt die Freuden und Leiden zweier verschieden-geschlechtlicher Teenies, die mit der eigenen Entwicklung und der, des jeweils anderen, zu kämpfen haben. Unterhaltsam und lehrreich zugleich.

    (Bildausschnitte: fonztv.nl)

    Überwachung total

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    Die Flughafenüberwachung erhält wohl demnächst Zuwachs: Neben den schon vorhandenen Scannern, Polizisten, Agenten und Militärs, die mögliche Terroristen aufspüren sollen, wird an der University of Buffalo ein automatisches System entwickelt, das die möglichen Übeltäter anhand von verschiedenen Daten erkennen soll. Gesichter, Stimmen, Körper und andere biometrische Daten sollen Aufschluss darauf geben, ob jemand ein potenzieller Terrorist ist. Der soll möglichst noch vor dem Begehen einer Tat dingfest gemacht werden. Wir fühlen uns an Minority Report erinnert.

    Die Wissenschaftler (u.a. Venu Govindaraju, Ph.D., professor of computer science and engineering in the University of Buffalo School of Engineering and Applied Sciences) sehen gegenüber den manchmal zufälligen Selektionsverfahren bei der Befragung von Personen an Flughäfen einen Vorteil in ihrer Methode. Sie soll wissenschaftlich und wirksam sein. Gestützt wird die Beurteilung nicht nur auf einen Teil des menschlichen Körpers sondern auf verschiedene Elemente.

    In der Geschichte hat es immer wieder Versuche gegeben, anhand von Teilen des Körpers Rückschlüsse auf Wesen oder Charakter einer Person zu ziehen. Beispielsweise in der Physiognomik, die seit der Antike (u.a. Aristoteles, Cicero, Plinius, Seneca), aber auch im Mittelalter (u.a. Albertus Magnus, Albrecht Dürer, Paracelsus) bis hin in die neuere Zeit (u.a. Johann Caspar Lavater, Carl Huter) immer wieder neue Theorien hervorgebracht hat. Auch negative Seiten hat die Lehre zu verantworten (Wikipedia über Physiognomik, 10.10.07): «Die nationalsozialistischen Rassetheorien beriefen sich u. a. auf Lombrosos rassistischen Hypothesen und machten sie zum Kern der pseudowissenschaftlichen Unterfütterung ihres Eugenik-Programms.»

    Bleibt zu hoffen, dass die neue Methode der University of Buffalo das ohnehin schon überbordende Überwachungswesen nicht noch weiter verschärft (s. auch Bericht bei taxipluto)

    via

    Meyers Lexikon gratis online

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    Obwohl Wikipedia in letzter Zeit bemüht ist, Fehlmanipulationen und Verunstaltungen von Berichten zu verhindern, stellt sich immer noch die generelle Frage nach der Kompetenz der verfassten Berichte. Im Gegensatz zu traditionellen Anbietern von Lexika ist nicht immer sicher gestellt, dass die Einträge auch tatsächlich den gewünschten Anforderungen genügen.

    Wer eine andere Quelle im Internet sucht, ist seit September 07 mit dem Meyers Online-Lexikon sicher gut bedient. Die kostenlose Datenbank bietet den hohen Standard, wie wir ihn von den gedruckten Ausgaben gewohnt sind.

    Das Online-Lexikon basiert ursprünglich auf dem Inhalt von «Meyers Großem Taschenlexikon in 24 Bänden». Nach dem Einrichten eines kostenlosen Benutzerkontos sind rund 150000 Stichwörter abrufbar.

    Da es sich um eine reine Textversion handelt, kommt das Ganze eher trocken daher. Grafiken und Bilder wie bei Wikipedia sucht man vergeblich. Vielleicht eine Möglichkeit, das Angebot in Zukunft attraktiver zu gestalten.

    Nachtrag Hier noch eine kleine Auswahl weiterer Gratis-Lexika:
    wikipedia Grösstes offenes Onlinelexikon
    lexikon.ch spezielle Suchmaschine für Lexika, Thesauri (Synonymwörterbücher), Wörterbücher, Zitatesammlungen, Abkürzungsverzeichnisse und Reimlexika im Internet
    nachhaltigkeit.info Wissensquelle rund um das Thema Nachhaltigkeit
    wissen.de Grundlage bilden Titel der Bertelsmann-Gruppe
    Mathematisches Lexikon Autorenschaft: Franz Embacher und Petra Oberhuemer von der Uni Wien
    Woxikon Online Lexikon und Wörterbuch, Übersetzung von Wörtern und Wortgruppen
    Lebensmittel-Lexikon Aktuelles Onlinenachschlagewerk zu alltäglichen und exotischen Lebensmitteln
    Weitere Links bei Mister Wong

    Wettergötter im Netz

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    Wer wissen möchte, welche Kapriolen das Wetter gerade macht oder noch machen wird, findet im Netz viele gute Helfer.

    Da ist einmal die einfache Site meteo.ch, die mit Links auf eine Reihe verschiedener Wetterdienste verweist. Darunter etwa der Wetterdienst des Bundes - quasi die offizielle Wetterseite der Eidgenossen. Für mich eine der besten Anlaufstellen, um eine gute Übersicht zu gewinnen. Auch auf meteo.ch zu finden sind Links zu unterschiedlichen Tageszeitungen, die eine eigene Meteoecke eingerichtet haben.

    Eine andere Möglichkeit ist das aktuelle Wetter aus der Vogelperspektive zu betrachten. daylightmap ist eine durch Satellitenbilder erzeugte Karte der aktuellen Wolkenbildungen - jeweils aufgenommen innerhalb der letzten drei Stunden.

    Und dann ist da natürlich noch das Angebot vom nach Deutschland ausgewanderten Schweizer Wettergott Kachelmann. Er bietet auf seinen Seiten Vorhersagen für die Schweiz, Deutschland und Österreich an.
    Speziell für Österreich steht die Seite der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik zur Verfügung.
    Über Weather Underground, alle Wetter oder WetterOnline ist es möglich, Vorhersagen für Städte rund um den Globus abzurufen.

    Wer lieber selber seine Vorhersagen machen will, kann sich bei Outdoor-Aktiv schlau machen und sich ein paar Tipps und Tricks für die Prognose aneignen.

    Wikipedia mit Qualitätssicherung

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    Die grosse Stärke war bislang auch das grösste Problem der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia: Selber Artikel schreiben oder bearbeiten. Währendem die Offenheit erst zum rasanten Wachstum von Wikipedia geführt hat, birgt sie andererseits die Gefahr, dass jedermann mutwillig unsinnige oder tendenziöse Änderungen an einem Artikel vornehmen kann.

    Die Selbstregulierung hat es bislang in den meisten Fällen geschafft, dass grobe Manipulationen wieder rückgängig gemacht wurden. Zudem ist seit einiger Zeit der Wikiscanner aktiv, der alle Manipulationen offen legt (s. Bericht bei taxipluto).

    Um aber auch einzelne destruktive Veränderungen zu vermeiden, hat die deutschsprachige Wikipedia ein neues Konzept zur Kennzeichnung vertrauenswürdiger Inhalte entwickelt. In einer Pressemitteilung vom 24. September 2007 werden zwei Arten von Markierungen erwähnt:

    1. Gesichtete Version Diese Artikel sind frei von Schmierereien. Damit sollen auf einfache Weise verunstaltete Seiten von der Veröffentlichung ferngehalten werden, indem eine Abgrenzung zu den gekennzeichneten zustande kommt.

    2. Geprüfte Version Das sind Artikelversionen, die nach Meinung der Prüfer keine falschen Aussagen und keine verfälschenden Lücken beinhalten. Zum Prüfer werden Benutzer ernannt, die sich durch ihr Fachwissen ausgezeichnet haben.

    Das neue System soll ab November 2007 aktiv sein.

    via

    Sprachen erhalten

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    Alle 14 Tage verschwindet eine Sprache vom Erdball. Das Enduring Voices Project von National Geographic versucht diesem Trend entgegen zu wirken, indem es so genannte Hotspots lokalisiert und deren Sprache und Kultur dokumentiert.

    Die Verantwortlichen haben erkannt - wie das auch beim Rosetta Project der Fall ist (s. Bericht bei taxipluto) -, dass die Definition einer Kultur eng mit der gesprochenen Sprache zusammenhängt. Geht eine Sprache verloren, verschwinden damit viele Elemente einer Kultur, wie Geschichten oder Liedergut, die nur auf mündlichem Weg weitergegeben werden.

    In der Geschichte haben sich immer Sprachen stärkerer Gruppierungen verbreitet, währendem solche kleinerer Gemeinschaften verschwunden sind.

    Das Enduring Voices Project ist eine Zusammenarbeit zwischen National Geographic und dem Living Tongues Institute for Endangered Languages. Hotspots gibt es auf allen Kontinenten der Erde; beispielsweise in Zentralamerika, wo 45 Sprachfamilien ernsthaft bedroht sind oder in Ostsibirien, wo 9 Sprachfamilien stark vom Verschwinden bedroht sind.

    Bericht bei National Geographic
    Bericht bei der New York Times
    (Bild: National Geographic)

    Deutscher Wikiscanner

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    Der deutschsprachige Wikiscanner ist seit 24. August Online. Bereits seit Mitte August 2007 verrichtet der englischsprachige Service seinen Dienst (s. Bericht bei taxipluto)

    Wie in der englischen Ausgabe von Wikipedia sind auch in der deutschen bemerkenswerte Änderungen in Beiträgen zu finden. So wurde beispielsweise von einer IP-Adresse bei Sanofi-Aventis aus ein Eintrag zum Wirkstoff Clopidogrel so abgeändert, dass die Schädlichkeit und Wirksamkeit in besserem Licht erscheinen.

    Oder ein Beitrag von EBay wurde komplett gelöscht. Darunter folgende Passagen: «Das Auktionshaus ist zwar bei vielen Benutzern beliebt, aber auch aufgrund einer fragwürdigen Handhabung des Datenschutzes und des Fehlens einer verbindlichen Identitätsfeststellung bei der Eröffnung von Zugängen heftig umstritten. … Ebay gerät auch immer wieder in die Kritik, da auf der Auktionsplattform kontinuierlich illegale Güter versteigert würden, ohne dass Ebay ausreichende Anstrengungen unternehme, diese Vorgänge zu unterbinden; neben menschlichen Organen wie Nieren …»

    Und auch Einträge von Autoherstellern werden geschönt. BMWs iDrive, ein Bedienkonzept in Fahrzeugen, wird schamlos als das bessere System bezeichnet als das des Konkurrenten Audi.

    Die Einträge in Wikipedia scheinen grundsätzlich Aufmerksamkeit zu erregen. Das sieht man nicht zuletzt auch daran, wie rasch es teilweise geht, bis ungeliebte Einträge «korrigiert» werden. Der kritische Artikel über EBay hat sich gerade einmal 11 Minuten im Netz gehalten.

    Link Wikiscanner

    Internetarchive wissen (fast) alles

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    Archive im Internet bieten eine unendliche Fülle von Informationen. Mittlerweile gibt es davon eine grosse Zahl. Einige zusammengetragen hat lifehacker.

    Neben allgemeinen Sammlungen zur Geschichte sind da auch solche zu den Bereichen Multimedia, gedruckte Medien, Wissenschaft oder Internet zu finden. Darunter ist beispielsweise das Rosetta Project, über das an dieser Stelle auch schon berichtet wurde.

    (via Ehrensenf)